Nur ein Like von 115 Frauen:
So schwer haben es Männer auf Tinder

Veröffentlicht: 2. April 2018

Immer mehr Leute suchen mittels Dating-Apps wie Tinder ihr Liebesglück. Dass der Dienst für durchschnittliche Männer nicht so ganz geeignet ist, hat nun ein Blogger und Sozioökonom aufgezeigt, der laut eigenen Angaben Sozioökonom ist. 

In seinem Medium-Posting mit dem Usernamen "Worst Online Dater" schildert der Mann mittels Statistiken wie "ungerecht" Tinder eigentlich ist. Seine Daten sind selbst gesammelt und somit nicht wirklich repräsentativ, trotzdem wird damit durchaus ein Trend aufgezeigt.

Tinder ist verdammt "ungerecht"

Konkret zeigt der Blogger auf, dass 80 Prozent der durchschnittlich aussehenden Männer um 22 Prozent der Frauen auf der Plattform kämpfen. Die restlichen Frauen, also insgesamt 78 Prozent, sind einzig an den 20 Prozent der attraktivsten Männer interessiert.

Ein durchschnittlicher Mann muss somit bei der App 115 Frauen liken, damit er von einer ebenso ein Like erhält.


Bei attraktiven Männern ist die Wahrscheinlichkeit sechs Mal höher, dass sie ebenso geliked werden.

"New York Times" mit ähnlichen Daten 

Um die Ungerechtigkeit auf der Plattform aufzuzeigen, führte der Blogger Interviews mit 27 Frauen durch. Der Mann weist darauf hin, dass diese die Daten selbst beigesteuert haben – es ist somit möglich, dass ein gewisser Bias vorhanden ist.

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Allerdings hatte die New York Times bei einem weiteren Experiment herausgefunden, dass die Frauen auf der Plattform nur 14 Prozent der Männer liken. Dies entspricht den Daten des Bloggers, der eine Like-Rate von zwölf Prozent sieht. 

Gini-Koeffizient wie Südafrika

Laut dem Medium-Eintrag des selbsternannten Sozioökonomen weist Tinder somit einen Gini-Koeffizient auf, der ungerechter ist als 95,1 Prozent aller Volkswirtschaften. Zugleich hat der Mann eine Berechnung veröffentlicht, mittels der Interessierte ihre Attraktivität auf der Dating-App bemessen können.

Freilich ist die Statistik des Bloggers einzig auf Tinder bezogen – inwieweit sich die Ergebnisse auf andere Plattformen wie Lovoo, OkCupid & Co. ummünzen lässt, ist nicht erwiesen.

Algorithmus im Hintergrund 

Tinder wird nämlich immer wieder nachgesagt, dass ein Algorithmus im Hintergrund dafür sorgt, dass manche Nutzer den Nutzerinnen gar nicht angezeigt werden. Ein eigenes Bewertungssystem schätzt die Attraktivität des Users aufgrund dessen Like- und Zurück-Like-Rate an und zeigt das Profil dann den dementsprechenden Nutzerinnen an.

Wirklich erwiesen ist dies allerdings nicht, da Tinder sich auch nicht ins System schauen lässt. Allerdings wurde die API der App untersucht und dort die Attraktivitätsrate eines Fotos rausgelesen. 

Quelle: derstandard.at

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