Wie finde ich eine gute kostenlose Singlebörse im Internet?

Singles: Dating und Flirt ohne Bezahlen ist selten - auf in die kostenlose Singlebörse!

Seit über 10 Jahren eröffnen in Deutschland fast wöchentlich neue "kostenlose" Singlebörsen - wie im Osten nach der Maueröffnung die Imbissbuden. Hier erfahren Sie, welche Singleseiten, Partnerbörsen und Dating-Apps tatsächlich kostenlos sind.

Aktualisiert: 12. Mai 2018

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1. Gibt's überhaupt gute und kostenlose Singlebörsen?

Fast immer werden die Singlebörsen und Internet-Partnervermittlungen von den Anbietern als komplett kostenfrei beworben. In den meisten Fällen ist damit allerdings nur die kostenlose Registrierung bei der jeweiligen Datingbörse gemeint. Auch das Umsehen ist kostenlos. Aber spätestens bei der Kontaktaufnahme ploppt das Bezahlformular auf...

Die meisten User fragen uns in diesem Zusammenhang immer wieder dasselbe:


Gibt es denn keine tolle Singlebörse, die wirklich vollkommen kostenlos ist?

Die Antwort lautet: Jein. Die Begründung: Es gibt einige exzellente Singlebörsen, die zum Teil, aber eben nicht komplett kostenlos sind.

Versuchen wir mal, ein wenig Licht in diese anscheinend nebulöse Aussage über die Gratis-Singleseiten zu bringen: 

  • Eine gute Singlebörse muss heute technisch eine Menge auf die Beine stellen, um die verwöhnten User zum Lächeln zu bringen. Eine "Wer ist gerade online"-Funktion gehört mittlerweile zum Standard, Singles verlangen nach einem automatischen Filter gegen lästige Verehrer usw. Die Liste der "Must-have"-Features beim Online-Dating ist lang und wird tendenziell immer länger.
  • Dann gehört einiges an Marketing-Know-How dazu, damit sich die Single-Gemeinde auch in dieser Singlebörse niederlässt. Denn tägliches "Frischfleisch" - gerne auch reichlich in Ihrer Region - macht eben den Reiz einer Singlebörse aus! Ansonsten wird Ihnen nämlich sehr schnell langweilig.
  • Ist dies der Fall und die Single-Seite hat immer größeren Zuspruch, so wollen die Leute auch betreut werden - der redaktionelle Aufwand lässt sich nicht mehr nebenbei bewältigen. Versuchen Sie z.B. mal, täglich 8.000 Neuanmeldungen zu prüfen, Anfragen und Beschwerden zu bearbeiten...
  • Fast jede größere kostenlose Flirtbörse kämpft heute mit Phänomenen wie dem "Romance-Scam". Dabei handelt es sich um Nigerianer, die mit Fakeprofilen an das Geld der arglosen Singles wollen - jährlicher Schaden in Deutschland: rund 10 Millionen Euro (die Jungs sind gut!).

Wie soll der Singlebörsen-Anbieter die Kosten wieder reinholen, wenn alles umsonst ist und er keine Einnahmen erziehlt? Über Werbung allein lässt sich eine Singlebörse heute nicht mehr finanzieren.


Allzu werbelastige Flirt-Seiten, die permanent blinken, jaulen und sich in neue Fenster verselbstständigen, werden von den Singles schnell mit Missachtung abgestraft.

Eine relativ gute kostenlose Singlebörse ist Finya, aber in Sachen Werbung auch eher grenzwertig, siehe Finya Test.

Einige Verlage, Fernsehsender und Online-Portale boten jahrelang kostenlose Singleportale "nebenbei" an, um auf diesem Wege Kunden für ihr eigentliches Geschäft zu gewinnen oder zu binden. Diese Dating-Angebote erfreuten sich teilweise riesengroßer Beliebtheit und überschritten locker die 100.000-Mitglieder-Grenze.

Sie erinnern sich vielleicht noch an das bekannte "Freenet Singles" (mittlerweile kostenpflichtig) oder an die Flirtseite der TV-Sendung "Wahre Liebe" (mittlerweile eingestellt).

Diese Singleseiten tappten allesamt irgendwann in die Kostenfalle: Kein Geld für sinnvolle Zusatzfeatures, Sicherheit oder Support, Probleme mit dem Jugendschutz, weil Profile nicht manuell geprüft wurden - und verschwanden genauso schnell wieder wie die meisten der oben erwähnten Imbissbuden.


2. Kostenlose Services in der Singlebörse

Einige sehr gute Dating-Anbieter haben zum Teil kostenfreie Angebote. Sie als potenzieller Kunde können frei in den Kontaktanzeigen stöbern, Profile ansehen und Ihr eigene Kontaktanzeige ins Netz stellen. 


Bei einigen Flirtbörsen können Sie sogar kostenlos antworten, wenn Sie von zahlenden Singles kontaktiert werden!

Wenn Ihnen die Singlebörse XY gefällt und Sie andere Singles anschreiben möchten, ist dann meist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zu beantragen, die den Zugang zu einer Vielzahl von Features ermöglicht, z.B. 1:1-Chats, automatische Benachrichtigungen per SMS, bessere Platzierung Ihrer Kontaktanzeige in den Suchergebnissen der Singlebörse usw. Das variiert von Anbieter zu Anbieter, schauen Sie in unseren Singlebörsen/Kontaktanzeigen-Test.

Diese Top-Partnervermittler können Sie kostenlos testen:

Kostenfreie Services bei Singlebörsen:

Gratis Leistungen bei Sex-Partnerbörsen:


3. Was ist Freemium?

Ungefähr 2010 brachte Badoo das so genannte "Freemium-Dating" groß heraus: Die mittlerweile über 150 Millionen Nutzer weltweit können diese Singlebörse ganz gut kostenlos nutzen.

Wer etwas mehr möchte, z.B. auf Platz 1 in den Suchergebnissen der anderen Singles stehen oder virtuelle Geschenke versenden, der muss sich zusätzlich "Superpower" kaufen...

Wir haben in unseren Tests festgestellt, dass die Nutzer dieser bunt und hip aufgemachten Freemium-Singlebören in der Regel sehr jung sind und nur oberflächlich suchen. Das führt uns zu einem ganz wesentlichen Punkt:


Wer nicht zahlen muss,
hat eine Singlebörse oft schnell wieder vergessen!

Nicht von der Hand zu weisen ist auch das Argument, dass das Interesse eines Singles wesentlich ernsthafter und nachhaltiger ist, wenn "Er" oder "Sie" etwas dafür bezahlt hat.

Wenn Sie jemandem schreiben, der gerade Langeweile hatte und sich als SEXYHEINZ101 einfach mal in einer kostenlosen Singlebörse eintrug, können Sie auf eine Antwort warten, bis Sie schwarz geworden sind, denn HEINZ wird sich da wahrscheinlich nie mehr einloggen... .

Fakt ist, dass die Kosten einer Singlebörse in einem sehr direkten Zusammenhang mit dem Alter und den Absichten der Nutzer stehen:

  • Wer damit leben kann, dass viele andere Nutzer einer Singlebörse keine besonders ernsthaften Absichten haben, nicht sonderlich oft ihre Mails checken, vielleicht auch mal ein Date schwänzen oder gar ein Fake sind, der kann es gerne mal bei einer kostenlosen oder Freemium-Datingseite versuchen.
  • Wer über 25 Jahre alt und auf der Suche nach einem niveauvollen Datingportal ist, bei dem der Kundendienst systematisch Fakes und Karteileichen eliminiert, wer von seinem Gegenüber eine gewisses Grundinteresse erwartet, der ist bei den teilweise kostenlosen Singlebörsen wie LoveScout24 oder Neu.de richtig.
  • Wer wirklich ernsthaft nach einem Lebenspartner sucht, der sollte zu den großen Partneragenturen wie Parship, Elitepartner oder eDarling gehen. Die haben zwar ihren Preis, aber wer dort sucht (und mehr als 150 Euro bezahlt hat), der meint es eben auch wirklich ernst!

4. Spartricks & Gratis-Dating in Singlebörsen

In den letzten Jahren gab es beim Tricksen in Singlebörsen ein gewisses Wetteifern: Die Singles entdeckten eine Lücke, das ging eine Zeit lang gut - bis die Lücke technisch geschlossen wurde und die Schnäppchenjäger sich etwas Neues ausdenken mussten... Aber es gibt eben auch ganz legale Möglichkeiten für die kostenlose Nutzung von Singlebörsen - dazu braucht es nur ein wenig Geduld:

Singlebörsen Sonderangebote und Gratis-Tage abwarten

Wer sich bei einer professionellen Singlebörse registriert und nicht gleich bezahlt, der wird in den Folgewochen häufig mit einer Reihe von sogenannten CRM-Maßnahmen beglückt ("Kunden-Management").

Damit Ihnen nicht langweilig wird und Sie vielleicht doch noch zahlender Kunde werden:

  • Ein typisches Beispiel sind Sonderangebote, wenn Sie eine Zeit lang nicht aktiv waren. Sie erhalten dann z.B. nach 14 Tagen eine Mail à la: "6 Monate zum Preis von 3".
  • Einige Anbieter laden Sie nach einer Weile auch dazu ein, die Premium-Funktionen gratis auszuprobieren, was manchmal an Bedingungen geknüpft wird - beispielsweise "3 Tage alles kostenlos, wenn Sie 3 Fotos hochgeladen haben".
  • Und dann gibt es immer mehr Singlebörsen, die Aktivität auf dem Portal wollen und dafür Punkte verteilen, z.B. für den regelmäßigen Login, für die Teilnahme am Foto-Wettbewerb, für das Einladen von Freunden. Sobald Sie genügend Punkte gesammelt haben, können Sie die kostenpflichtigen Funktionen nutzen. Vor allem natürlich können Sie dann andere Singles anschreiben!
  • Wenn Singlebörsen groß angelegt Fernsehwerbung schalten und viele Neugierige zu erwarten sind, kommt es auch vor, dass man die Bestandsmitglieder als Kostenlos-Animateure einsetzt und ihnen einige Tage Premium-Zugang schenkt, damit diese den Laden lebendig erscheinen lassen, die Frischlinge angraben und diese dann bereit sind, ins Portemonnaie zu greifen.

Halten Sie einfach ein wenig die Augen auf, melden Sie sich bei diversen Singlebörsen an - und die Gratis-Schnäppchen und Sonderangebote werden kommen. Die Datingseiten experimentieren hier viel herum, darum haben wir darauf verzichtet, einzelne Markennamen und deren Möglichkeiten aufzuzählen.

Der Lesben-Trick

Bis vor einiger Zeit waren die meisten Singlebörsen für Frauen kostenlos. Männer legten zu ihrem normalen Profil gerne ein zusätzliches Frauenprofil an und schrieben die Frauen folgendermaßen an: 


Ich bin gar nicht die Uschi1967, sondern Karl1967. Das Geld, was ich mit diesem Trick gespart habe, würde ich gerne in ein gemeinsames Abendessen investieren...

Das hat sich heute weitgehend erledigt. Die meisten großen Datingportale leiden heute nicht mehr unter Frauenmangel und sind daher auch für Frauen kostenpflichtig. Im Bereich des erotischen Datings, wo Frauen bis heute nichts zahlen müssen, gibt es die Ausnahmeregel "Frau schreibt Frau kostet doch!"

Wir bekamen diesbezüglich schon reichlich Mails von Lesben, die sich diskriminiert fühlten, aber hey, der Hintergrund ist ein anderer, liebe Freundinnen der gleichgeschlechtlichen Liebe ;-)

Nur so tun, als ob man bezahlt

Jetzt wird's schlicht kriminell: Natürlich können Sie mit der Bankverbindung von Ihrem Zahnarzt bezahlen, den Bankeinzug der Singlebörse stornieren lassen oder mit einem ungedeckten Konto bezahlen. Oder Sie kaufen sich bei eBay Russland ein paar geklaute Kreditkarten-Daten und gehen damit auf Shopping-Tour...

Wir finden diesen Ansatz zur Kostenlos-Nutzung sehr zweifelhaft und gefährlich. Wenn Sie nicht gerade in ein nicht-videoüberwachtes Internet-Cafe gehen oder sich in Nachbars WLAN einloggen, hinterlassen Sie bei diesen Aktionen immer irgendwelche Spuren, die in naher Zukunft auch automatisch ausgewertet werden können.

Das ist dann wie bei Lance Armstrong: 7 Tour-de-France-Siege lang gings gut, aber die alten Dopingproben wurden ihm zum Verhängnis, weil man's irgendwann besser nachweisen konnte...

Kontaktdaten ins Profil schmuggeln

Klassischerweise dürfen Sie in den Singlebörsen alles gratis machen, bis auf das Kontaktieren der anderen Mitglieder. Das kostet dann eben. Darum versuchen die Singles immer wieder, ihre Kontaktinformationen ins Profil zu schreiben, so dass Interessierte per Telefon oder E-Mail agieren können und sich die Premium-Mitgliedschaft sparen.

Hinzu kommt dabei der Vorteil, dass Sie zu etwas Besonderem werden, denn die nichtzahlenden Singles können mit keinem flirten, außer mit den Kontaktinfo-Reinschmugglern.

Auf der anderen Seite wirkt es nicht besonders männlich auf Frauen, wenn man durch solch ein Verhalten signalisiert, dass man schon an den paar Euros sparen muss oder geizt. Ein Traummann sieht anders aus.

In den letzten Jahren gab es beim Kontaktinfo-Schmuggeln ein Wettrüsten zwischen den Singles und den Singlebörsen. Wer diese Chance nutzen möchte, muss ein wenig herumexperimentieren, denn was bei Singleportal A funktioniert, ist bei Singlebörse B unterbunden:

  • Im Anfangsstadium schrieben die Singles ihre E-Mail-Adresse oder ihre Handynummer ins Profil. Das merkten die Singlebörsen irgendwann und löschten anhand von Filtern für z.B. "@" oder "0163" entsprechende Passagen.
  • In Level 2 fingen die Singles an, ihre Kontaktdaten auf allerlei Weise zu verschlüsseln:  
      "null eins sechs drei...
      "petra point mueller ätt wäb point deh eh"
  • Die wirklich hochpreisigen Portale prüfen heute jedes Profil und jede Profiländerung durch Redakteure. Dadurch haben Sie mit diesem Gratis-Trick in der Regel keine Chance mehr. Die Singleseiten, die einfach nur ihre Filterautomatismen verbessert haben und auch "ät", "ätt", "ett" und "amitkreisdrum" rausfiltern, bieten trotzdem noch gewisses Potenzial, wenn Sie es nur geschickt genug anstellen.

Facebook-Link im Statusfeld

Um das Innenleben aufregender zu gestalten, bieten viele Singlebörsen gratis die Möglichkeit, sich der Welt in einem Statusfeld ("So geht's mir gerade" oder "So bin ich drauf") mitzuteilen.

Diese Felder werden von den Usern so oft verändert, dass die Prüfung von Hand zu aufwändig und vor allem auch zu zeitverzögert wäre. Die folgende Grafik zeigt Ihnen daher die aktuell wohl pfiffigste Lösung, sich vor dem Bezahlen zu drücken. Wir haben das bei den 5 Marktführern ausprobiert - es ging locker und einige unserer Statusmeldungen mit Kontaktinformationen sind noch Wochen später online:

kostenlose Singlebörsen gratis

5. Noch mehr Ideen zur kostenlosen-Singlebörsen-Nutzung

Wir beginnen mal mit dem coolsten Tipp:


Die besten Singlebörsen kostenlos 3 Tage ausprobieren!

Dazu müssen Sie allerdings die Prüfung für unseren Singlebörsen-Führerschein bestehen. Das haben schon über 100.000 versucht, und rund 75% haben es auch geschafft. Als Belohnung winken dann eben Gutscheine, um PARSHIP & Co. 3 Tage lang als Premium-Mitglied zu nutzen.

Und hier finden Sie Links zu den verschiedenen Sparten sowie weitere Ratgeber zum Thema "kostenlose Nutzung von Online-Dating-Angeboten":


    Wer hat diesen Artikel zum Thema "Singlebörsen kostenfrei" verfasst?

    Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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