Prävention: Schweigsamkeit und äußerste Vorsicht beim Seiten-Sprung
Was kann man Menschen raten, die einen ihren Partner
betrogen und einen Seiten-Sprung begangen haben? Im Allgemeinen gilt auch
zum Thema Seitensprünge,
was der Volksmund schon lange sagt: Genießen und verschweigen - und alle
(aber auch wirklich alle) Unterlagen, die darauf hindeuten könnten,
vernichten. - vom Foto über den Liebesbrief bis zum Emailverkehr - und
sogar die Tankrechnung auf dem Weg zum Geliebten.
Wer bei einer Affäre nicht unvorsichtig ist, dem kann
der Seiten-Sprung nur schwer bewiesen werden - doch was, wenn man auf
frischer Tat ertappt wird oder bereits Beweisfotos existieren?
Schadensbegrenzung und Therapie des Seiten-Sprung
Zunächst raten alle Fachleute, den Schaden möglichst
zu begrenzen - also erst mal abzukühlen. Heftige Streitereien nach dem Fremdgehen
bleiben in der Regel dennoch nicht aus - der Schmerz ist dann zu groß, um
die Auseinandersetzung auf kleiner Flamme zu kochen. In diesem Fall sollte
man vereinbaren, sich eine Weile aus dem Weg zu gehen - oder eine
Paartherapie beginnen. Allerdings muss man damit rechnen, dass es einem
geht wie beim Zahnarzt: Das Loch muss schmerzhaft weiter aufgebohrt
werden, bevor man mit der Besserung rechnen kann. Das liegt daran, dass
dem Seiten-Sprung
ja eine gewisse Unzufriedenheit vorausging, die erst einmal aufbereitet
werden will. Schnelle Erfolge sind also nicht zu erwarten.
Die heutige, an Verhaltenstherapien orientierte
Psychotherapie versucht nach dieser Klärung zunächst, das Paar dazu zu
bewegen, Pläne für die Veränderung des Ehelebens aufzustellen und diese
dann zu begleiten. Wie bei allen Therapien
des Seiten-Sprung kommt es auf die Bereitschaft und Einsicht des
Paares an, ob diese Maßnahmen Erfolg haben oder nicht.
"Wissenschaftliche" Belege für den Erfolg sind daher mit
Vorsicht zu genießen - auch hier muss der Volksmund zitiert werden, der
behauptet, dass "die Zeit Wunden heilt". |