Singlebörse kündigen ohne Probleme
So verhindern Sie teure Missverständnisse

Veröffentlicht: 23. Mai 2014

Die Sehnsucht nach der großen Liebe ist ein lukratives Geschäft für Partnerportale. Kein Wunder, dass sie abspringende Kunden mit rechtlich fragwürdigen Methoden zwingen wollen zu bleiben.

Singlebörse kündigen
Die Kündigung bei einer Singlebörse kann teuer werden.

Singlebörse kündigen nicht einfach

Wie viel sind Sie bereit, für die große Liebe zu bezahlen? 30 Euro? 50 Euro im Monat? Wer würde bei diesem Angebot nicht zugreifen. Online-Partnerbörsen versprechen viel. Und tatsächlich wurden im vergangenen Jahr immerhin 16,4 Prozent aller Ehen in Deutschland zwischen Partnern geschlossen, die sich über das Internet kennengelernt hatten.


Online-Dating bei 16,4%
der Ehen Kennenlerngrundlage.

Viele Ehen durch Onlinedating geschlossen

Am aktivsten waren dabei die User in Hessen, wo die Hochzeits-Quote 21,2 Prozent erreichte. Bayern lag mit 13,3 Prozent auf dem letzten Platz. Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung der kommunalen Standesämter. Die allermeisten Eheschließungen nach Online-Kontaktaufnahme gab es dabei im Standesamt Doberlug-Kirchhain in Brandenburg (53 Prozent aller Hochzeiten).

Probleme beim Singlebörse kündigen

Doch es gibt auch die andere Seite mit vielen unzufriedenen Nutzern von Singleseiten im Netz. Vor allem denen, deren Verträge sich automatisch verlängerten, weil sie vergaßen zu kündigen oder nach der Kündigung innerhalb der 14 Tage Kündigungsfrist einen Wertersatz an den Anbieter zahlen sollen. Hier raten erfahrene Anwälte übrigens dazu, nicht zu zahlen.

Kurze Verträge abschließen

Insgesamt hat man am wenigsten Ärger, wenn man sich an die vertraglich vereinbarten Laufzeiten hält und fristgerecht kündigt. Am besten wählt man deshalb anfangs nur kurze Vertragslaufzeiten, auch wenn das zunächst teurer ist. Ansonsten zahlt man nämlich monatelang weiter, obwohl man das Portal überhaupt nicht mehr nutzt, ähnlich wie bei Sportstudios.

Test Partnersuche:
Erst informieren, dann loslegen

Obacht beim Singlebörse kündigen

Vorsicht! Viele Anbieter arbeiten mit automatischen Verlängerungen, wie dies auch bei Zeitschriftenabos oder Versicherungsverträgen üblich ist. Wer die Kündigungsfrist verpasst, muss dann manchmal sogar für ein ganzes Jahr zahlen, auch wenn man vorher nur ein kurzes Probe-Abo abgeschlossen hatte. "Diese Praxis ist zwar nicht sehr kundenfreundlich, allerdings unserer Einschätzung nach trotzdem in den meisten Fällen rechtlich zulässig", sagt Rehberg.

Quelle: welt.de

Share!