Singlebörse oder Online-Community
Wo findet man heute leichter eine neue Liebe?

Singlebörse vs Online-Community

Verloren im Entscheidungsdschungel: Wo finde ich einen Partner?

Inzwischen sind sowohl Singlebörsen als auch Communities nicht mehr aus der Internet-Landschaft wegzudenken. Für beide Formen gibt es mittlerweile Giganten wie Facebook oder LoveScout24, die sich seit Jahren am Markt behaupten und Hunderttausende Nutzer haben. Aber auch kleine Nischencommunitys und Partnerportale für z.B. vegane Singles finden ihr Publikum. Doch wo ist es einfacher eine neue Liebe zu finden? Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung!

Aktualisiert: 29. März 2019

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1. Welche Online-Communities gibt es?

Der Begriff Community ist wirklich weit gefasst. Laut Wikipedia-Definition:


Eine Online-Community (englisch für Internet-Gemeinschaft) ist eine organisierte Gruppe von Menschen, die im Internet miteinander kommunizieren und teilweise im virtuellen Raum interagieren.

Letztlich kann man Communities grob unterteilen in 5 Rubriken:

  • Kommerzielle Community: Dazu zählen u.a. Facebook, StayFriends, KWICK, aber auch berufliche Netzwerke wie XING oder LinkedIn
  • Methodenorientierte Community wie bspw. Wikipedia
  • Entwickler-Community: Hier arbeiten Mitglieder zusammen an einer Sache, um z.B. eine Produktentwicklung im technischen Bereich nach vorne zu bringen. Ein Beispiel wäre hierfür die Entwicklung des Linux-Kernels.
  • Gaming-Community: In dieser Gruppe geht‘s um die gemeinsame Leidenschaft für ein Spiel und die Möglichkeiten, sich darüber auszutauschen sowie sich zum gemeinsamen Gaming zu verabreden. Diese Communities kommunizieren oft über Discord, Teamspeak, spezielle Foren sowie alternative Chatprogramme.
  • Themenorientierte Community: Hier treffen sich alle Nutzer mit einem gemeinsamen Hobby oder einem Thema, das alle verbindet. Es gibt Sport-Communitys, Online-Communities für Kochwütige (chefkoch.de), für Eltern, Tierfreunde etc. 

2. Singlebörse ist nicht gleich Singlebörse

Obwohl man meist in den Medien nur von Singlebörsen spricht, gibt es auch hier definitiv Unterschiede bei der Ausrichtung und Intension der Plattform.

Singlebörsen lassen sich kategorisieren in:

  • Partnerbörse / Partnervermittlung: Partnervorschläge gibt’s nach dem Ausfüllen eines Fragebogens und interner Algorithmen, die die passende Nutzer matchen. Dieses Segment ist meist etwas hochpreisiger, dafür erspart man sich das Durchklicken etlicher Profile. Bekannteste Partnervermittlungen in Deutschland: Parship und ElitePartner
  • Kontaktanzeigenportal: Hier steht eher der lockere Flirt im Vordergrund, Nutzer suchen selbst in Profillisten nach einem interessanten Treffer. LoveScout24 und Zoosk sind hierfür erfolgreiche Beispiele.
  • Social-Dating-Portal: Neue Leute kennenlernen, Freundschaften schließen und wenn es funkt, dann ist es auch ok – das ist so das grobe Motto von Social-Dating-Portalen. Lovoo und Badoo sind wohl am bekanntesten in Deutschland.
  • Nischen-Webseiten: Diese Plattformen widmen sich bestimmten Personengruppen (z.B. religöse, kleine, füllige, vegetarisch lebende Singles). Meist haben diese Nischen-Singlebörsen nicht megaviele Mitglieder, aber alle suchen nach einer neuen Liebe.
  • Sexkontakt-Portale: Der Name verrät es schon – hier suchen Menschen vorwiegend Kontakte, um sexuelle Abenteuer zu erleben. Eines der größten Sexkontakt-Portale im deutschsprachigen Raum ist JOYclub.

3.Online-Community und Singlebörse: Unterschiede auf einen Blick

Singlebörse Online-Community
Eine Singlebörse bietet in der Regel standardisierte Profile mit Angaben zur Person und zum Wunschpartner.Freiräume zur persönlichen Entfaltung mittels eigener Homepage, Blogs, Fotoalben, Video-Galerien, ...
Man ist alleine auf der Plattform unterwegs. Man flirtet, steht aber sonst in keinem Kontakt.Die Vernetzung der Mitglieder untereinander steht im Vordergrund.
Hoher Grad der Anonymisierung (abgesehen vom freiwilligen Foto), um die Partnersuche so intim wie möglich zu halten.Preisgeben der wahren Identität ist erwünscht!
Eine seriöse Webseite für die Partnersuche ist in der Regel kostenpflichtig.Online-Communities sind in der Regel kostenlos.

Aus diesen prinzipiellen Unterschieden von Singlebörse und Online-Community ergeben sich direkt die jeweiligen Vorteile für diese beiden Wege der Partnersuche im Internet.


4. Vorteile bei der Partnersuche in Online-Communities

  • Online-Communities sind meist günstiger in der Nutzung als Singlebörsen oder sogar kostenlos. Hier zahlen Sie meist mit Ihren Daten und bekommen bei Gratis-Plattformen Werbung zu sehen. 
  • Sie erhalten über Community-Mitglieder viel persönlichere Informationen als nur das Kontaktanzeigen-typische "Sternzeichen" oder die Antwort auf "Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?", z.B. Karriere-Lebensläufe bei XING, Urlaubsfotos, Lieblingsbücher, soziales Umfeld, politische Meinung, Freunde und Bekannte, ... 
  • Die Vernetzung und der Einblick in "virtuelle Leben" schafft leicht Anknüpfungspunkte für die Kontaktaufnahme, z.B. gemeinsame Bekannte oder identische Reiseziele.
  • Zudem widmen sich viele Portale einem bestimmten Thema, wie z.B. Abgefuckt-liebt-Dich.de. Hier werden vor allem Bands und Musikbegeisterte angesprochen. Man teilt also bereits eine Leidenschaft und kommt leichter ins Gespräch.

5. Sind Singlebörsen effektiver bei der Partnersuche?

  • Online-Communities werden von "Leuten" bevölkert, Singlebörsen hingegen von Menschen mit einem Partnerwunsch. Das erleichtert die Partnersuche in Singlebörsen rein mengenmäßig ungemein. Bei einigen Online-Gemeinschaften können Sie auch gar nicht erkennen, ob jemand Single ist oder nicht. Nicht jeder will in die "virtuelle Welt" hinausposaunen, dass er oder sie auf Partnersuche ist. Angebote, die sich ausschließlich an Singles richten, sind hier deutlich geschlossener - und Ihre Flirt-Mails sind nicht wie bei den Sozialen Netzwerken Blindflüge. 
  • Kosten sind zwar doof, aber auch ein wichtiges Selektionsinstrument: Wenn Sie bei der Partnerbörse Parship von jemandem kontaktiert werden, dann sucht dieser ziemlich ernsthaft - er lässt sich schließlich nicht von dem im Vergleich höheren Mitgliedsbeitrag abschrecken. 
  • Online-Community bedeutet: Sie müssen in der Gemeinschaft auch leben, sprich in Foren diskutieren, bloggen, Freundeskreise aufbauen usw. Erst dann werden Sie in der Gemeinschaft als vollwertiges Mitglied akzeptiert - und erst dann kann die Suche nach einem neuen Partner losgehen. Klingt anstrengender als bei einer Singlebörse - und ist es auch! 
  • Sie erfahren viel über andere Community-Mitglieder - und müssen im Gegenzug auch viel von sich offenbaren. Anonymität ist etwas anderes! Wenn Sie z.B. jemanden bei Facebook anschreiben, hat der oder die vollen Einblick in Ihr Leben (wenn Sie nicht entsprechende Filter gesetzt haben). Noch bevor Sie sich jemals getroffen haben! 
Lust auf Verlieben? Dann haben wir was für Sie:
Die besten Singlebörsen 2019 im Test

6. Die richtige Plattform für Sie

Ob Sie sich nun für eine der vielfältigen Varianten des Online-Datings oder für eine Plattform, die Fans des gleichen Hobbies oder Interesses vereint, entscheiden – liegt ganz in Ihrem gewünschten Ziel.

Unser Lieblingstipp an alle Singles, die es noch nicht so genau wissen, lautet aber: Probieren Sie doch einfach mal drei Singlebörsen und drei Online-Communities oder eine Erotik-Plattform aus. Das Ausprobieren ist auch bei den Singlebörsen völlig kostenlos!

Online-Communities eignen sich für Singles

  • die eh schon in den virtuellen Gemeinschaften zuhause sind,
  • die dort gerne einen Teil ihrer Freizeit verbringen,
  • denen es nichts ausmacht, mit dem "Single"-Status hausieren zu gehen,
  • die nichts bezahlen möchten.

Singlebörsen sind für Singles geeignet sein,

  • die bei der Partnersuche zielstrebig und effektiv vorgehen möchten,
  • die bei der Partnersuche anonym bleiben möchten,
  • die keine Lust haben, ihr Leben ins Internet zu verlegen. 

7. Die Qual der Wahl...

Sie sehen, sowohl Singlebörsen als auch Online-Communities bieten Raum und Möglichkeiten, eine neue Partnerschaft zu finden. Bei einer Online-Community steht das Flirten nie im Vordergrund, sondern ist ein "netter Nebeneffekt". Bei einer Singlebörse sind zumindest ALLE Nutzer auf der Suche (wenn wir mal solche Wisch-Apps wie Tinder außer acht lassen, denn dort ist die Dichte der Ego-Schmuser und Marktwert-Tester recht hoch).

Die letzte Entscheidung liegt also bei Ihnen. Doch mittlerweile gibt es auch Single-Plattformen, die eine Art Hyprid-Form anbieten. Bestes Beispiel ist JOYclub, die sich ja selbst als das Erotik-Facebook bezeichnen. Hier kann man sich zu etlichen Themen im Forum austauschen, gemeinsam Events besuchen und nebenbei noch einen Partner für ein erotisches Abenteuer finden. 

Oder G33kdating.com: Eine Singlebörse für Gaming-Fans, bei der die Nutzer auch eigene Blogbeiträge (ansich typisch für Communities) verfassen kann. 

Testen Sie einfach beide Varianten, wenn Sie die Partnersuche eher gemächlich und sehr locker sehen. Sind Sie jedoch intensiv auf der Suche nach einer neuen Liebe, sind Singlebörsen die bessere Wahl für Sie! 


Wer hat diesen Artikel zum Thema "Singlebörse oder Online-Community" verfasst?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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