Komplizierte Technik verständlich:
So funktionieren die Internet-Partneragenturen

Aktualisiert: 19. April 2018

Falls Sie sich fragen, wo die Partnervorschläge in Ihrem Postfach herkommen, sind Sie hier richtig.

Wir erklären Ihnen in diesem Abschnitt die "Informatik" hinter den Partneragenturen.

Diese Seite gehört zu:
"Technik der Web-Partnervermittlung".

In diesem Teil unseres Partnervermittlung-Dossiers geht es um die Technik der Vermittlungsalgorithmen, die das Herzstück der Angebote darstellen.

Der wesentliche Unterschied zwischen Kontaktanzeigen-Portalen und den Internet-Partneragenturen besteht darin, dass die Singles nicht selbst auf Partnersuche gehen müssen, sondern mögliche Lebenspartner vorgeschlagen bekommen.

Die Gretchenfrage dabei ist natürlich, wie die "möglichen Partner" ermittelt werden. Soviel vorweg: Am anderen Ende sitzt keine nette "Briefkasten-Oma", die den lieben langen Tag lang Fotos und Steckbriefe vergleicht und zusammenwürfelt...

Das "Expertenwissen" des menschlichen Partnervermittlers wurde vielmehr in ein spezielles Computerprogramm verwandelt, das auf paarpsychologischen Theorien basiert.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf das Grundprinzip des Computerprogramms. Die paarpsychologischen Theorien hinter Partneragenturen finden Sie hier:

Wenn Sie weiterlesen, dann werden Sie wahrscheinlich denken: "Ach, wie simpel! Das ist alles?" Leider nicht, denn zum einen wird's knifflig, wenn Sie ein paar Millionen Singles gleichzeitig bedienen müssen, zum anderen besteht die Kunst gerade darin, das psychologische Wissen der "Briefkasten-Oma" in der an sich trivialen Software umzusetzen.

Partneragenturen in Hülle und Fülle:

Technik der Partneragenturen - Teil 1:
Online-Fragebogen und Persönlichkeitsprofil

Wer sich bei einer der Partneragenturen anmeldet, muss zunächst einmal online einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. Dabei werden diverse Daten erhoben, wobei für uns hier folgende Arten relevant sind:

  • Fakten zur Person
    Geschlecht, Postleitzahl, Alter, Größe, ...
  • Harte Wunschvorstellungen
    Suchradius in Kilometern, Alter-von-bis, Größe-von-bis, ...
  • Paarpsychologische Daten
    Ihre Antworten zu diversen Fragen à la "Stehen Sie gerne früh auf?" oder "Sind Sie sparsam?"

Nach dem Test zeigen viele Partneragenturen in Ihrem persönlichen Bereich Ihr Persönlichkeitsprofil an, das die Grundlage für die spätere Partnerauswahl und Partnersuche bildet. Das sieht z.B. so aus (wir haben hier ein Beispiel mit Texten gewählt):

 

Wie kommt der Computer zu Ihrem Profil? Genau so, wie Sie es aus den Tests in Frauenzeitschriften kennen: Punkte zusammenzählen und Ergebnis nachschlagen. Wir erläutern das ganze hier an der Persönlichkeitsdimension "Romantik":

1. Schritt

Ihre paarpsychologischen Daten zu den Fragen...

  • "Zünden Sie abends gern Kerzen an?"
  • "Mögen Sie Sonnenuntergänge?"
  • "Überraschen Sie Ihren Partner gerne mit etwas Kuschligem?"

...werden addiert, wobei sich z.B. der Wert "38%" ergibt.

2. Schritt

Zu der Dimension "Romantik" z.B.  sind im System 10 Textbausteine hinterlegt. Sie bekommen den 30-40%-Baustein:

"Sie sind kein besonders romantischer Typ, aber auch nicht sooo unromantisch. Vielleicht sollten Sie sich in Zukunft ein wenig mehr Zeit und Ruhe für sich selbst nehmen, dann können Sie besser genießen."


Soweit keine Hexerei, gelle? Aber jetzt wird's spannend...

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"Technik der Web-Partnervermittlung".

In diesem Teil unseres Partnervermittlung-Dossiers geht es um die Technik der Vermittlungsalgorithmen, die das Herzstück der Angebote darstellen.

Wer hat dieses Dossier zum Thema "Gute Partneragenturen - so funktionierts" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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