Paarforschung:
Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die seriöse Partnervermittlung-Praxis

Aktualisiert: 19. April 2018

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich die einzelnen Lösungen der verschiedenen Partnervermittlungen unterscheiden.

Parship & Co. haben natürlich unterschiedliche Ansätze bei der Vermittlung von Singles...

Diese Seite gehört zu:
"Paarforschung - Basis der Partnersuche".

In diesem Bereich unseres Partnervermittlung-Dossiers beschreiben wir die wissenschaftlichen Modelle und Studien zur Partnerwahl.

Keine der bedeutenden seriösen Partnervermittlungen im Internet greift 1:1 auf die im vorigen Kapitel vorgestellten Modelle zur Typisierung von Persönlichkeiten bzw. zur Partnerwahl zurück. 

Vielmehr haben sich die Designer der Online-Partnertests in der seriösen Partnervermittlung lediglich von den Vorbildern Jung, MBTI und Big5 insprieren lassen und daraus eigene, weiterreichende Vermittlungsverfahren konstruiert. Dazu wurde i.d.R. auf renommierte Universitäts-Professoren zurückgegriffen.

Die einzelnen Lösungen unterscheiden sich je seriöse Partnervermittlung v.a. in Bezug auf vier Aspekte:

  • Wenn Sie sich bei PARSHIP, ElitePartner & Co. anmelden und den Online-Partnertest durchführen, entdecken Sie zum einen weitere Persönlichkeitsmerkmale (beispielsweise "Emotionalität" oder "Harmoniebedürfnis"), die in die Typisierung einfliessen.
  • Sehr unterschiedlich ist auch die Einbeziehung von "Allerweltseigenschaften" wie "Raucher oder Nichtraucher", "Berge oder Meer", "FAZ oder Süddeutsche", "Stadthaus oder Bauernhof" gelöst.
  • Beim Matching setzen einige seriöse Internet-Partnervermittlungen immer auf "Gleich & Gleich gesellt sich gerne", andere bewerten "kleine Unterschiede" mit dem höchsten Wert usw.
  • Die meisten der seriösen Partnervermittlungen im WWW beschränken sich auf den separaten Vergleich der erhobenen Persönlichkeitsmerkmale, die wenigsten berücksichtigen Interdependenzen (z.B. "Durchsetzungsstarker Mann passt zu durchsetzungsschwacher Frau, sofern Frau großzügig und ausgleichend ist.")
Seriöse Partnervermittlungen:

Das genaue "Kochrezept" bleibt natürlich das gut gehütete Geheimnis der Unternehmen - fast so gut gehütet wie die berühmte Coca-Cola-Formel...

Wir wollen uns einmal das Vermittlungsverfahren von eHarmony.com anschauen, Marktführer in den USA und weit über 250 Millionen Euro Umsatz in 2015:

Partnervermittlung mit eHarmony.com

Die Psychologie hinter dem im Jahre 2000 gelaunchten eHarmony.com stammt aus der Feder von Dr. Neil C. Warren, der relativ fundamentalistische christliche Werte vertritt und sich im früheren Berufsleben gerichtlich mit Tausenden von Scheidungen herumschlagen musste. Sein Schluss: "Gegensätze ziehen sich an... um sich anzugreifen und zu strangulieren!" Daher wird extrem auf Gleichheit geachtet.

Der mit über 250 Fragen durchaus umfangreiche Fragebogen deckt ungefähr 50 Persönlichkeitsbereiche ab - wenn nicht mindestens 50 sehr gut übereinstimmen, erteilt eHarmony.com keine Empfehlung. Zudem kann der Partnersuchende eine Reihe von "Mussfaktoren" notieren, in denen er sebst eine Übereinstimmung für zwingend notwendig hält.

 

Keine seriöse Partnervermittlung im WWW maßt sich übrigens an, "den Traumpartner" zu präsentieren. Sie bekommen grundsätzlich zwischen 10 und 1.000 "gut passende" Kandidaten vorgestellt.

  • Die Partnersuchenden können über Killerkriterien wie "Bitte höchstens 100km entfernt!" ihre Ergebnisse aktiv beeinflussen.
  • Eine seriöse Partnervermittlungen bewertet aktuelle Mitglieder oft höher als "Karteileichen".
  • Auch werden "Bezahler" häufig lieber vorgestellt als "Nicht-Bezahler", da von einer höheren Bindungsbereitschaft ausgegangen werden kann.
  • Oder "Nicht-Bezahler", da man sich erhofft, dass die Mails von Premium-Kunden sie an die Kasse treiben...

Die Vertreter auf dem deutschen Markt "seriöse Partnervermittlung per WWW" warten mit 60 bis 500 Fragen auf Sie. Diese Fragen wurden seit Jahren nicht mehr verändert, denn das würde ja bedeuten, dass alle Bestandsmitglieder nochmal durch den Fragebogen müssten...

Wenn es Sie interessiert, sollten Sie verschiedenen Partnertests und Vermittlungsverfahren einfach mal ausprobieren - es kostet nichts! Hier finden Sie einen seriösen Test über seriöse Partnervermittluneng im großen Vergleich.

Ein Nachsatz zu Partnervermittlungen für Homosexuelle: Hier spielen ganz andere Persönlichkeitsmerkmal eine Rolle, u.a. welche Rolle man einnimmt und wie mit der Homosexualität umgegangen wird ("Coming-Out-Level"). gayPARSHIP z.B. geht darauf gar nicht ein, es wurde einfach der Hetero-Fragebogen genommen...

Was taugen die seriösen Web-Partnervermittlungen denn nun?

Wir haben Ihnen hier jetzt seitenlang die ganze Theorie der paarpsychologischen Vermittlung erklärt. Und nun sagen wir Ihnen unsere Meinung nach über 10 Jahren Beobachtung und machen damit alles kaputt:


Dass die seriösen Partnervermittler im Internet deutlich höhere Erfolgsquoten aufweisen als die Flirtportale, hat in aller erster Linie damit zu tun, dass sie viel TEURER sind!

Das Matching ist zwar ein gutes Verkaufsargument, aber am Ende des Tages versammeln sich bei einer Partnervermittlung für 300 Euro eben viel bindungswilligere Menschen als bei kostenlosen oder günstigen Flirtseiten, wo die Nutzer ganz verschiedenen Absichten haben: Zeitvertreib, Marktwert testen, Sex,...

Wer so viel Geld bezahlt, der sucht WIRKLICH. Und der geht auch zu einem verabredeten Date. Und damit findet dort eben ein größerer Anteil der Singles einen neuen Lebenspartner.

Und das Matching hat - wie auch immer es nun eben funktioniert - die Funktion, dass die Partnersuchenden nicht Millionen von potenziellen Partnern sehen, stundenlang Bildchen gucken und nach dem Zufallsprinzip Kontakte knüpfen, sondern eben eine ganz gut passende kleine Gruppe potenzieller Partner präsentiert bekommen.

Wir vergleichen das gerne mit einem Fussballstadion voll Männer: Eine Frau, die dort hineingeht, ist leicht überfordert. Seriöse Partnervermittlungen setzen die Dame direkt in einen Block mit ganz gut passenden Männern. Das ist der Unterschied.

Und für dieses Blöcke-Bilden kann man letztlich ganz einfache Kriterien heranziehen, insbesondere das Bildungsniveau, das Einkommen und den Altersunterschied (Frau etwas jünger).

Der Rest ergibt sich dann...

Eine genauere Abhandlung des "Was-taugt's?"-Aspekts finden Sie im nächsten Abschnitt:

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Paarforschung & seriöse Partnervermittlungen" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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