Paarforschung in der Theorie:
Wichtige Partnerwahl-Modelle aus der Psychologie

Aktualisiert: 19. April 2018

Jetzt wird es wissenschaftlich. Partnerwahl ist ein interessantes Gebiet, wie Sie gleich lesen werden.

Lesen Sie, was der Vater der modernen Paarforschung zum Thema Partnerwahl zu sagen hat.

Diese Seite gehört zu:
"Paarforschung - Basis der Partnersuche".

In diesem Bereich unseres Partnervermittlung-Dossiers beschreiben wir die wissenschaftlichen Modelle und Studien zur Partnerwahl.

Die Partnerwahl-Modelle, auf denen moderne Partnervermittlungen beruhen, können auf eine relativ lange Tradition zurückblicken und wurden in der wissenschaftlichen Gemeinschaft intensiv diskutiert, überprüft und weiterentwickelt. 

In Abhängigkeit von seinem Schöpfer und dessen Vorerfahrungen bzw. Schwerpunkten haben die verschiedenen Partnerwahl-Modelle eine gewisse Prägung erhalten, wie Sie sehen werden. Dadurch unterscheiden sich die Modelle in Anzahl und Art der inkludierten Persönlichkeitsdimensionen sowie den Prognosen bzgl. der Partnerwahl.

Beginnen wir mit dem Vater der modernen Paarforschung, dem Schweizer Psychologen C. G. Jung:

Jung mag zwar ein genialer Vordenker gewesen sein, seine Aussagen zur Partnerwahl beruhen aber einfach auf seinen ganz eigenen Erfahrungswerten.

Diese Partneragenturen setzen auf Partnerwahl-Modelle:

Der wesentliche Fortschritt in der Thematik der Persönlichkeitstypen, Partnerschaftszufriedenheit und Partnerwahl begann damit, dass Ende der 60er Jahre die US-Psychologen Katharine Briggs und Isabel Myers (Mutter & Tochter) den MBTI entwickelten:

 

Der große Vorwurf gegen den MBTI ist der, dass er zwar empirisch verifiziert wurde, aber immer noch auf die intuitiven Ideen von Jung zur Partnerwahl zurückgeht. So ist immer noch fraglich, ob man sich überhaupt um die "richtigen" Persönlichkeitsmerkmale bei der Partnerwahl kümmert.

Die Wissenschaft einigte sich schließlich Mitte der 80er-Jahre mehr oder weniger darauf, dass man mit 5 Persönlichkeitsmerkmalen eigentlich ganz gut hinkommt. Über diverse Kulturen, Erhebungsmethoden und Sprachen hinweg konnte gezeigt werden, dass das sogenannte "Big5" oder "Fünf-Faktoren"-Modell bei der Partnerwahl ganz gut brauchbar ist: 

 

Dieses sind die wichtigsten Strömungen der Partnerwahl - Theorie. Wer sehr interessiert ist, der kann sich noch mit folgenden Ansätzen auseinandersetzen:

  • Partnerwahl Theorie: Sozionisches Dual
    Hier wird "Beziehung" als "System zweier Menschen" gesehen, die erst aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit zu einer perfekten Symbiose zusammenwachsen. Blöd nur, dass nach Jung gerade die Unterschiedlichkeit enormes Konfliktpotenzial birgt...
  • Partnerwahl Theorie: AMOR - Advanced Matching Of Relationship
    Dieser Ansatz der Partnerwahl wurde 2006 mit Hilfe betriebswirtschaftlicher Scorecards (wie bei der Einschätzung von Kreditrisiken) entwickelt. Durch umfangreiche Datenanalysen wurden die entscheidenden 12 Fragen ermittelt, die bei der Partnerwahl über "Zusammenpassen oder nicht" entscheiden.
  • Partnerwahltheorie: Lebenssäulen
    Das von dem iranischen Arzt Dr. Nossrat Peseschkian entdeckte Prinzip der Lebenssäulen eignet sich dazu, die aktuelle Lebenssituation zu durchleuchten. Die Lebenssäulen behandeln die Bereiche „Sinn/Kultur, Arbeit/Leistung, Körper/Gesundheit, Freunde/Kontakt“ und sollten idealerweise ausgeglichen sein, um ein harmonisches Leben führen zu können.

Wie diese theoretischen Persönlichkeitstypen- und Partnerwahl-Modelle in die Praxis der Partnervermittlung einfließen und in den Online-Persönlichkeitstests wiederzufinden sind, lesen Sie im dritten Teil:

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Partnerwahl-Modelle" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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