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Frauen treffen - vom Rendezvous zum Date

Aktualisiert: 19. April 2018

Wie konnte man eigentlich früher Frauen treffen? Dieser Teil unseres Dossiers zum Dating und Online-Dating berichtet darüber wie sich das heimliche Rendevouz zum lockeren Date entwickelte.

Diese Seite gehört zu:
"Die Entstehung des Dating".

In diesem Abschnitt unseres Dating-Dossiers geht es um die gesellschaftlichen Konventionen bei Blind-Dates im Wandel der Zeit.

1. Frauen treffen bei der Tanzstunde

Zu allen Zeiten versuchten junge Paare, sich gegen den Willen der Eltern zu treffen und dabei auch Intimitäten auszutauschen. Der Unterschied zwischen der heutigen Zeit und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestand aber darin, dass sich heute nur minderjährige Paare (Teenagerpaare) heimlich treffen, während es früher keiner im Elternhaus lebenden jungen Frau möglich war, ohne Wissen der Eltern einen Mann zu treffen. Eine bestimmte Traumfrau zu treffen war also schon eine schwierige Sache.Einfach abends durch die Kneipen ziehen um Frauen zu treffen völlig sinnlos.

Die Auswege für ein Treffen bestanden – je nach Zeitalter – darin, sich vorgeblich bei Freundinnen aufzuhalten, gemeinsam Hausaufgaben zu lösen oder sich heimlich unter dem Schutz einer Gruppe zu treffen.Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein war die Tanzstunde oft die einzige Möglichkeit für ein gezieltes Treffen von Frauen, um intensive Kontakte zwischen den Geschlechtern zustande zu bringen, und erst hier erhielten die Frauen damals ihren „ersten Kuss“.

Man kann sich heute kaum noch vorstellen, wie viele Menschen sich früher „beim Tanzen“ kennengelernt haben, obwohl die „Tanzbodenbekanntschaft“ nicht zu den feinen Formen des Kennenlernens gehörte. In der Regel war es so, dass eine Frau, die drei Mal vom selben Herrn aufgefordert und akzeptiert wurde, mit der Frage rechnete, ob man sich nicht einmal wiedertreffen könne.

Hier kann man Frauen treffen für ein Rendezvous:

2. Frauen treffen auf "Knutschparties"

Die Rendezvous, die aus den Treffen mit einer Frau beim Tanzen daraus entstanden, waren ebenfalls schwierig, denn das Wort „Raum ist in der kleinsten Hütte, aber nicht in derselbigen Stadt für ein glücklich liebend Paar“ galt allenthalben – teils wegen der sittlichen Unmöglichkeit, eine solche Bleibe zu finden, teils aber auch wegen der Gesetzeslage, die dergleichen als „Kuppelei“ brandmarkte.

Man(n) erfand einfach neue Möglichkeiten Frauen zu treffen und behalf sich durch private Partys („Knutschpartys“) oder liebte einander im Freien – meist an Flussufern oder in städtischen Parks, wobei man allerdings ständig durch Spanner gestört wurde.

3. Frauen in der eigenen Wohnung treffen war fast unmöglich

Nur wer das Privileg genoss, eine eigene Wohnung zu haben, die vom Vermieter nicht unmittelbar einsehbar war, konnte Frauen zu Hause treffen, wann und wie er wollte.

Wer nun einwendet, „ja ist denn Sex das Einzige, was die Paare bei einem Treffen wollten?“ verkennt, dass die Paare praktisch gezwungen waren, nach Außen hin eine sexlose Beziehung zu leben, die in „sittlichem“ Umgang miteinander bestand, während ihnen der innere Drang nach sexueller Erfüllung und sich zu treffen, wann immer man wollte, offiziell nicht zugestanden wurde.

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Frauen treffen" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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