1. Frauen treffen bei der
Tanzstunde
Zu allen Zeiten versuchten junge Paare, sich gegen den
Willen der Eltern zu treffen und dabei auch Intimitäten auszutauschen. Der
Unterschied zwischen der heutigen Zeit und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
bestand aber darin, dass sich heute nur minderjährige Paare (Teenagerpaare)
heimlich treffen, während es früher keiner im Elternhaus lebenden jungen Frau
möglich war, ohne Wissen der Eltern einen Mann zu treffen. Eine bestimmte Traumfrau
zu treffen war also schon eine schwierige Sache.
Einfach abends durch die Kneipen ziehen um Frauen zu treffen völlig sinnlos.
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Die Auswege für ein Treffen bestanden – je nach
Zeitalter – darin, sich vorgeblich bei Freundinnen aufzuhalten, gemeinsam
Hausaufgaben zu lösen oder sich heimlich unter dem Schutz einer Gruppe zu
treffen.
Bis weit in die zweite Hälfte des 20.
Jahrhunderts hinein war die Tanzstunde oft die einzige Möglichkeit für
ein gezieltes Treffen von Frauen, um intensive Kontakte zwischen den
Geschlechtern zustande zu bringen, und erst hier erhielten die Frauen
damals ihren „ersten Kuss“.
Man kann sich heute kaum noch
vorstellen, wie viele Menschen sich früher „beim Tanzen“
kennengelernt haben, obwohl die „Tanzbodenbekanntschaft“ nicht zu den
feinen Formen des Kennenlernens gehörte. In der Regel war es so, dass
eine Frau, die drei Mal vom selben Herrn aufgefordert und akzeptiert
wurde, mit der Frage rechnete, ob man sich nicht einmal wiedertreffen könne.
2. Frauen treffen auf "Knutschparties"
Die Rendezvous, die aus den Treffen
mit einer Frau beim Tanzen daraus entstanden, waren ebenfalls schwierig, denn das Wort
„Raum ist in der kleinsten Hütte, aber nicht in derselbigen Stadt für
ein glücklich liebend Paar“ galt allenthalben – teils wegen der
sittlichen Unmöglichkeit, eine solche Bleibe zu finden, teils aber auch
wegen der Gesetzeslage, die dergleichen als „Kuppelei“ brandmarkte.
Man(n)
erfand einfach neue Möglichkeiten Frauen zu treffen und behalf sich durch
private Partys („Knutschpartys“) oder liebte einander im Freien –
meist an Flussufern oder in städtischen Parks, wobei man allerdings ständig
durch Spanner gestört wurde.3. Frauen
in der eigenen Wohnung treffen war fast unmöglich
Nur wer das Privileg genoss, eine eigene Wohnung zu haben,
die vom Vermieter nicht unmittelbar einsehbar war, konnte Frauen zu Hause
treffen, wann und wie er wollte.
Wer nun einwendet, „ja ist denn Sex das Einzige, was die Paare bei einem
Treffen wollten?“ verkennt, dass die Paare praktisch gezwungen waren, nach Außen
hin eine sexlose Beziehung zu leben, die in „sittlichem“ Umgang miteinander
bestand, während ihnen der innere Drang nach sexueller Erfüllung und sich zu
treffen, wann immer man wollte, offiziell nicht zugestanden wurde.
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