Bundesregierung warnt:
Dating-Apps erhöhen Krankheitsriskio

Veröffentlicht: 24. April 2016

Die Benutzung des Smartphones und Dating-Apps erleichtern die Kontaktaufnahme zu anderen Flirtbereiten ungemein. Vor allem Dating-Apps wie Tinder, die vor allem zum Finden neuer Sexualpartner genutzt werden, bergen jedoch eine große Gefahr. Das Gesundheitsministerium brachte nun einen Report mit aktuellen Zahlen zu Geschlechts- und Infektionsfällen heraus.

Dating-Apps und soziale Netzwerke haben die Art der Kontaktaufnahme verändern und erleichtert. Im Idealfall geht der offene Umgang mit vielen Sexpartner mit einer Sensibilität hinsichtlich einer größeren Vorsicht bei der Verhütung einher. Verhütung von Schwangerschaften und Verhütung von Krankheiten. Dies scheint jedoch nicht so zu sein.

Herausforderung im Kampf gegen Sexkrankheiten

Der Report des Gesundheitsministeriums beschäftigt sich neben den aktuellen Zahlen von Betroffenen auch mit der möglichen Eindämmung von Hepatitis B und C, HIV und weiteren Infektionen, die durch Sex übertragen werden können.

Anhand der Zahlen kann man unter anderem feststellen, dass die Zahl der HIV-Neuinfizierten 2014 mit knapp 3.000 konstant blieb.

Bei Syphilis sieht das schon ganz anders aus: So hat die Quote bei Syphilis zwischen 2009 und 2014 verdoppelt. Seit 2001 ist die Rate sogar um das 6fache gestiegen. Interessant dabei: die Zahlen der an Syphilis infizierten Frauen ist konstant niedrig geblieben. 

auswertung Syphilis

Hepatitis B und C schlugen mit 2.300 bzw. 5.800 Neuinfektionen zu Buche.

Ursachen des Anstiegs

Die steigende Mobilität, verführerisch günstige Angebote in Tattoo- und Piercing-Studios, die nicht den nötigen Standards der Hygiene entsprechen und die unzureichende Aufklärung bzgl. Geschlechtskrankheiten und entsprechender Impfmöglichkeiten sind neben dem leichteren Zugang zu wechselnden Sexpartnern Ursachen für die Steigerung der Infektionen.

Der Anstieg des Konsums von Partydrogen ist ein weiterer Faktor, der sich auswirken kann. Gerade Speed und Crystal Meth hat eine völlig neue Gruppe von Drogenkonsumenten geschaffen.


Durch den Konsum dieser Drogen werden sowohl das Sexual- 
als auch das Schutzverhalten beeinflusst.

Gegenmaßnahmen des Bundesministeriums

Das Ministerium wird Ansätze zur Prävention, Testung und Diagnostik bündeln und so die Versorgung der Patienten insgesamt verbessern.


Zusammen mit den Bundesländern, Verbänden und Selbsthilfeorganisationen können wir so HIV, 
Hepatitis B und C und andere sexuell übertragbare Krankheiten noch wirksamer bekämpfen.

Doch nicht nur innerdeutsch möchte die Regierung mehr Aufmerksamkeit in Präventionsmaßnahmen stecken. So ließ der Report verlauten, dass bei der Bekämpfung von HIV und AIDS bereits beachtliche Erfolge für Millionen Menschen weltweit erreicht wurden. 

Quelle: www.deutsche-apotheker-zeitung.de

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