Von Adam & Eva bis heute:
Der Seitensprung im Wandel der Zeit

Aktualisiert: 19. April 2018

Als kleinen Einstieg in unser Seitensprung-Dossier haben wir für die historisch Interessierten unter unseren Lesern in diesem Artikel die Geschichte und den Wandel des Seitensprung unter verschiedenen Aspekten beleuchtet.

Diese Seite gehört zu:
"Der Seitensprung im Wandel der Zeit".

In diesem Bereich unseres Seitensprung-Dossiers geht es um die historische Entwicklung und die Moralvorstellungen.

Die Seitensprung-Geschichte:
Die erotische Affäre von damals bis heute

Als man noch das Wort "Unzucht" (nach der biblischen Definition "Du sollst nicht ehebrechen"="du sollst nicht unzüchtig sein") für außereheliche Beziehungen und eine erotische Affäre verwendete, galten die Beziehungen zum niederen Dienstpersonal weder als verwerflich noch als Seitensprünge, weil diese ja zum Besitz des Gutsherrn gehörten. 

Der Religionsstifter Moses gibt ein Beispiel dafür: "Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat" - vom eigenen Personal ist nie die Rede. Die Herrschaft musste also keinen Ehebruch begehen, um erotische Affären zu haben - sie konnte sich am Gesinde nach Belieben bedienen.

Legitimierte Affären

Eine weitere Möglichkeit in alten Zeiten, die den Fürsten offen standen, waren "Ehen zur Linken", die überwiegend um der Wollust willen geschlossen wurden. Neben diesen festen Beziehungen konnten sie aber auch auf weibliche Bedienstete und notfalls auch auf Bauernmädchen zurückgreifen, die ja ebenfalls zu ihrem "Eigentum" gehörten. Wer besondere erotische Freuden wollte, musste sich Konkubinen (Beischläferinnen) gegen Geld halten oder sich die Gunst der Kurtisanen erkaufen - die teuersten von ihnen wurden "Kokotten" genannt.

Auch früher schon (ab dem 16. Jahrhundert verbürgt) gab es bereits verheiratete Frauen, die eine Beziehung zu unverheirateten Männer unterhielten, allgemein sprach man dann von "Hörner aufsetzen" und dem Betrogenen als ein "Hahnrei".

Seitensprung schnell und einfach:

In bürgerlichen Zeiten wurde die Ehe sehr ernst genommen. Wer eine außereheliche Beziehung zu einer ledigen oder verheirateten Person unterhielt, hatte eine "Affäre" mit ihr - ein Lieblingsbegriff der bürgerlichen Welt. Gegen Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dann von "Freundinnen" oder "Geliebten" gesprochen, wenn erotische Beziehungen gemeint waren - das Wort "Affäre" blieb aber weiterhin in Gebrauch.

Eine Affäre kann teuer sein

Eine  Affäre dieser Art musste man sich als Mann leisten können - denn war die Geliebte oder Freundin ledig, so musste man ihr ein Minimum an Unterhalt zahlen, wofür sogar die sexuelle "Treue" erwartet wurde.

Bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Frauen wegen solcher Affären geächtet - keine "ehrbare" Frau durfte zugeben, in einen "Seitensprung" verwickelt zu sein, gleich, ob sie ledig, verheiratet oder sogar geschieden oder verwitwet war. Erst mit dem Beginn der Frauenemanzipation in den 70er Jahren wagten vereinzelt Frauen zuzugeben, dass sie fremdgehen, sie die Geliebte eines Mannes waren oder selbst Liebhaber hatten.

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Seitensprung-Geschichte" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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