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Die Geheimsprache der Bekanntschaftsanzeigen entsteht: Der Anzeigencode
Dabei war die neue Anzeigenform der Alten recht ähnlich: Man annoncierte in der Wochenendausgabe seiner Regionalzeitung oder in einer überregionalen Zeitung in der Rubrik "Bekanntschaften", vorzugsweise dann in der „ZEIT“. Für die Wortwahl galten ähnlich strenge Regeln wie zuvor: Erotische Wünsche wurden offiziell nicht gestattet und mussten deshalb verschlüsselt werden, was zum „Kontaktanzeigen-Code“ führte, der viele bunte Blüten trieb.
Im 20. Jahrhundert erlebte die Heiratsanzeige sowohl Blüten wie auch Abstürze – denn das Bürgertum war spätestens nach dem Ersten Weltkrieg (1917) nicht mehr das, was es zuvor war: man spielet sich selbst, imitierte den Adel, ohne wirklich mit ihm gleichziehen zu können und verlor vor allem durch die Inflationen nach dem ersten und Zweiten Weltkrieg erheblich an Geld.
Auch gleichgeschlechtliche Kontakte, insbesondere bei Männern, waren nicht gestattet – homosexuelle Frauen konnten aber auf die Sparte „Verschiedenes“ abwandern, wo man dann ohne Weiteres „eine geneigte Freundin für eine moderne Freundschaft“ finden konnte.
Bekanntschaftsanzeigen sind nicht nur bei homosexuellen Singles beliebt
Bekanntschaftsanzeigen wandelten sich schnell, als in vielen Städten kostenlose Wochenzeitungen aufkamen, die
Anzeigen für Bekanntschaften
erstens billiger und zweitens nicht ganz so restriktiv anboten.
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