Frau Hübner, in unseren
bisherigen Interviews haben wir mit den Machern der großen
Massen-Singlebörsen gesprochen. Ihre Partnervermittlung
moms-dads-kids setzt hingegen auf eine ganz spezielle Gruppe in der
Bevölkerung: Die Alleinerziehenden oder "halben Familien",
wie Sie sagen.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Durch meine persönliche Erfahrung und bei Beobachtungen im
freundschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld stellte ich immer
wieder fest, daß sogenannte "Alleinerziehende" liebend gern
wieder eine harmonische Beziehung eingehen würden, die Möglichkeiten
des Kennenlernens aber sehr eingeschränkt sind. Leider mangelt es oft
an Zeit und Geld.
Auch bei vielen anderen
Kontaktanzeigen-Portalen kann man in der Mitgliederkartei gezielt nach
Singles mit Kind suchen bzw. als Alleinerziehender inserieren. Was
haben Sie diesen Seiten voraus? Oder anders gefragt: Warum sollte der
oder die Alleinerziehende lieber zu Ihnen kommen?
Menschen in dieser Lebenslage sind häufig verunsichert und dankbar
für eine individuelle menschliche Beratung und Betreuung. Darum
versuche ich nach besten Kräften zu helfen. Ich verwende viel
Aufmerksamkeit darauf, daß die Seriosität gewahrt wird und dass sich
"meine" Mitglieder wohl fühlen bei moms-dads-kids.
Wie viele
Alleinerziehende leben denn ungefähr in Deutschland?
Den statistischen Erhebungen nach sind es ca. 2 Millionen Menschen.
Muss man überhaupt ein
Kind haben, um bei moms-dads-kids Mitglied zu werden?
Absolut nein - jedoch sollte Familiensinn und der Wunsch, ein
familiäres Leben führen zu wollen gegeben sein.
moms-dads-kids ist wohl
die Kennlern-Seite im Internet mit dem höchsten Frauen-Anteil. Wir
haben über 70% Frauen gezählt. Andere Singlebörsen beneiden Sie
darum. Aber wo sind die Männer? Trauen die sich nicht?
Sich nicht trauen, würde ich es nicht nennen, sondern die
"Teilzeitväter" fühlen sich oft nicht als der
alleinerziehende Elternteil. Sehr wohl weiß ich aber, daß sie sich
oft rührend um ihre Kinder in der gemeinsamen Zeit kümmern; und
vergessen wir nicht die finanzielle Verantwortung, die sie zu tragen
haben.
Wir sind erst durch
Zuschriften unserer Besucher auf Sie aufmerksam geworden. Trotz im
Verhältnis zu anderen Singlebörsen recht geringer Mitgliederzahl
scheinen Ihre Mitglieder sehr häufig "das große Glück"
bei moms-dasds-kids zu finden. Wie erklären Sie sich das?
Noch klein - aber wir sind fein und täglich wird die Zahl der
Gleichgesinnten größer. Interessierte Menschen, die sich auf der
Seite moms-das-kids anmelden, haben ernsthafte Absichten und nicht das
schnelle Date im Sinn.
Wissen Sie etwas über
Ihre Erfolgsquote? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei
moms-dads-kids die andere Hälfte der Familie zu finden?
Diese Frage ist nicht absolut mit Zahlen zu beantworten, jedoch die
vielen Briefe von glücklichen Paaren zeigen uns, daß wir auf dem
richtigen Weg sind.
Zu Ihnen - wann sind Sie
mit moms-dads-kids an den Start gegangen und was haben Sie vorher
gemacht?
Ich war 16 Jahre in der Klassischen Partnervermittlung tätig, und
habe mich seit "2000" ganz und ausschließlich den
moms-das-kids verschrieben.
Dass jemand
"weiblich und so reich an Jahren" sich im Internet versucht
und damit auch noch eine Menge Erfolg hat, ist nicht gerade typisch
für die Singlebörsen-Branche. Dort sind ja eher junge Männer am
Werk. Wie sehen Sie das? Und machen Sie alles ganz alleine?
Nur weil ich weiblich und reich an Jahren bin, heißt daß noch lange
nicht, daß ich mich nicht an neue Wege heranwage. Und für die
technischen Dinge, die der Umgang mit dem Internet mit sich bringt,
frage ich gern die - auf diesem Gebiet - hochqualifizierten jungen
Männer.
Wie viel Zeit stecken Sie
pro Woche denn etwa in moms-dads-kids?
Manchmal denk ich: All meine Zeit! Jedenfalls ist es sehr viel.
Und können Sie davon
einigermaßen leben?
Es ist nicht jede Arbeit in "Heller & Pfennig"
aufzuwiegen. Alles im Leben hat seinen Preis. Wenn eine renommierte
bekannte Zeitschrift mich unter die"100 erfolgreichsten Frauen
des Jahres 2003" eingereiht und bewertet hat, so spricht diese
Tatsache für sich und ist mir eine Freude, die mit Geld allein nicht
zu bezahlen ist.
Sind Sie eigentlich
selbst bei moms-dads-kids eingetragen?
Wie Sie ja vorhin schon feststellten, bin ich reich an Jahren und dazu
fünffache Großmutter. Ich bin also auf beratendem Posten besser
bestellt und bin dabei sehr zufrieden.
Zum Schluss unsere
Standard-Frage: Wo sehen Sie moms-dads-kids in 5 Jahren?
Ganz oben als die Adresse für Menschen, die nicht mehr allein sein
möchten und für die Kinder eine große Bereicherung darstellen.
Frau Hübner, vielen Dank für das Gespräch!
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