Studie zeigt:
Hauptgrund für Scheidungen?

Veröffentlicht: 24. November 2021

Es gibt kaum eine Partnerschaft, in der immer Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Ob nun simple Diskussionen über Urlaubsziele oder die Hausarbeit, meist finden Paare einen Kompromiss, mit dem beide zufrieden sind. Es ist schwierig und auch natürlich nicht immer einer Meinung zu sein. Doch es scheint eine Meinungsverschiedenheit zu geben, die die Scheidungswahrscheinlichkeit erhöht.

Eine Studie der Forscher der University of California in San Diego beschäftigte sich mit dem Thema und wertete dazu Daten aus, die zwischen 2004 und 2017 erhoben wurden. In diesem Zeitraum erhielt 5.300 Paare aus Deutschland jedes Jahr einen Fragebogen, der unterschiedlichste Themen behandelte. Sie wurden u.a. gefragt, wie risikofreudig sie sind – sowohl im beruflichen als auch privaten Rahmen.

Nachdem die Forscher dann die Daten von Merkmalen wie kulturelle Hintergründe, Religionen, Bildungsniveau bereinigt hatten, stellten sie fest, dass Risikopräferenzen ausschlaggebend für eine Beziehung sind. 


Unterschiede beim finanziellen Risiko verdoppeln die Scheidungswahrscheinlichkeit.

Das Ergebnis erläutert

Ein häufiger Grund für eine Scheidung ist der Streit über Finanzen. Allerdings geht Marta Serra-Garcia, PhD, außerordentliche Professorin für Wirtschaft und Strategie an der Rady School und Autorin der Studie, davon aus, dass die Unterschiede bei der Risikoeinstellung erst diese Streitigkeiten hervorrufen.


Die Risikoeinstellung bestimmt die Investitionsentscheidungen, wie z. B. die Wohnsituation der Familie. Wenn Ehepartner unterschiedliche Risikopräferenzen haben, sind sie sich oft nicht einig über gemeinsame und sehr wichtige Investitionen in der Ehe.

Eine Möglichkeit langfristige Diskussionen zu vermeiden wäre, wenn beide Partner ihre finanziellen Ressourcen zusammenlegen. 

Die Studie zeigte zudem, dass Paare, die ein unterschiedliches Risikobewusstsein bei den Finanzen haben, häufiger kein gemeinsames Haus besitzen oder zögern, wenn es um eine Renovierung ihrer Immobilie geht.

Differenzen nicht immer negativ

Teilen Partner gemeinsame Dinge wie Wohnraum und Essen, ist eine ähnliche Einstellung zu Risiken perfekt für eine harmonische Partnerschaft. Dennoch prallen zwei Einkommensquellen aufeinander und Einkommen ist meist risikoreich. Hier kann es dennoch positiv sein, wenn beim Punkt Einkommen unterschiedliche Risikoeinstellungen vorherrschen. Denn so können die Partner sich gegenseitig "versichern" – jedoch kann das auch wieder zu Spannung in der Ehe führen.

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Die Studie fand außerdem heraus, dass die Risikoeinstellung bei Finanzen sich im Laufe des Lebens verändern kann. Ehepartner werden sich in diesem Punkt immer ähnlicher. So waren Paare, die bei der weltweiten Rezession 2009 vorsichtiger mit ihren Finanzen handhabten, weniger von einer Scheidung betroffen als Vergleichspaare.

Lösungsansätze

Wer bereit ist, die Risikoeinstellung an die Partnerschaft anzupassen, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, nicht geschieden zu werden.Um sich Kummer zu ersparen, sollte man bereits beim Dating bzw. Online Dating auf solche Punkte achten. So der Rat der Forscherin. Sie würde es begrüßen, wenn Online Dating Anbieter Fragen zur Risikopräferenz in ihre Auswertung aufnehmen würden. 


Online-Dating-Websites entwickeln oft Algorithmen, die versuchen, die optimale Übereinstimmung zu finden. Wenn solche Websites Übereinstimmungen zwischen Personen vorschlagen, die sich in ihrer Risikoeinstellung ähneln, könnte das die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sich ein Paar, das sich bildet, in der Zukunft wieder auflöst.

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Quelle: androidkosmos.de

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