Ohne Moos nix los:
Ist Armut ein Datekiller?

Veröffentlicht: 15. Oktober 2021

Hat der finanzielle Status eines Singles Einfluss auf die Partnersuche und kann Armut ein Hindernis beim Online-Dating darstellen? Diesen Fragen ging nun eine Umfrage der Singlebörse Gleichklang.de nach und vor allem bei den Geschlechtern gibt es große Unterschiede. 

Damit die Studie aussagekräftig ist, wurden 1.032 Gleichklang-Mitglieder befragt. In der Studiendefinition wurden Singles, die nur ein Hartz-IV-Budget zur Verfügung hatten, als mittellos deklariert. 


73 Prozent der weiblichen Singles würde einen mittellosen Partner ablehnen. Bei den Männern sehen dies nur 32 Prozent so.

Interessanterweise entwickelte sich das eigene Einkommen im Laufe der Studie als wichtiger Einflussfaktor. Je mehr die Befragten verdienten, desto geringer wurde die Akzeptanz einem mittellosen Partner gegenüber. Bildung, Alter oder sexuelle Orientierung hatten keine Auswirkungen auf die Antworten.

Allerdings sagten 65 Prozent der Umfrageteilnehmer, die eigentlich strikt gegen eine Partnerschaft mit einem mittellosen Single sind, dass es immer auf die einzelne Person an.

Die Hauptvorbehalte 

Im Grunde zeigten sich fünf Hauptvorbehalte gegen eine Partnerschaft mit einem mittellosen Single.

  • Wunsch nach einem finanziell unabhängigen Partner
  • Befürchtung von Persönlichkeitsdefiziten
  • Sorge um Macht-Ungleichgewicht in der Partnerschaft
  • Angst vor finanzieller Ausnutzung
  • Verweis auf die eigene Schuld an der Mittellosigkeit

76 Prozent der Befragten wünschen sich eine Beziehung mit einem soliden Partner. Mit Singles, die nicht selbst schuld an der Mittellosigkeit sind, würden 65 Prozent eine Beziehung nicht ausschließen.

Die Hälfte der Befragten fürchtet bei zwei Menschen, die nicht über eine ausgeglichene finanzielle Basis verfügen, ein ungünstiges Machtgefälle. 36 Prozent treibt sogar die Angst vor finanzieller Ausnutzung oder erhöhte Belastungen bei ihren Antworten.

Unterschiede bei den Geschlechtern

Bei diesem Thema scheinen vor allem die Frauen mehr Vorbehalte zu pflegen als die Männer.

So wünschen sich 69 Prozent der Frauen einen finanziell unabhängigen Partner, bei den Männern hatte diesen Wunsch nur 31 Prozent. 41 Prozent der Frauen befürchtet eher eine ungünstige Verteilung der Macht in einer Partnerschaft bei großen finanziellen Unterschieden, bei den Herren sind das nur 20 Prozent.

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Und auch bei der Frage der Schuld sind die Frauen strenger als die Männer: Hier gaben 61 Prozent der Frauen an, dass es für sie auf die Schuldfrage der Mittellosigkeit ankommt, bei den Männern achten nur 48 Prozent darauf. Knapp 30 Prozent der Frauen hat zudem Sorge, finanziell ausgenutzt zu werden, dass befürchten nur 15 Prozent der Herren.

Allerdings sollten mittellose Menschen nun nicht gleich die Hoffnung auf eine Partnerschaft aufgeben! Es gibt sehr viele Menschen, für die die finanzielle Lage des Gegenübers keine so elementare Frage bildet bei der Partnersuche. Die Studie von Gleichklang.de spiegelt wirklich nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft wider.

Quelle: gleichklang.de

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