Dating in Deutschland:
Neue Flirtregeln und alte Muster

Veröffentlicht: 5. Oktober 2021

Mittlerweile sind Beziehungen auf Augenhöhe in der Gesellschaft normal und Gleichberechtigung wird in vielen Partnerschaften gelebt. Doch wie sieht das beim Dating aus? Sind Flirtpartner heutzutage auf einem Level oder gibt es alte Muster, auf die gern noch zurückgriffen wird? ElitePartner befragte Singles zu ihrem Flirtverhalten und was ihnen wichtig beim Kennenlernen ist.

Um einen guten Schnitt durch die Bevölkerung zur Analyse zu haben, führte ElitePartner die Umfrage mit 1.500 heterosexuellen Singles durch. Es zeichnete sich rasch ab, dass vor allem jüngere Frauen bei der Partnersuche in alte Rollenmuster verfallen. Zum Ärger vieler Männer.

Frauen warten auf den ersten Schritt

Was wie ein altes Klischee klingt, scheint bei vielen Frauen noch immer zum Dating zu gehören:


56 Prozent der weiblichen Singles wartet darauf, dass der Mann den ersten Schritt macht.

Vor allem jüngere Frauen unter 30 erwarten, dass der Mann die Initiative startet. In dieser Altersgruppe waren es 72 Prozent, die noch immer dieses alte Muster beim Dating pflegen. 

Je älter die Frauen werden, desto seltener wird der erste Schritt vom Mann erwartet. So sind es bei den 60- bis 69-Jährigen nur noch 35 Prozent.

Diese Erwartungshaltung kommt bei vielen Männern nicht wirklich gut an. 58 Prozent sind davon verärgert, dass Frauen dieses Klischee immer noch erfüllt sehen wollen.

Auch das Thema Rechnung sorgt bei vier von zehn Männern für Verdruss. 86 Prozent der Frauen finden es okay, wenn der Mann die Rechnung selbstverständlich übernimmt. Dem gegenüber stehen 42 Prozent der Männer – über alle Altersklassen hinweg, die es nicht mehr zeitgemäß finden, dass der Mann immer beim Date zu zahlen hat. 

Flirtsignale deuten

Flirtsignale beim Gegenüber zu deuten, ist fast die Königsklasse beim Dating. Hier herrscht unter deutschen Singles wohl eher Verwirrung. So gaben 34 Prozent der Frauen und 54 Prozent der Männer an, dass es ihnen schwerfällt, Signale zu deuten. Dieser Wandel kann daran liegen, dass es mittlerweile recht unterschiedliche Vorstellungen bei der Rollenverteilung gibt. Während 60 Prozent der Männer auf Frauen stehen, die lieber offensiv beim Flirten sind, sind es nur 42 Prozent, die Frauen bevorzugen, die eher zurückhaltend beim Flirten sind. 

Auf der anderen Seite steht nun jede vierte Frau unter 30 Jahren, die sich beim Dating und Flirten zurücknimmt, um bewusst lieb zu wirken. Im Glauben, dass ein Großteil der Männer das anziehend findet. 

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner dazu:


Ein modern-liberales Geschlechterverständnis trifft auf traditionell-konservative Vorstellungen davon, was Männer und Frauen beim Kennenlernen und in Beziehungen voneinander erwarten. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert. Nachvollziehbar, wenn vor allem jüngere Frauen auf sicherheitsorientierte Muster bei der Partnerwahl setzen und Männer den ersten Schritt machen lassen.

Junge Frauen wollen gefühlvolle Männer

Zwar sucht jeder in einer Partnerschaft eine starke Schulter, aber Machos sind bei Frauen nicht angesagt. 41 Prozent der Frauen bevorzugt Männer, die auch mal zeigen können, dass sie jemanden zum Anlehnen brauchen. Bei den jüngeren Frauen bis 30 Jahre sind das mit 56 Prozent mehr als die Hälfte.

Doch auch die Männer mögen es, wenn eine Frau ihre weiche Seite zeigt. 57 Prozent schätzen die Eigenschaft an einer zukünftigen Partnerin. 

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Kompromisslos sind junge Frauen, wenn es um ihre Karriere geht. Da wünschen sich 71 Prozent einen Partner an der Seite, der sie vollkommen unterstützt. In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen erwarten das nur noch 42 Prozent.

Allerdings finden 24 Prozent der Single-Männer karrierebewusste Frauen nicht anziehend. Jeder vierte Mann unter 40 Jahren achtet bei der Partnersuche darauf, ob die Frau nach einer Familiengründung sich voll und ganz um die Kinder kümmern würde. 25 Prozent der Männer ist jedoch anderer Meinung und lehnt eine Partnerin, die komplett in der häuslichen Rolle aufgehen würde, ab. Frauen sind bei dieser Frage recht entspannt, nur 10 Prozent finden einen sehr häuslichen Mann nicht interessant.

Quelle: elitepartner.de

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