Altmodisch oder modern:
Geld ein Tabuthema in Beziehung?

Veröffentlicht: 19. März 2021

Für viele Deutsche ist Geld und die eigenen Finanzen in vielen Bereichen immer noch ein Tabuthema. Doch wie sieht das in Partnerschaften aus? Welche Erwartungshaltung haben Partner bei diesem Punkt. Welche Erfahrungen wurden bereits in der Beziehung mit dem Thema Finanzen gemacht? Diesen Fragen ging jetzt eine neue Erhebung nach.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov wurde von der Plattform Weltsparen beauftragt, eine repräsentative Erhebung unter 2.000 Personen aus Deutschland durchzuführen. Erstaunlicherweise sehen 85 Prozent Transparenz bei den Finanzen auch als Eckpfeiler der Partnerschaft an. Lediglich 23 Prozent behalten ihre finanzielle Lage lieber geheim. 

Wann redet man über Finanzen?

Beim ersten Date reden nur die Wenigsten (4 Prozent) über Geld und finanzielle Situation. Jeder zehnte bespricht das Thema vor dem ersten Urlaub, der gemeinsam geplant ist. 
Interessanterweise scheinen vor allem die Jüngeren wissbegieriger beim Thema Finanzen zu sein. In der Altersgruppe 18 – 24 Jahre unterhielten sich 8 Prozent der Umfrageteilnehmer über Finanzen. Zum Vergleich interessierte sich nur 1 Prozent der Altersgruppe über 55 für Geld als Thema beim ersten Date.


Hose runter beim Zusammenziehen: Für 29 Prozent ist das gemeinsame Wohnen ein Grund, über Finanzen zu sprechen.

Nur 6 Prozent warten bis zur Heirat mit dem Thema und für 5 Prozent wird Geld erst bei der Familienplanung relevant. Wie wichtig ist gemeinsame Finanzplanung?Für 82 Prozent der Umfrageteilnehmer ist es wichtig, dass sie innerhalb einer Beziehung finanziell unabhängig sind. Frauen achten mehr darauf als Männer (86 Prozent zu 77 Prozent).

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Der Mehrheit (76 Prozent) ist bewusst, dass eine gemeinsame Finanzplanung wichtig ist für eine langjährige, erfolgreiche Partnerschaft. 90 Prozent der Befragten möchte in finanziellen Fragen mit dem Partner übereinstimmen. 

Eine gute Kommunikation in der Partnerschaft zahlt sich immer aus – auch wenn es um das Thema Finanzen geht, schließlich zählen Finanzangelegenheiten zu den häufigsten Streitgründen.

Hilft Geld bei der Partnersuche?

Bei der Erhebung sprachen sich nur 15 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen dafür aus, dass sie einen Partner wünschen, der mehr Gehalt als sie nach Hause bringt. Somit spielt der finanzielle Hintergrund - zumindest in die Plus-Richtung - keine große Rolle. Anders sieht es da beim Thema Schulden aus. Hier wünschen sich sechs von zehn Teilnehmern einen Partner ohne Schulden. 

Die große Mehrheit (71 Prozent) legt Wert auf eine finanzielle Fürsorge und, dass man innerhalb der Partnerschaft auch in finanziellen Dingen füreinander da ist.

Wer die Kosten einer etablierten Partnervermittlung nicht scheut, erhöht natürlich ebenfalls seine Chancen auf eine Partnerschaft

Wer die Kosten einer etablierten Partnervermittlung nicht scheut, erhöht natürlich ebenfalls seine Chancen auf eine Partnerschaft. Bei den beliebtesten Anbietern können Sie auch einiges kostenlos machen:

So sprechen Sie mit Ihrem Partner über Geld

Das Thema Finanzen kann sich rasch zu einem unbeliebten Gesellen der Partnerschaft zu entwickeln. Wichtig ist dabei, offen und behutsam das Thema mit dem Partner anzugehen. 

Sowohl beim familiären als auch beruflichen Background können sich die Standpunkte in einer Beziehung unterscheiden. Vielleicht entscheiden Sie sich im ersten Schritt auf etwas Gemeinsames zu sparen. Ein Urlaub oder ein Sofa. Gemeinsame Ziele verbinden.

Wer jedoch verschuldet ist, sollte auch mit offenen Karten spielen. Vor allem zu Beginn einer Beziehung ist dies ein Vertrauensbeweis und schützt vor unangenehmen Situationen. 

Quelle: rnd.de

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