Ist das zu hart?
Bumble: Verbot von Indoor Bikinifotos

Veröffentlicht: 3. Januar 2021

Bei Online Dating trifft man – sofern man sich nicht auf Plattformen für die ernsthafte Partnersuche wie Parship bewegt – ab und an auf nackte Tatsachen bei den Profilbildern. Vor allem Dating Apps wie Tinder sind bekannt für weibliche Bikinifotos und Oben-ohne Selfies der Männer vor Spiegeln. Bumble sagt nun ganz klar: Bikinifotos nur draußen!

Die Dating App Bumble möchte, dass ihre Nutzerinnen nur noch Bikini- und Dessousfotos unter freiem Himmel hochladen. Bilder, die im Inneren aufgenommen werden, werden gelöscht.

Irritierendes Vorgehen?

Aufgefallen war die Richtlinie als eine kalifornische Künstlerin ein entsprechendes Foto hochgeladen hatte und dieses vom Dienst wiederholt gesperrt wurde, da es den Richtlinien nicht gerecht wurde.

Auf dem Foto trägt die Nutzerin ein Bralette, ein blickdichtes schwarzes Oberteil, das bauchfrei ist. Also absolut jugendfrei und auch nicht anzüglich. Die Nutzerin ist über diese Reglementierung erstaunt, denn eigentlich wirbt Bumble damit, Frauen die Kontrolle beim Dating zurückzugeben. 

So begründet Bumble seine Entscheidung

Die Kalifornierin schrieb den Kundenservice an und erhielt zuerst nur die Aussage, dass Fotos in Unterwäsche in der App nicht erwünscht sind und deshalb entfernt werden. 

Auf weiteres Nachharken erhielt sie als Antwort, dass bei Bumble zwar Bikinifotos akzeptiere, allerdings müssen diese draußen aufgenommen sein.


Bumble erlaubt durchaus Fotos im Bikini oder ohne Shirt, aber wir bitten darum, diese Fotos draußen aufzunehmen. In Innenräumen sieht es zu sehr nach Unterwäsche aus.

Der Kundendienst belegt seine Aussage mit einer Richtlinie aus dem Jahre 2016.

Richtlinie regelt Foto Upload

2016 führte Bumble die Richtlinie ein, nachdem Marktforschungsergebnisse und Nutzerdaten ausgewertet wurden. Die Mehrheit der Singles auf Bumble möchte ohne nackte Tatsachen auf Partnersuche gehen. 

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Deshalb werden seit 2016 oberkörperfreie Spiegelselfies gelöscht. Die Richtlinie bezieht sich jedoch nicht nur auf Männer. Auch Fotos von Singles in Badebekleidung oder Unterwäsche in Innenräumen sind nicht erwünscht bei Bumble. 

Natürlich sind auch weiterhin Bikinifotos erlaubt, allerdings müssen diese an einem natürlichen Setting (Strand, Pool, Garten) entstanden sein.

Kann man schummeln?

Eher nein, denn Bumble ist sehr aufmerksam und hat gute Filter eingebaut. Die Künstlerin probierte Fotos hochzuladen, auf denen sie einen Blazer übers Bralette anzog und mehrere Varianten, bei denen sie die Hintergründe mit Photoshop bearbeitete. Auch diese wurden abgelehnt.

Man könnte sagen: Gleiches Recht für alle. Denn die männlichen oberkörper-freien Fotos werden ja auch entfernt. Allerdings erwartet man von einer Dating-App, die sich explizit an Frauen richtet, ein bisschen mehr modischen Spielraum. 

Quelle: buzzfeed.com

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