Kaspersky Studie:
Viertel der Deutschen im Netz mit mehr Selbstvertrauen

Veröffentlicht: 13. September 2020

Die Pandemie ist auch eine Herausforderung an Freundschaften und das eigene Selbstvertrauen. Eine aktuelle Kaspersky-Studie brachte nun zu Tage: Vielen Nutzern aus Deutschland fällt es leichter im Internet Freundschaften zu schließen als in der Offline-Welt. Kann trotz Internetbekanntschaften die Einsamkeit über sie hereinbrechen?

Egal ob via Facebook oder anderem sozialen Netzwerk, Dating-App oder Spieleplattform – weltweit lernen Menschen sich im Internet kennen und schließen Freundschaften oder verlieben sich. Unabhängig davon ob sie kilometerweit voneinander entfernt leben. Die Studie des Internet-Cybersicherheitexperten Kaspersky untersuchte jetzt das Verhalten deutscher Nutzer und wie sie ihr Auftreten im Internet werten.

Selbstsicherer als im Kontakt von Angesicht zu Angesicht

Das Internet hat dazu geführt, dass vermehrt Online-Beziehungen, Online-Freundschaften entstanden sind. Großartig! Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass sich dadurch bei vielen das unbewusste Gefühl der Einsamkeit und Isolation verstärkt, weil sie eben dadurch ihre persönlichen Kontakte außerhalb des Netzes reduzieren.

Knapp 31 Prozent der Umfrageteilnehmer gab an, Freundschaften via Online-Foren und sozialen Medien zu pflegen. Im Durchschnitt sind sie 5 Stunden am Tag online. 

Interessanterweise sind 15 Prozent der Befragten folgender Ansicht:


Emotionale Bindungen, die sie im Internet geschlossen haben, sind stärker als die Bindungen, die sie mit Freunden in der Offline-Welt haben.

Eine schwierige Entwicklung, wenn das virtuelle mehr Bedeutung hat als das reale Leben - was sagen Psychotherapeuten dazu?

Kann Technologie emotional abhängig machen?

Kathleen Saxton, Psychotherapeutin und Gründerin von PsychedGlobal, findet grundsätzlich Technologie hilfreich.Videoanrufe und Messenger-Dienste werden oft als Rettungsanker angesehen, die Menschen helfen, sich weniger einsam zu fühlen.

Mehr als 27 Prozent der Deutschen fällt es einfacher sich online selbst darzustellen als im persönlichen Kontakt. 29 Prozent der Teilnehmer gab an, sich in der Virtualität des Internets viel selbstbewusster und kontaktfreudiger zu sein, als wenn sie jemanden neu in der Offline-Welt kennenlernen.


Die Bandbreite der verwendeten Plattformen ist größer geworden und viele fühlen sich selbstsicherer, wenn sie diese nutzen. 

Viele Menschen nutzen Online-Dienste deshalb, um menschliche Interaktion und damit mehr Freude in das eigene Leben zu bringen.

Dieses Verhalten, also das Vertrauen der Menschen in Technologie kann als eine Form von Sucht angesehen werden. Und diese Sucht kann ein Kriterium bei der Verstärkung vorhandener Einsamkeit sein.

Sicherheit im Internet

Man sollte also trotz aller positiven Nebenwirkungen das Internet immer mit Vorsicht genießen. Vor allem da nicht jeder reinen Herzens im Netz unterwegs ist. Natürlich verbessert Technologie das soziale Leben – vor allem zu solchen Zeiten, in denen der persönliche Kontakt aus Sicherheitsgründen verboten ist.

Bei der Fülle an Möglichkeiten – ob App, Foren, Dating Apps – um mit anderen in Kontakt zu kommen oder zu bleiben, sollte man wachsam sein.

Was sollte ich bei der Verwendung beachten?
Sicherer Umgang mit Dating Apps 

Zwar sind viele Dating Apps hilfreich, um neue Leute kennenzulernen. Dennoch gibt es vor allem auf sozialen Medien immer wieder Menschen mit betrügerischen Absichten. Menschen, die man online trifft, müssen in der Realität nicht unbedingt genauso sein wie sie sich im Netz darstellen.

Vor allem Romance Scammer nutzen gern hippe Gratis-Apps, um ein Opfer zu findenBei Dating-Apps, die keinen großen Wert auf Datenschutz oder die Beseitigung von Fake-Profilen legen, sollten Sie sich 3x die Installation überlegen. 

Seien Sie vor allem im Internet immer sehr sparsam mit persönlichen Daten und Informationen und setzen Sie beim Online Dating auf etablierte seriöse Anbieter

Quelle: kaspersky.de

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