Sicherheitsfeature:
Tinder mit Panik Button

Veröffentlicht: 2. Februar 2020

Tinder will das Online Dating mit einer neuen Funktion in seiner Dating-App sicherer machen. Doch wie soll das funktionieren und wann können wir in Deutschland mit dem Feature rechnen?

Wir predigen es seit Jahren: Wer Online Dating nutzt, um neue Leute kennenzulernen, sollte stets auf seine Sicherheit bedacht sein. Trifft man unbekannte Menschen, sollte man sich zuerst in belebten Umgebungen befinden. 


Bloß kein erstes Date im eigenen Zuhause – und auch nicht in der Wohnung des Dates!

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich bei einem Date abzusichern. Tinder führt nun im amerikanischen Raum einen Panikbutton ein, um seine Nutzer vor Gefahren zu beschützen.

Die Idee hinter dem Panikbutton

Tinder beschreibt die neue Funktion als eine Art persönlichen Bodyguard. Wird ein Date oder eine bestimmte Situation unangenehm für Sie und Ihr Sicherheitsgefühl verabschiedet sich, kann jetzt direkt über die Tinder-App ein Alarm aktiviert werden. 

Um die Funktion nutzen zu können, sollte GPS am Smartphone eingeschaltet sein. So kann die Polizei auch den entsprechenden Standort finden.

Blinddate ja unbedingt, aber safe!
Sicherheitstipps fürs 1. Date

Direkter Draht zur Polizei

Kommen Sie während eines Dates in eine unangenehme Situation, betätigen Sie einfach die Panik-Taste. Daraufhin fordert die App Sie auf, einen Code einzugeben. Passiert dies nicht innerhalb einiger Minuten, schickt Tinder eine Text-Nachricht. Wird auf diese Nachricht erneut nicht reagiert, erfolgt ein Telefonanruf.

Können Sie diesen Anruf nicht annehmen oder Sie bestätigen verbal mit einen Ja, dass ein Notfall vorliegt, informiert Tinder automatisch die Polizei sowie entsprechende Rettungskräfte.

Das alles kann Tinder?

Tinder nutzt für dieses Sicherheitsangebot eine amerikanische App namens "Noonlight", die sich bisher als (erfolgreiche) Sicherheitsapp positionieren konnten.

Um mögliche verbrecherischen Absichten direkt zu unterbinden, kennzeichnet Tinder die Nutzerprofile, die die Sicherheitsapp verwenden, mit einem "durch Noonlight geschützt". 

Doch aufgepasst: Wer nun denkt, dass dieses Sicherheits-Feature ja eine spektakuläre Art wäre, ein Date zu beenden, sei gewarnt – der Missbrauch des Notrufs ist auch hier nicht legal und kann teuer werden.

Tinder und die Fakes

Auch im Kampf gegen Fake-Profile will Tinder nun mitmischen. So erhalten Profile, die Tinder als echt bestätigt hat, ein blaues Häkchen, wie man es bislang von Twitter kennt.

Bleibt nur die Frage ob die Tinder-Nutzer, die die App als Sprungbrett für schnelle Seitensprünge gebrauchen, sich verifizieren lassen…

Sicherheit vs Datenschutz

Die nun integrierte Sicherheitsapp Noonlight wurde nur für die amerikanischen Markt entwickelt. Sie entspricht in einigen Punkten nicht den Datenschutz-Vorgaben in der EU. 

Somit bleibt abzuwarten ob Tinder sich für den europäischen Markt für eine andere Lösung entscheidet, sie vielleicht sogar selbst entwickelt oder das Sicherheitsfeature gar nicht in Deutschland eingeführt wird.

Quelle: Tinder.com

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