Miese Tinder Erfolgsquote
Bei Tinder finden sich nur wenige Dates

Veröffentlicht: 19. Dezember 2019

Tinder ist seit 2012 wohl schon bei jedem Single mal installiert gewesen. Tolles Marketing, neuartige spielerische Art und einfache Bedienung. Doch wie gut eignet sich die Single-App, um echte Dates zu finden? Dies untersuchten nun norwegische Forscher.

Auf der Tinder-Webseite verkündet der amerikanische Anbieter, dass jede Woche 1 Million Dates vereinbart und bisher über 30 Milliarden Matches generiert wurden. Doch scheinbar lässt sich diese Erfolgsquote nicht auf europäische Tinder-Nutzer anwenden.

So hoch sind die Chancen in Europa

Forscher aus Norwegen ermittelten im Rahmen einer Studie jetzt die Erfolgsquote bei Tinder. Dafür wurden 269 Tinder-Nutzer befragt, die während der Laufzeit der Studie im Durchschnitt mehr als 100 Matches hatten.

62 Prozent davon waren weibliche Tinder-Nutzer. Aufgrund der Matches kamen jedoch durchschnittlich nur zwei Dates zustande.

Die Forscher leiteten dadurch ab:


Nutzer, die über Tinder einen ONS klarmachen konnten, sind auch in der "freien Wildbahn" dazu in der Lage.

Aber bei 80 Prozent der Umfrageteilnehmer kam es zu keinem One-Night-Stand.

Problem für Männer: Matches 

Im Rahmen der Studie gaben die Nutzer persönliche Erlebnisse preis. Männer haben demnach eine große Hürde bei Tinder – nämlich, dass überhaupt Matches zustande kommen.

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Als Mann ist es schwieriger ein Tinder-Match zu bekommen als eine Frau. Im Durchschnitt haben Nutzerinnen rasch über 100 Matches, Männer liegen weit darunter.

Die nächste Hürde ist der Aufbau einer Konversation. Laut den Teilnehmern bekommt bei weniger als die Hälfte der Nachrichten überhaupt eine Resonanz. 

Problem für Frauen: unangemessene Nachrichten

Der Umgangston ist ab und an ziemlich rau bei Tinder. Frauen berichten nicht selten von anzüglichen Nachrichten ihrer Matches.

Reagieren Frauen daraufhin abweisend, werden die Tinder-Herren gern mal aggressiv und bedrängen Frauen in den Nachrichten.

Tinder Date vereinbart: Juchu?

Okay, Ghosting ist kein reines Tinder-Phänomen, sondern kommt allgemein beim Dating vor. Die befragten Nutzer wurden selbst mehrfach nach Dates geghostet.

Einige Nutzer empfinden die Dating App nur noch als Sammelbecken für neue Instagram-Follower. Richtige Liebe scheint hier nur noch eine klägliche Handvoll zu suchen.

Nur negative Tinder Erlebnisse?

Nein, das wäre unfair zu behaupten. Schließlich kennt jeder ein Pärchen über seine Schwester ihren Freund dessen Bruder, das sich auf Tinder verliebt hat. Aber echte Beziehungen sind wirklich selten.

Wer also wirklich Lust auf eine neue Beziehung hat, sollte seine Chancen beim Online-Dating nicht bei Tinder verschwenden.

Quelle: derstandard.de

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