Polizei greift ein:
Fake-Verdacht bei LOVOO

Veröffentlicht: 8. Juni 2016

Beamte des Landeskriminalamtes stürmten am Mittwoch, den 8. Juni 2016, die Firmenzentrale des Mobile-Dating-App-Anbieters LOVOO in Dresden.

Mit Maschinenpistolen und Rammbock verschafften sich die Beamten Zutritt zu den Büroräumen auf der Prager Straße. Mitarbeiter durften während der Durchsuchung ihr Handy nicht benutzen. LOVOO gegenüber besteht der Verdacht, dass männlichen Nutzer der Mobile-Dating-App gezielt durch weibliche Fake-Profile zu kostenpflichtigen Aktionen verleitet werden sollen.

LOVOO-Gründer im Visier

Die beiden LOVOO-Chefs sollen von der Polizei festgenommen worden sein, sitzen in U-Haft.

Laut Dokumenten, die Journalisten des Computer-Magazins c´t im August 2015 erhielten, sind die Fake-Aktivitäten Ergebnis eines internen Projekts mit dem Namen „Tu Gutes“. Mit „Tu Gutes“ soll LOVOO selbst Profile fabriziert und virtuelle Nutzerinnen angelegt haben, die automatisiert andere Profile auf der Plattform besuchten und im Match-Spiel positiv bewerteten.

LOVOO-Abzocke der männlichen User?

Männliche LOVOO-Nutzer ohne „VIP“-Vertrag bekommen nicht angezeigt, wer ihr Profil besucht hat. Sie sehen lediglich ein unkenntlich gemachtes Bild und einige Buchstaben des Nutzernamens. Ob es sich um eine echte Nutzerin oder ein Fake-Profil handelt, ist kaum erkennbar.

Die Fotos können von dem interessierten User durch Klicks kenntlich gemacht werden. Jeder Klick kostet 20 Credits, was circa 26 Cent entspricht. Nutzern werden für das tägliche Einloggen zwar fünf Credits geschenkt; um ein einzelnes Profil freischalten zu können, müsste ein User allerdings vier Tage lang sammeln.

Aktuell gehört LOVOO in Deutschland noch immer zu den meist installierten Social-Flirt-Apps. Der Live-Radar zeigt Usern an jedem beliebigen Standort mehr oder weniger aktuelle Flirtwillige in der Nähe.   

Quelle: mopo24.de

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