Mehr Infektionen durch Sex Apps?
Das ist dran an den Gerüchten...

Veröffentlicht: 27. Juli 2014

Männer, die sich ihre Sexpartner über eine App suchen, haben ein höheres Risiko, sich mit bestimmten Geschlechtskrankheiten zu infizieren, als Männer, die andere Wege nutzen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Tripper liegt um 23% und bei Chlamydien sogar um 35% höher. Keinen Unterschied gibt es dagegen bei Syphilis und HIV. Dies hat eine Studie in Los Angeles ergeben.

Dating-Apps, Sexkontakt Apps
Mehr Infektionen durch Dating-Apps? Was ist dran am Gerücht?

 

 Sex App Studie

Für die Untersuchung des L.A. Gay and Lesbian Centers wurden insgesamt 7184 schwule und bisexuelle Männer auf sexuell übertragbare Krankheiten (STD) getestet und gleichzeitig zu ihrem Sozialverhalten befragt. Dabei ergab sich kein Unterschied zwischen denjenigen, die jemand aus der Bar oder aus der Disco abschleppen, und denen, die eine normale Dating-Website benutzen. Nur die Nutzer von Dating-Apps zeigten deutlich erhöhte Werte.

Mehr schneller Sex dank Sex Apps

Diesen Unterschied erklären die Forscher mit der Tatsache, dass eine App wie Grindr auf dem Prinzip basiert, Personen in der Nähe aufzulisten, so dass es häufiger und schneller zu einem Date und damit auch zu Sex kommt. Daraus ergebe sich auch ein Verstärkungseffekt: Die App führe gerade die Infizierten wieder zu neuen Kontakten zusammen.

Bessere Prävention bei Sex Apps

Studienleiter Matthew R. Beyer schlägt nun vor, neue Techniken zu entwickeln, um genau diese Zielgruppe bei der Prävention und der Bewerbung von kostenlosen Gesundheitstests zu erreichen: „Die Technologie erlaubt neue Wege für schnellen Sex, Präventionsprogramme müssen nun dieselben Wege nutzen.“ In Amerika gibt es bereits eine App namens Hula, mit der man Orte für einen STD-Test finden und die Ergebnisse mit möglichen Sexpartnern teilen kann.

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Kondome immer besser

Die Experten weisen darüberhinaus aber natürlich darauf hin, dass die Nutzung von Kondomen elementar bei der Krankheiten-Prävention ist. So sei es grob fahrlässig ohne Schutz mit einer Person sexuelle Kontakte zu haben, die man nur über eine Sex App kenne. "Keiner geht damit hausieren, dass er eine sexuelle Ansteckungskrankheit hat", so ein Experte. "Deshalb sollte man sich selbst davor schützen."

      Quelle: inqueery.de

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