iPhone wird Dating-Zentrale

Veröffentlicht: 24. März 2009

Das Geschäft mit der Suche nach der großen Liebe kann künftig über das iPhone oder andere Smartphones abgewickelt werden.

Das iPhone entwickelt sich zu einer Partnersuche- und Datingplattform. In den USA bringen derzeit immer mehr Online-Datingportale eigene Applikationen für das Apple-Handy und andere Smartphones auf den Markt. Die internationale Partnersuchseite Match.com startet beispielsweise eine eigene iPhone-Applikation für seine rund 15 Millionen Mitglieder, berichtet der Technologie-Blog Techcrunch. Damit sollen die Nutzer die Möglichkeit haben, jederzeit und an jedem Ort nach der großen Liebe suchen zu können. Die Applikation erlaubt das Editieren der Userprofile, den Upload von Photos und verfügt über eine Zusatzfunktion, die den jeweiligen Aufenthaltsort lokalisieren und anderen Nutzern anzeigen kann.

Vor allem die Lokalisierungsfunktion scheint den Nutzern einen Mehrwert zu bieten. Denn dadurch können potenzielle Partner in der direkten Umgebung ausfindig und ein Kennenlernen leichter gemacht werden. Der Markt für ortsbezogene Datingservices für Smartphones ist vorhanden. Das belegt auch das lokale Social Network Skout. Skout brachte im Januar seine erste iPhone-Applikation auf den Markt, die es ermöglicht, ortsbezogen auf Partnersuche zu gehen. Bis zur Veröffentlichung des mobilen Dating-Angebots definierte sich die Plattform als herkömmliches soziales Netzwerk. Mittlerweile konzentriert sich Skout darauf, die erste iPhone-Applikation in dem Bereich angeboten zu haben und definiert sich in erster Linie als mobiler Datingservice.

Skout prognostizierte bereits im Januar, dass ortsbezogene Partnersuchdienste für Smartphones künftig erfolgreicher sein würden als das herkömmliche Angebot der großen Dating-Plattformen. Nachdem nun auch Match.com auf den Zug aufgesprungen ist, scheint jedenfalls ein Trend in diese Richtung gesetzt zu sein. Erste mobile Aktivitäten gab es von der US-Plattform bereits im Jahr 2007.

In Europa bleibt noch alles beim Alten
Heimische Partnersuchplattformen gehen weitgehend den klassischen Weg und beschränken sich auf Online-Angebote auf ihren Webseiten. Das Thema mobile Dienste sei zwar grundsätzlich nicht völlig uninteressant, Aktiviäten in diese Richtung gebe es jedoch nicht, heißt es beispielsweise seitens der Online-Partnerbörse Parship. "Bei internen Erhebungen hat sich auch gezeigt, dass solche Angebote für die User derzeit gar nicht wirklich relevant sind", so das Unternehmen. Die Mehrheit bevorzuge es, sich zuhause Zeit zu nehmen und sich mit der Partnersuche zu beschäftigen als auf die Schnelle von unterwegs aus.

Quelle: kurier.at

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