Online-Dating-Nutzer verärgert über Karteileichen und Fakes
Hohe Kundenzufriedenheit wird nur durch wenige Kritikpunkte getrübt

Veröffentlicht: 28. Juli 2006

Hamburg, 28. Juli 2006 - Wie zufrieden sind Online-Dater eigentlich mit den Singleportalen?Wo sehen sie Verbesserungsbedarf? Diese Fragestellungen wurde in der Studie "Der Online-Dating-Nutzer" erstmalig systematisch untersucht.
Ergebnis: Viel Licht - aber auch Schatten...


Wie die kürzlich veröffentlichte Studie "Der Online-Dating-Nutzer 2005" ergab, fanden erstaunliche 43,8% der Online-Dater via WWW den Weg in eine neue Partnerschaft. "Daher", so Henning Wiechers, Geschäftsführer von singleboersen-vergleich.de und Initiator der Studie, "ist es nicht verwunderlich, dass 56,1% der Kunden sich überwiegend zufrieden zeigen, während nur 12,2% explizit ihre Unzufriedenheit mit Online-Dating-Services betonen.

Die Partnersuche im Internet wurde von den führenden Unternehmen während der letzten vier Jahre systematisch in eine kostenpflichtige Dienstleistung umgewandelt. Wiechers: "Die Online-Dating-Gemeinde freut sich deshalb nicht nur über neue Partnerschaften, sondern weist aus ihrer Kundenperspektive heraus auch explizit auf Defizite hin."

In der Mängelliste der User führen Karteileichen und Fakes

Zu den am häufigsten genannten Kritikpunkten an Singleportalen gehören:

  • zu viele Karteileichen (53,4%)
  • zu viele Fakes (49,4%)
  • zu wenig erhaltene Kennlerngesuche (39,7%)
  • andere Mitglieder sagen wenig zu (36,0%)
  • zu wenig Informationen über andere Mitglieder (31,2%)

Wiechers: "Bezüglich der genannten Kritikpunkte unterscheiden sich die Online-Dating-Angebote erheblich voneinander. Beispielsweise kennen wir einige Services, bei denen man keine einzige Karteileiche finden kann." Deshalb kommt der sorgfältigen Auswahl eines sauber geführten Portals momentan noch eine enorme Bedeutung zu. Mittelfristig ist aber zu erwarten, dass sich alle großen Player am Markt systematisch den geschilderten Problematiken annehmen werden, z.B. durch die Mitglieder-Verifizierung anhand des Personalausweises.

Viele kleinere und kostenlose Singleportale werden hingegen weiterhin mit einer Flut von Fakes zu kämpfen haben, da sie in der Regel nicht über die notwendigen personellen und technologischen Ressourcen verfügen, um die geschalteten Profile umfassend zu kontrollieren. Wiechers: "Hinzu kommt natürlich noch, dass Faker nicht gerne bezahlen..."

Männer von kommerziellen Fakes betroffen, Frauen eher von Herren, die flunkern

Das Thema "Fakes" betrifft die Geschlechter auf völlig unterschiedliche Weisen: Männer treffen in Singleportalen häufig auf Frauen-Profile, die gar nicht von realen Damen stammen: 50,5% bekamen schon getarnte Offerten von SMS-Dating-Diensten und 45,9% wurden bereits von rassigen Schönheiten gelockt, die "ganz privat" unter 0900-Nummern zu erreichen sind. Nutzer halten fälschlicherweise oft die Portal-Betreiber für die Schuldigen, obwohl diese in den meisten Fällen als Werbeplattform missbraucht und somit selbst zu Opfern werden. Sie sind diesbezüglich auch auf die Hilfe ihrer Nutzer angewiesen, um Fakes entfernen und rechtlich verfolgen zu können.

Frauen hingegen leiden bezüglich der Fake-Situation eher unter real existierenden Männern, die in der Online-Welt mit gezinkten Karten spielen. 54,3% der weiblichen User mussten sich schon mit Männern herumärgern, die online noch völlig andere Absichten vorgetäuscht hatten, und 34,1% trafen im Blinddate auf Männer, die schlicht mit falschen Fakten geprahlt hatten. Wiechers: "Die Hemmschwelle für Männer, Märchen zu erzählen, ist in der Anonymität des Netzes deutlich geringer. Glücklicherweise sind Lügner in den meisten Fällen leicht zu entlarven. Für unerfahrene Online-Daterinnen haben wir zahlreiche Ratgeber-Artikel verfasst, mit deren Hilfe unerfreuliche Treffen vermieden werden können."


Link: www.singleboersen-vergleich.de/online-dating-nutzer-studie.htm 

Quelle: Singlebörsen-Vergleich.de

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