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Herzi in New York: Tinder, wohin man schaut

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Botschafter Herzi in New York
Große Pics mit Klick

Auf dem ersten Erkundungstrip hat es Herzi-Herz nach New York verschlagen. Seine erste Entdeckung auf dem Trip ins Mutterland des Datings ist ein ironischer  Kommentar auf das seit einiger Zeit grassierende Tinder-Fieber, das ja bekanntlich in New York ganz besonders heftig wütet.


Eine höchst nützliche Lösung für den Tinder-Wahn liefert der praktische Flirtdate-Roboter Tinder-O-Matic. Der elektrische Finger schafft 900 Tinder-Likes pro Stunde, ist allerdings ein wenig unkritisch, was die Auswahl der gelikeden Flirtpartner(innen) betrifft.

Bei der Masse an Matches, die der Tinder-O-Matic auf diese Weise generiert, braucht es dann wohl noch einen zweiten Roboter, der sich mit den ganzen Kandidaten zum Date trifft.

Tinder macht kreativ…

… so lautet jedenfalls Herzis Fazit nach seinem New York Trip. Im Koffer hat Herzi gleich ein ganzes Tinder-Universum. Anlass genug für eine kleine tinderöse Rundumrückschau:

 

Herzi in New York

The Tinder-Universe:
ohne Zweifel originell

Fast jeden Tag schafft es die Tinder-App es mit einer neuen Schlagzeile, die globale Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auch in Deutschland hält der Tinderhype jetzt schon seit den Olympischen Winderspielen in Sotschi an - das hat die globale Datingcommunity in diesem Ausmaß noch nie erlebt!

Dabei sorgt Tinder selbst nur für den kleineren Teil des medialen Hypes; die meiste PR bekommt die App durch den viralen Rummel, der nicht abreißen will und in kurzer Taktung immer neue Ideen - manchmal wohl eher: Auswüchse rund um die Flirt-App hervorbringt.


Tinder-Repliken: peinlich - witzig - künstlerisch

Die - sagen wir - einfachste Stufe des Tinderismus beginnt bei den Absurditäten und Absonderlichkeiten, die das System selbst hervorbringt. So erschaffen die Tinder-User ihre ganz eigenen Typologien.

Tinder Hardfacts von Login bis zur Technik:
Und wer hier über den ganzen Freakkram abgelacht hat,
findet dann im Test alle wichtigen Fakten zur Tinder-App.

Wer ein fleißiger Wischer ist, der kann es in der Minute locker auf 60 Profile bringen, die, sortiert man sie alle ins Nope-Kröpfchen, quasi wie ein früher Stummfilm am Auge vorüberziehen. Das allein reicht schon an schräger Unterhaltung! Unter den ganzen mehr oder weniger geschmackvollen Selbstinszenierungen stechen natürlich einige ganz besonders raus…

 

Tinder humanitär

Die Weltverbesserer:
Tinder humanitär

Das sind die Typen, die meinen, Casual Dating Partner könne man am besten mit dem letzten persönlichen Entwicklungshilfeprojekt beeindrucken: Lénas Aufenthalt bei den armen Kindern in Afrika oder Mathildes im Einsatz für eine bessere Welt. Bei dem ein oder anderen Caritativ-Tinderer wird man den Eindruck nicht los, dass die Dritte Welt als Staffage herhalten muss. (humanitariansoftinder.com)


Shitstorm auf Tiger-Selfies

Tinder Tiger Selfies

Wilde Tinderkerle setzen sich gern als furchtlose Helden in Szene und zeigen sich daher am liebsten mit wilden Tieren, die Ihnen die Aura des Unbezähmbaren verleihen.

Dieses Selbstdarstellungskonzept ist besonders bei Männern beliebt, findet allerdings bei Frauen und anderen Teilen der öffentlichen Meinung nicht immer den gewünschten Widerhall:

Tinder-Shots mit Löwe & Co sollen in Amerika wieder verboten werden.

(tigersoftinder.com/)


Tinder auf den Hund gekommen

Tinder Puppy Love

Statt dem smarten Steve oder der aparten Amanda ploppt Hündchen Vilma im Tinderfenster auf und hofft darauf, Ihr persönliches Match zu werden.

Vilma ist einer von vielen Tausend Singlehunden (oder weniger schön formuliert: ausgesetzt und herrchen- bzw. frauchenlos.)

Die Initiative, Hunden über die Tinder-App ein neues Zuhause zu suchen, geht auf die New Yorker Tierschutzinitiative Puppy Love on Tinder" zurück.

(socialteesnyc.org)


Nachmacher-Variationen

Tinder für Reiche

Nicht nicht im Schatten, sondern im angenehm temperierten Windschatten von Tinder versucht natürlich so mancher Kopist sein Glück mit einer 'Variation tinderienne' und hofft so auf ein Coming-Up im Dunstkreis des weltweiten Tinderfiebers.

Eine Spielart bietet zum Beispiel die Luxy Dating App, die ein wenig blasiert als Tinder-App ohne Plebs (without the poor people) daherkommt - Tinder für Snobs halt. Weitere Tinder-Nachmacher nennen sich Mbrace (Motto: "Meister die Challenge." Zwei Flirter können sich auch ohne Wischen matchen, indem sie eine Aufgabe bestehen.)

(onluxy.com, getmbrace.com)


Tinder als Kunstinspirator

Tinderkunst mit Tindafella

War doch zu erwarten, dass es bei diesem Tinder-Hype auch dem ein oder anderen Künstlerkopf unter den Nägeln brennt. Der Australier Jarrod Allen setzt auf Inszenierung gegen Inszenierung. Jedoch handelt es sich bei den Vorlagen um die unfreiwillig komischen Selbstdarstellungen vieler Tinder-User und bei Jarrod um geniale Verwandlungskunst und akrobatische Meisterleistungen.

(instagram.com/tindafella)


Tinder-Handwerk: Anmachpoesie

Natürlich punktet man bei Tinder erstmal über das Bild, das in aller Regel bei den potenziellen Matchpartnern über die Bewegung des Daumens nach rechts oder links entscheidet. Dennoch nicht zu vernachlässigen ist jedoch auch der Textteil - und hier täte uns Tindereusen und Tinderasten wohl allesamt ein Trainee beim Werbetexter gut… In der Kürze liegt nämlich auch bei Tinder die performerische Power - aber die sind ja allesamt SMS-Profis… Längst gibt es den Tinder-Anmach-Almanach mit Kategorien von "dreist" bis "kitschig": "Meine Eltern wären begeistert von dir!"


Wer hat diese Kuriosität hervorgekramt?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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