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Mathematiker manipuliert Datingseite so lange, bis er endlich die große Liebe findet...

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Ein Mathematiker aus Los Angeles hat das Datingportal OKcupid.com solange analysiert und manipuliert, bis er endlich seine Traumfrau gefunden hat. Verlobt hat man sich auch schon.

Das berichtet das US-Techportal wired.com. Wir haben das Märchen für Sie übersetzt:


Es war einmal ein Mathematiker aus L.A. ...

...der hieß Chris McKinlay und war eigentlich ein ganz cooler Typ. 35 Jahre alt, groß, schlank, ein wenig verwegener Look, neben seinem Mathestudium Profi-Blackjack-Spieler in Las Vegas. Und Gitarre spielen konnte er auch.

Nur mit der Liebe wollte es nicht so recht klappen. Darum meldete sich Chris bei OKcupid.com an. Nach einem halben Jahr hatte er sechs erste Dates, die allesamt lieber kein zweites Date mehr mit ihm wollten. Das fand Chris doof und er begann zu überlegen, wie er sein Glück ein wenig erwingen könnte. Wozu hatte er schließlich all die Jahre Mathematik studiert?


Die bösen Programmierer von OKcupid...

...hatten sich folgendes System erdacht:

  • Jedes Mitglied kann sich aus Tausenden von Fragen beliebig viele heraussuchen und beantworten.
  • Wenn ein Mann und eine Frau dieselbe Frage ähnlich beantworten, gibt es Punkte.
  • OKcupid stellt nur Singles einander vor, die zusammen eine gewisse Punktzahl erreichen.

Das Blöde aus Sicht von Chris war, dass er ja gar nicht wusste, welche Fragen von den Frauen, die er spannend fand, in Angriff genommen wurden. Darum bastelte er sich eine schöne kleine Software, die ganz automatisch Hunderte und Tausende von Frauenprofilen auswertete. So konnte er ermitteln, welche der vielen Fragen seine Favoritinnen wie beantwortet hatten.


Nun ging Chris in die Offensive...

..naja, eigentlich nicht wirklich. Alles, was er machte, waren zwei Profile, die er so gestaltete, dass bei seinen Favoritinnen plötzlich ER als der absolute Top-Kandidat aufploppte.

Und dann wartete er. Und wartete. Und wartete. Und schon wenige Stunden später war seine Mailbox voll mit Anfragen.

Nach 88 Dates (!), die alle schön artig dokumentiert und bewertet wurden, traf er dann auf Christine. Chris und Christine. Wie romantisch.

Sie beichtete ihm beim ersten Treffen, dass sie hier und da ein wenig geschummelt hatte. Er beichtete, wie seine Strategie war. Das fand sie irgendwie süß und evil. Und schon hatten sich die beiden ineinander verliebt.

Verlobt wurde sich recht schnell. Natürlich via Skype. Oh Mann. Und ein eBook über seine Erfolgsstrategie hat Chris bei Amazon auch schon veröffentlicht. 37 Seiten. Immerhin.


...und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie noch heute glücklich.

Wer hat diese Kuriosität hervorgekramt?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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