"Eine virtuelle Assistentin zur Partnersuche, wie unsere Romia, gibt es bei Whispar nicht!"

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interview mit Dr. Peter Sties von flirtruf

Dr. Peter Sties

Gründer von Flirtruf

Veröffentlicht: 7. August 2018

Bei Flirtruf geht es darum, via Telefon neue Leute kennenzulernen. Eigentlich eine altmodische Idee, zugleich aber auch neu, denn auch Dating-Apps gehen immer mehr in die Richtung mit Stimme und Videos zu arbeiten. Das Gute an Flirtruf: Sie brauchen nicht unbedingt ein Smartphone, ein Festnetztelefon tut es auch!



Digitale Sprach-Assistenten wie Alexa und Siri sind schon Normalität. Die Nutzung einer Sprach-Assistentin ist eine konsequente Weiterentwicklung einer Online-Partnerbörse.

Wer hatte die Idee für Flirtruf und wie ist es Ihnen bzw. den Erfindern gelungen, das Projekt zu realisieren?

Die Idee zu Flirtruf ist schon vor knapp 10 Jahren - quasi in einem Kneipengespräch - entstanden, als zwei Entwickler von Sprachdialogdiensten sich mit einer Bekannten unterhielten, die bei einer Online-Partnerbörse arbeitete.

Hier kam die Frage auf, ob man eine Partnerbörse nicht auch direkt am Telefon realisieren kann. An diesem Abend haben wir sehr heiß darüber diskutiert, ob ein Profil aus Bildern und Text dadurch ersetzt werden kann, dass jemand mit seiner eigenen Stimme etwas über sich selber erzählt. Ob also das Bild, das beim Anhören im Kopf entsteht die Bilder im Internet ersetzen kann.


Konnten Sie die Frage bezüglich der Bilder im Kopf klären?

Nein, wir konnten diese Frage im Rahmen des Kneipenabends nicht einstimmig klären. Darum haben wir in den kommenden Wochen ein Demo-Tape produziert. Die Authentizität und die fühlbaren Emotionen des Audioprofils waren so überzeugend, dass wir in der folgenden Zeit immer wieder an einer realen Umsetzung der Idee gearbeitet haben.

Passende Testsieger im Dezember 2018:

Wie ist Ihnen die einfache Umsetzung eines Sprachdialogdienstes für den Nutzer bzw. Anrufer gelungen?

Um die Nutzung des Dienstes am Telefon für den Anrufer so einfach und intuitiv, wie möglich zu machen, haben wir dann eine virtuelle Assistentin – Romia – ins Leben gerufen, die den Anrufer im natürlichen Gespräch durch die Partnersuche führt.

In der Zwischenzeit sind mit Alexa und Siri digitale Sprach-Assistenten schon zur Normalität geworden, so dass die Nutzung einer Sprach-Assistentin für eine Partnerbörse letztendlich eine konsequente Weiterentwicklung von Online-Partnervermittlungen ist.


Welche Zielgruppe hat Flirtruf?

Das ist ganz einfach: Jeder, der ernsthaft nach dem Partner fürs Leben sucht, gehört zur Zielgruppe von Flirtruf.

Wichtig ist dabei tatsächlich die Ernsthaftigkeit. Bei Flirtruf gibt es ja keine Bilder und so muss man sich intensiver mit den einzelnen Partnervorschlägen auseinandersetzen.


Wir sprechen daher auch nicht die typischen Nutzer von Tinder oder Facebook an, die häufig eher auf der Suche nach einer lockeren Affäre oder Freundschaft sind.

Wir sprechen einen ähnlichen Personenkreis, wie die großen Online-Partnerbörsen, also wie Elitepartner.de oder neu.de an.


Gibt es den "typischen" Flirtruf-Nutzer?

Oh, das ist schwer zu sagen. Letztendlich bilden wir die ganze Breite der Partnersuchenden Singles ab. Im Vergleich zu den Online-Partnerbörsen ist bei uns der Altersbereich ab 30 Jahren etwas stärker vertreten, was wohl an unserem Fokus auf die ernsthafte Partnersuche zurückzuführen ist.


Des Weiteren haben wir auch gemerkt, dass Flirtruf insbesondere bei Frauen sehr gut ankommt.

Das Kennenlernen durch die Stimme und das direkte Gespräche mögen Frauen sehr. Um hier aber nicht einem Geschlechter-Klischee Vorschub zu leisten, muss ich dann aber noch anfügen, dass die Männer im Durchschnitt bei uns länger am Telefon hängen, als die Frauen.


Wie viele der Flirtruf-Nutzer sind Premium-Mitglieder?

Aufgrund unserer aktuellen Mitglieder-Aktion bekommen derzeit noch alle Mitglieder die Flirtruf-Premium-Mitgliedschaft. Insofern ist die Quote im Moment sehr hoch.

flirtruf peter sties im interview
Bei Flirtruf nach Singles suchen:
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Was sind die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft bei Ihrer Telefon-Partnerbörse?

Unbegrenzte Kontaktaufnahme zu anderen Flirtruf-Mitgliedern. Damit kann man alle Funktionen nutzen und sich beispielsweise im "Séparée" direkt mit anderen Mitglieder unterhalten.

Man kann also beliebig lange mit anderen Mitgliedern telefonieren, ohne hierfür die eigene Rufnummer weitergeben zu müssen.


Wie viele Menschen konnte Flirtruf bereits "verkuppeln"?

Unsere virtuelle Flirtberaterin Romia fragt jeden Nutzer, der sich abmeldet, nach dem Grund. Hierdurch haben wir schon eine ganze Reihe von tollen Erfolgsgeschichten gehört.

In einer größeren Studie wollen wir das aber demnächst genauer erforschen und beispielsweise herausfinden, wie viele Hochzeiten durch Flirtruf schon zustande gekommen sind.


Die Festnetzanschlüsse in Deutschland werden weniger, weil die Leute meistens nur noch ihr Smartphone nutzen. FlirtRuf.de setzt aber auf den Festnetzanschluss. Könnte es da in Zukunft nicht Probleme mit dem Geschäftsmodell geben?

Die Nutzer können natürlich jedes Telefon nutzen, um Flirtruf zu erreichen, egal ob Festnetz oder Mobilfunk. Die Festnetzrufnummer von Flirtruf macht es nur einfacher, da diese Nummer von fast jedem Telefon aus kostenlos angerufen werden kann. Bei einer Mobilnummer wäre der Anruf für viele Anrufer nicht in ihrer Flatrate enthalten.

Natürlich nutzt mittlerweile die Mehrheit der Nutzer ein Handy für den Anruf bei Flirtruf. Aber auch derzeit nutzen noch etwas mehr als ein Drittel der Anrufer den guten alten Festnetzanschluss. Die Partnersuche mit Flirtruf ist auch etwas, was man eher gemütlich am Abend zuhause macht, als morgens in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit.


Soll Flirtruf denn noch ausgebaut werden? Eventuell dahingehend, dass es doch noch Profile mit Foto auf einer Online-Plattform gibt?

Ich persönlich finde Flirtruf ja so, wie es ist, einfach perfekt! Aber das heißt natürlich nicht, dass es nicht noch besser werden könnte. Fotos liegen bisher aber nicht im Fokus, da wir das als einen wichtigen Vorteil für die Nutzer sehen.


Ein Bild führt nach unserer Erfahrung dazu, dass man sehr schnell über eine Person urteilt, obwohl man eigentlich nicht wirklich etwas von ihr weiß.

Können Sie diese Erfahrung mit den Bildern beweisen?

Ja, wir mal einem Test gemacht, bei dem wir langjährigen Paaren jeweils eine Reihe von Bildprofilen vorgelegt haben. Neben einer zufälligen Auswahl von unbekannten Profilen war auch ein Profil des aktuellen Partners.

Natürlich erkennt man den sofort, aber die spannende Frage ist, ob man diesen tatsächlich ausgewählt hätte, wenn man ganz neutral die Profile miteinander vergleicht.

Bei vielen, mit denen wir diesen Test gemacht haben, wäre dabei der aktuelle Traumpartner nicht mal in die engere Auswahl gekommen. Das Audio-Profil ist dagegen viel näher an der klassischen Kennenlernsituation, wie beispielsweise ein Abend in der Kneipe. Man lernt sich über das Gespräch einfach viel besser kennen, als nur durch anschauen.

In der Entwicklung ist dagegen einen neue Smartphone-App, die die Benutzung von Flirtruf auf dem Handy dann einfach noch etwas komfortabler macht.


App ist ein gutes Stichwort: Was ist der Unterschied zwischen Flirtruf und der Dating-App Whispar?

Whispar nutzt zwar Audio-Profile, ist letztendlich aber auch auf der "Wisch-und-Weg"-Tinder-Welle unterwegs. Die Audio-Profile sind hier mehr eine Art Untermalung zu den Bildern.

Bei Flirtruf stehen dagegen die Audio-Profile im Mittelpunkt. Neben dem Kurzprofil, mit dem man sich einen ersten Eindruck verschaffen kann, gibt es bei uns auch noch ein ausführliches Interview, bei dem die Nutzer sehr detailliert über sich, ihre Person, ihre Vorlieben und Abneigungen und alles, was ihnen wichtig ist, erzählen können.

Und eine virtuelle Assistentin zur Partnersuche, wie unsere Romia, gibt es bei Whispar natürlich auch nicht.

Die wichtigsten Dating-Apps im Test:
Mit der richtigen Dating-App auf Partnersuche!

Facebook plant ja nun auch ins Online-Dating-Business einzusteigen. Wie wird sich Flirtruf da behaupten können?

Da haben wir keine Befürchtungen. Facebook bedient eine ganz andere Zielgruppe, die deutlich jünger ist und für die das unverbindliche Kennenlernen mehr im Vordergrund steht, als die zielgerichtete Suche nach dem Traumpartner fürs Leben.

Etwas anderes wäre es eher, wenn Google, Amazon oder Apple hier einsteigen würden. Ich fände es sehr spannend, wenn auch Siri oder Alexa als virtuelle Flirtberaterin aktiv würden. Hiervon sind sie aber nach unserer Sicht derzeit noch weit entfernt.


Herr Sties, das war ein sehr spannendes Interview mit vielen neuen Einblicken in die Welt einer Telefon-Partnervermittlung. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Zeit und sind auf die Flirtruf-App gespannt! 

Neugierig geworden?

FlirtRuf.de

Die Liebe hat eine Telefonnummer
Unsere Bewertung:

Wer hat das Interview "flirtruf" geführt?

Pamela Moucha arbeitet seit vielen Jahren als Singlebörsen-Testerin und ist unsere Ansprechpartnerin für die Medien.

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