Geschichte der Kontaktanzeige - Teil 5:
Historie der Heiratsannonce - Erste Blütezeit der Heiratsannoncen

Aktualisiert: 19. April 2018

Die erste Blüte der Heiratsannonce kam mit der Zeitung. Väter mit Töchtern freuten sich, konnten sie nun endlich mittels einer Heiratsannonce ihre Tocher an den Mann bringen. Damals zählte jedoch weniger das Aussehen der zu verheiratenden Frau als vielmehr deren Mitgift.

Diese Seite gehört zu:
"Die Kontaktanzeige im Wandel der Zeit".

In diesem Abschnitt unseres Kontaktanzeigen-Dossiers geht es um die bewegte Geschichte und die verschiedenen Formen von Kontaktinseraten.

Boom der Heiratannoncen abhängig vom Zeitungswesen

Obwohl die Heiratsannoncen auch vor dem 19. Jahrhundert schon eine gewisse Popularität genossen, war ihre große Zeit noch nicht gekommen. Der Grund lag vor allem darin, dass die Zeitung als Medium sich damals noch nicht vollständig durchgesetzt hatte – vor allem, weil es viel zu teuer und aufwendig war, Zeitungen zu drucken. Das kann man sich in der heutigen Zeit der Online-Partnervermittlungen gar nicht mehr vorstellen.

Die Zeitung setzt sich durch und damit auch die Heiratsannonce

Dies änderte sich erst in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als die Rotationspresse und die Linotype-Setzmaschine erfunden wurden – und ab etwa diesem Zeitpunkt feierte dann auch die „Heiratsannoncen“ , wie man damals sagte, erste Triumphe.

Der Grund für den Erfolg der Heiratsannoncen lag vor allem darin, dass die städtischen Bürger keine wirkliche Verwendung für ihre Töchter hatten. Das Geschäft des Vaters wurde an die Söhne vererbt – Töchter hielt man damals für völlig ungeeignet, ein Geschäft zu führen. Der bürgerliche Vater sorgte also dafür, dass die Söhne aus dem Vermögen des Vaters und der Übernahme seines Geschäfts ein stetiges Einkommen hatten.

Lauter schöne Kontaktanzeigen gibt es hier:

Die Eltern gaben Heiratsannoncen für ihre Töchter auf

Die Töchter mussten also verheiratet werden - und der Schlüssel dazu war nicht die Schönheit der Tochter, sondern die Höhe der Mitgift. Zur Erläuterung für die heute lebenden Menschen muss gesagt werden, dass so gut wie keine Frau damals einen Beruf lernte, geschweige denn einen, der einträglich genug war, um sich selbst ernähren zu können.

Aus diesem Grund wurde erwartet, dass der Brautvater durch die Mitgift den Unterhalt der Tochter bis zu deren Lebensende sicherstellte. Es war unüblich, dass Töchter selber Heiratsannoncen aufgaben. In der Regel suchten die Eltern einen passenden Ehemann per Heiratsannonce, wenn sich im näheren oder weiteren Umfeld der Familie keine passenden Partien boten.

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Heiratsannoncen" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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