Geschichte der Kontaktanzeige - Teil 10:
Die Kosten für Chiffre-Anzeigen

Aktualisiert: 19. April 2018

Chiffre-Anzeigen waren immer teuer - und man musste sich mit einem besonderen Anzeigentarif auseinandersetzen – dem Worttarif. Er war der mit Abstand verbreiterte Tarif bei den Kleinanzeigen – nur wenige Zeitungen räumten Partnersuchenden überhaupt den Zeilentarif ein – und günstiger war er auch nicht.

Diese Seite gehört zu:
"Die Kontaktanzeige im Wandel der Zeit".

In diesem Abschnitt unseres Kontaktanzeigen-Dossiers geht es um die bewegte Geschichte und die verschiedenen Formen von Kontaktinseraten.

Chiffreanzeigen: "Poesie" mit wenigen Worten

Allerdings führte der Worttarif bei den sparsamen Deutschen dazu, bei einer Chiffre-Anzeige auch wortkarg zu werden. Das kam dann bei einer Chiffre-Anzeige z.B. auf „Nette Mittdreißigerin sucht passenden Herrn mit gutem Beruf“ hinaus – und kostete bei einem Worttarif von 3 DM plus Mehrwertsteuer plus doppeltem Wortpreis für die Chiffregebühr ungefähr 1970 schon 30 DM.

Lange Texte in überregionalen Zeitungen, wie etwa in der WAZ, der Süddeutschen oder der ZEIT waren teurer – je nach Textlänge konnte man zwischen 100 und 500 DM hinlegen. Drenk und Drenk zeigten 1985 eine Anzeige für 185 DM, die nicht besonders aussagefähig war.
Generell galt (und gilt) mit etwa 20 Wörtern kann man sich selbst, die Art der Beziehung und den Partnerwunsch ausreichend beschreiben – eine wirklich aussagefähige Anpreisung in einem Chiffre-Inserat beginnt dann bei etwa 30 Wörtern.

Die Kosten von Chiffreanzeigen heute

Die meisten deutschen Zeitungen rechnen heute auch die privaten Chiffre- bzw. Kontaktanzeigen nicht mehr nach dem Worttarif ab, sondern, wie die geschäftlichen Anzeigen schon immer, nach dem so genannten Millimetertarif, der zwischen 3 und 8 Euro liegt, je nach Auflage. Dazu kommt noch die Chiffregebühr, die sehr unterschiedlich ist, in Deutschland aber human bei etwa 5 Euro liegt.

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Die Kosten von Chiffre-Anzeigen im Vergleich zu den Kosten für die Nutzung und eigene Kontaktanzeigen in Singlebörsen

Für eine halbwegs passable, aber immer noch reichlich knappe Chiffre-Anzeige muss je nach Auflage einer Zeitung heute zwischen 30 und 50 Euro bezahlt werden. Ausführlichere Chiffreanzeigen, die an einem Wochenende in einer auflagenstarken Zeitung geschaltet werden können dagegen mit 150 bis 180 Euro zu Buche schlagen.

Bei den besten Singlebörsen können Sie im Schnitt für 20 bis 30 Euro im Monat eine Premium-Mitgliedschaft erlangen. Für dieses Geld bekommen Sie nicht nur die Möglichkeit, sich in Ihrem Kontaktanzeigen-Profil ausführlich in Wort und Bild (manchmal sogar mit Video) darstellen zu können, sondern auch die Option, auf bundesweite Kontaktanzeigen von anderen Singles antworten zu können. Dass die Chiffre-Anzeige keine Alternative mehr zu Kontaktanzeigen in Singlebörsen darstellt, dürfte dem Betrachter dieser Zahlen klar sein.

Fairerweise muss man aber auf Ausnahmen hinweisen: Für den solventen Unternehmer (63) sind die Kontaktanzeigen-Märkte und die Chiffre-Anzeige in der Zeitung immer noch erste Wahl, da diese Generation und Schicht noch nicht selbstverständlich das Internet nutzt.

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Wer hat dieses Dossier zum Thema "Kosten Chiffreanzeige" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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