Kontaktanzeigen aufgeben heute:
Der Kontaktanzeigen-Markt - eine Branche startet durch

Aktualisiert: 19. April 2018

Wie viele Singles schalten Kontaktanzeigen und wie viel Umsatz erzielen welche Unternehmen it diesen Kunden? 

Diese Fragestellungen behandeln wir im folgenden Abschnitt rund um den "Kontaktanzeigen-Markt".

Diese Seite gehört zu:
"Kontaktanzeige aufgeben heute".

In diesem Teil unseres Kontaktanzeigen-Dossiers widmen wir uns dem Inserat in Zeiten des Internets.

Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, dass es "immer schon" drei ganz grundsätzliche Arten von "Märkten" gab, auf denen sich Partnersuchende und Unternehmen trafen, um die Dienstleistung "Ich unterstütze Dich bei der Partnersuche" anzubieten bzw. in Anspruch zu nehmen:

  • Partnervermittlungen
    Seit den biblischen Zeiten werden Menschen (und heute Maschinen) eingesetzt, um ganz gezielt Partnersuchende zu vermitteln. Mehr dazu in unserem Dossier "Partnervermittlung".

  • Kontaktanzeigen-Märkte
    Hier stellt der Dienstleister lediglich eine "virtuelle Plattform" zur Verfügung, über die Singles selbstständig einen Partner suchen können.

  • Single-Veranstaltungen
    Der Dienstleister stellt keine "virtuelle", sondern eine "echte" Plattform für Singles zur Verfügung ("Fisch-sucht-Fahrrad"-Party, Speeddate,...). Mehr Infos finden Sie in unserem Test Blinddate-/Speeddate-Agenturen.

In diesem Artikel geht's natürlich um den Kontaktanzeigen-Markt. Wir unterscheiden hier entlang der Dimension "Art des Mediums" v.a. "Print" und "Online/Smartphone", aber es gibt dazu noch die Sonderform der kostenlosen Kleinanzeigen-Märkte im Web.

Das Marktsegment # 1
Der Kontaktanzeigen-Markt in Print-Medien

Im Vergleich zum heutigen Volkssport Online-Dating eilte der klassischen Zeitungs-Kontaktanzeige immer der Ruf voraus, etwas für "Verzweifelte" zu sein. Zudem leidet diese Branche seit dem Jahr 2000 extrem unter der flexibleren Internet-Partnersuche.

Wir sind bei unseren Recherchen zum Kontaktanzeigenmarkt bisher über zwei relativ ungesicherte Aussagen zur Größe des Kontaktanzeigen-Markt "Print" gestolpert:

  • 1997 sollen bundesweit insgesamt 5 Millionen Kontaktanzeigen aufgegeben worden sein - wobei wir annehmen, dass diese Angabe auch gewerbliche Inserate ("Heiratsinstitut Sonnenschein", "FKK-Club Aphrodite", "Ramona (21), 90-60-90, neu in der Stadt",... ) beinhaltet, die quantitativ gesehen den größten Teil ausmachen dürften.

  • Eine Internet-Quelle nennt für das Jahr 2003 insgesamt 100.000 Singles, die in Zeitungen und Zeitschriften inseriert haben sollen.

Am aussagekräftigsten dürfte das Zahlenmaterial des BDZV (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger) sein - wir melden uns, sobald wir Antwort bekommen haben.

Im Print-Bereich dominiert seit Jahren ein geschickt agierendes Unternehmen, das unter der Marke "AMIO" für eine Vielzahl kleiner Verlage das Geschäft mit den Kontaktanzeigen outsourcet und zentralisiert - bravo!

Hier können Sie eine Kontaktanzeige aufgeben:

Das Marktsegment # 2
Der Kontaktanzeigen-Markt auf Kleinanzeigen-Portalen

Seit dem Jahr 2000 entwickelten sich im Internet diverse Kleinanzeigen-Märkte, die teilweise gigantische Ausmaße haben. Die Idee aus Nutzersicht ist dabei meistens, dass man sich alles kostenlos ansehen kann und auch kostenlos Inserate mit Kontaktinformationen aufgeben kann.Das Geld verdienen diese Anzeigen-Marktplätze dann über Premium-Anzeigen und Werbeeinblendungen.

Die eine Hälfte dieser Anzeigenmärkte will mit schmuddeligen Kontaktanzeigen nichts zu tun haben, sie beschränken sich auf gebrauchte Dinge wie Fahrräder, Waschmaschinen, Autos und auch "kostenlos für Selbstabholer".

Die andere Hälfte hat entdeckt, dass sich mit dem Thema "Kontaktanzeigenmarkt" richtig Geld verdienen lässt. Quoka und Markt.de, die beiden Platzhirschen, machen grob die Hälfte ihres Umsatzes im Bereich "Bekanntschaften" - wir sprechen hier von durchaus über 10 Millionen Euro im Jahr.


Wer einen Partner sucht, kann diese Bekanntschafts-Marktplätze vergessen!

Seriöse Partnersuche findet hier allerdings nicht wirklich statt, denn nur gelegentlich verirren sich Singles mit ernsthaften Absichten auf diesen Seiten.

Vielmehr steht im Mittelpunkt:

  • Werbung von professionellen Prostituierten und Bordells.
  • Die Taschengeld-Nutte von Nebenan braucht wieder Geld für neue Schuhe...
  • Schmuddelige Erotik-Datingportale toben sich aus: "Du findest mich auf geilemaus.de."
  • Alle möglichen Dienstleistungen rund um Fetisch & Aktfotografie.

Darum: Finger weg, wenn Sie sich verlieben wollen!

Das Marktsegment # 3
Der Kontaktanzeigen-Markt als Online- & Mobile-Dating

Jetzt sind wir da, wo ein Großteil der Singles heute seine Kontaktanzeigen schaltet. Und das ist ja genau unser Fachgebiet ;-)

Hier nur ein kurzer Abriss:

  • Zwischen 2000 und 2016 erstellten die Deutschen über 100 Millionen Profile bei den Singlebörsen.
  • Monatlich sind über 8 Millionen online und per App flirtaktiv.
  • Die Branche macht um die 200 Millionen Jahresumsatz mit ihren Kontaktanzeigen-Märkten.
  • Das Online-Flirten findet heute zu rund 2/3 auf dem Smartphone statt.

Ausführliche und aktuelle Zahlen zum Kontaktanzeigen-Markt finden Sie im Bereich unserer Studen:
Marktanalysen zum Online-Dating in Deutschland

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In diesem Teil unseres Kontaktanzeigen-Dossiers widmen wir uns dem Inserat in Zeiten des Internets.

Wer hat dieses Dossier zum Thema "Kontaktanzeigen-Markt" gemacht?

Henning Wiechers beobachtet seit 2003 die Welt der Singlebörsen und gilt in den Medien als führender Fachmann zum Thema.

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