Die
überwältigende Mehrheit der Online-Dater ist schlicht und einfach auf
der Suche nach einem neuen Beziehungspartner (gerne sogar Lebenspartner,
vgl. Kapitel 4.1).
Wir das Online-Dating hier seinem Anspruch gerecht?
Den
Begriff "Beziehung" haben wir gegenüber den Befragten definiert
als "zumindest ein bißchen Verliebtsein und mehrere Treffen über
Wochen hinweg". Die Anforderungen,
die wir hier an
"Beziehung" gestellt haben, sind also als verhältnismäßig
gering einzustufen.
Bzgl. der Anzahl der Beziehungen
mit Online-Dating-Bekanntschaften liegt der Median über alle Nutzer bei
0.
Lesen Sie auf jeden Fall weiter, denn der "Median" hat in
diesem Zusammenhang wenig Aussagekraft!
Der Median der weiblichen sowie der
männlichen Online-Dating-Nutzer liegt
bei 0 Beziehungen:

Stolzen 43,8% aller Nutzer
ist es gelungen, via Online-Dating eine Beziehung aufzubauen. Erstaunlich
ist, dass die Gruppe der "Nicht-Bezahler" der Gruppe der
"Bezahler" hier in so gut wie nichts nachsteht:

Die durchschnittliche Anzahl von
via Online organisierten Beziehungen liegt bei 0,81.
Jüngere und weibliche Nutzer
schneiden hier wesentlich besser ab als ältere und männliche. Der Bildungsgrad und
und der Zahlungswillen spielen hingegen kaum eine Rolle:

Die folgende Abbildung zeigt für
verschiedene Nutzergruppen die Quote, aus wie viel Prozent der Treffen mit
Online-Dating-Bekanntschaften im Real Life Beziehungen hervorgingen.
Demnach führt ungefähr jedes 7. Treffen zu einer längeren Affäre, Lebensabschnittspartnerschaft
oder sogar Ehe:

Die folgende Abbildung zeigt für
verschiedene Nutzergruppen die Quote, wie viel Prozent der via Online-Dating
generierten sexuellen Erlebnisse außerhalb von Beziehungen stattfanden.
Frauen mit hohem Bildungsgrad bzw.
in höherem Alter lassen sich demnach signifikant weniger häufig auf
reine sexuelle Abenteuer ein als die übrigen Nutzergruppen:

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