| Wer
auf Online-Dating-Portalen einen Partner kennenlernen möchte, kann
entweder darauf warten, dass andere Mitglieder sich vom eigenen Inserat
angesprochen fühlen und den ersten Schritt wagt, oder eben selbst in die
Offensive gehen und Kennlern-Gesuche versenden.
Den
Begriff "Kennlern-Gesuch" haben wir gegenüber den Befragten
definiert als "Anschreiben eines anderen Mitgliedes via Mail oder
Chat". Das Übermitteln von nicht-personalisierbaren
Standard-Nachrichten (je nach Anbieter z.B. als "Wink",
"Smiley" oder "Flash" bezeichnet) wurde also
ausgeschlossen.
Die meisten Online-Dating-Nutzer (63,3%) haben bisher zwischen 6 und 100 Kennlern-Gesuchen
versendet. Der
Median über alle Online-Dating-Nutzer liegt
bei 11-20 versendeten Kennlern-Gesuchen:

Der Median der weiblichen
Online-Dating-Nutzer liegt bei 11-20 versendeten Kennlern-Gesuchen und
damit deutlich niedriger als der der Männer (21-50):

Die durchschnittliche Anzahl von
versendeten Kennlern-Gesuchen schwankt für verschiedene Gruppen von
Online-Dating-Nutzern äußerst stark:

Es fallen v.a. folgende Phänomene
ins Auge:
- Männer agieren mit im
Durchschnitt doppelt so vielen versendeten Kennlern-Gesuchen viel
offensiver bei der Online-Partnersuche als Frauen.
Das bestätigt das gängige Klischée, Männer würden nach dem
"Schrotflinten-Prinzip" vorgehen und Mails relativ wahllos
verschicken.
- Dieses Prinzip gilt insbesondere für
Männer mit mittlerem und niedrigem Bildungsgrad.
- Jüngere Nutzer verhalten sich
bei der Kontaktaufnahme viel offensiver als ältere.
- Frauen über 40 Jahre und Frauen
mit hohem Bildungsgrad sind mit Abstand am zurückhaltendsten beim
Versenden von Kennlern-Gesuchen.
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