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Studie: "Der Online-Dating-Nutzer"
Deutschland 2005
3 Nutzungsintensität und Parallelnutzung
3.6 Nutzung von alternativen
       Kennlern-Diensten
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In welchem Maße werden eigentlich andere aus professioneller Hand angebotene Möglichkeiten des Verkuppelns genutzt? Wir haben hier einen ersten Eindruck für Sie,
der allerdings nur begrenzt repräsentativ ist, da die Basis unserer Studien-Teilnehmer nicht "Deutsche" sondern "Online-Dating-Nutzer" sind. 

Auch wissen wir wenig über den zeitlichen Bezug: Wurde die klassische Kontaktanzeige von den Singles vor der Entdeckung des Online-Dating eingesetzt oder parallel zum Online-Dating oder gar erst danach?

Nichtsdestotrotz liefert die folgende Abbildung interessante Informationen über die relative Bedeutung alternativer Kennlern-Angebote:


(Mehrfachnennungen möglich)

Hier lassen sich folgende Schlüsse ziehen:

  • Fast ein Drittel der Online-Dating-Nutzer hat schon mal eine klassische Kontaktanzeige ausprobiert - und jeder fünfte war schon auf einer "Fisch-sucht-Fahrrad"-Party.
  • Die klassische Partnervermittlung nimmt eine eher unbedeutende Stellung ein - was die Zahl der Teilnehmer angeht. Wir können aber eine vorsichtige Umsatzschätzung für diese völlig undurchsichtige Branche wagen:
    - 6,4 Millionen deutsche Online-Dating-Nutzer (Quelle: Online-Dating-Report 2005)
    - 7,5% haben schon klassische Partnervermittlungen eingesetzt
    - Durchschnittspreis konservativ geschätzt: 1.000 Euro
    Das bedeutet: In den letzten - sagen wir - 20 Jahren haben die klassischen Partnervermittlungen alleine mit denjenigen, die heute Online-Dating nutzen,
    rund 500 Millionen Euro Umsatz erzielt. Insgesamt wird der Umsatz dieser Branche zwischen 3 und 10 Mal so hoch sein. Zum Vergleich: Mit Online-Dating wurden in Deutschland seit dem Jahr 2002 weniger als 150 Millionen Euro Umsatz erzielt - alles vorher lässt sich vernachlässigen.
  • Uns überraschte das schlechte Abschneiden der SMS- und Telefon-Dating-Dienste, denn diese werden eigentlich am penetrantesten beworben.
  • Speed-Dating und Single-Dinner schaffen es ob ihrer guten Visualisierbarkeit zwar häufig in TV-Beiträge, haben im Gesamtzusammenhang aber nur eine untergeordnete Bedeutung.

Insgesamt zeigt sich, dass Online-Dating für die meisten Nutzer die erste Art von Kennlern-Dienst ist, die in Anspruch genommen wird.

Die folgende Abbildung geht auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung alternativer Kennlern-Angeote ein:


(Mehrfachnennungen möglich)

Abgesehen von der klassischen Kontaktanzeige (23% mehr weibliche als männliche Nutzer) werden alternative Kennlern-Angebote deutlich häufiger von Männern als von Frauen genutzt. Das gilt insbesondere für das SMS-Dating und die klassische Partnervermittlung.

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