Singlebörsen-News vom 15. September 2011:
Web für virtuellen Sex Wie sich unsere Sexualität durch das Web verändert
Der legendäre Sexualaufklärer Oswald Kolle prophezeite bereits vor 10 Jahren, wie sich die Sexualität durch das Internet verändern wird. Der Forscher und Aufklärer sah die Entwicklung sehr kritisch und befürchtete, dass wir auf eine Masturbationsgesellschaft zusteuern, in denen Erwachsene sich lieber vor dem PC befriedigen als eine echte Partnerschaft anzustreben. Haben sich diese Vermutungen bewahrheitet?
Wird das Web für virtuellen Sex benutzt und leidet darunter die Fähigkeit zur Partnersuche? Viele Webseiten haben die sexuelle Darstellung der eigenen Person zum Inhalt oder bieten eine Plattform dafür. Über Webcams werden die eigenen Genitalien präsentiert und auch die Masturbation wird dabei hemmungslos dargestellt. Der Medienwissenschaftler Steffen Burkhardt konstatiert dazu, dass die Angebote wie zum Beispiel Internetpornografie, Partnerbörsen, Cyber Sex und allgemein das Web für virtuellen Sex die Liebesgewohnheiten der Männer und Frauen verändert.
Web für virtuellen Sex fördert pornografische Selbstdarstellung
Heute sind nicht mehr nur Pornodarsteller, sondern immer mehr normale Bürger im Netz als sexuelle Selbstdarsteller anzutreffen. Dinge die früher privat blieben, werden heute veröffentlicht, wobei auch die sozialen Netzwerke eine immer größere Rolle spielen, und sich auch Teenager freier zeigen, als das früher der Fall war.
Web für virtuellen Sex hat auch positive Seiten
Der "taz" Autor Martin Reichert kann dieser Entwicklung durchaus Positives abgewinnen, beim Web für virtuellen Sex, werden zumindest keine Geschlechtskrankheiten übertragen, es kommt nicht zu ungewollten Schwangerschaften, insgesamt kann man das Web für virtuellen Sex als Cleansex bezeichnen, der sexuelle Not lindern kann und anderen keine großen Probleme bereitet. Die Veränderung macht sich auch bei der Jugend bemerkbar, die sich über freizügige Inhalte kaum aufregt und relativ unproblematisch auf Pornografie im Web reagiert. Ein Großteil der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen hat bereits selbst intimes Material von sich selbst im Netz veröffentlicht.
Mobiles Internet - Web für virtuellen Sex in neuer Dimension
Zunehmend wird das Internet mobil und damit verändert sich auch das Web für virtuellen Sex. Fand eine Kontaktaufnahme im sogenannten realen Leben bisher nur sehr bedingt statt, fördern neue Anwendungen wie spezielle Apps die Kontaktsuche nach geeigneten Sexualpartnern. Die homosexuelle Szene hat auch hier eine Vorreiterfunktion. Die virtuelle Suche und das Finden einer Person mit gleichen Vorlieben wird per Internet und GPS erleichtert, Partner, die infrage kommen werden, fast metergenau lokalisiert, egal wo man sich gerade befindet. |