Singlebörsen-News vom 19. August 2011:
Seitensprungagentur als Kulturgut-Investor Ashley Madison will auf den Hamburger Fernsehturm
Der Hamburger Fernsehturm, stillgelegtes Wahrzeichen der Stadt, teilt sein trauriges Schicksal mit zahlreichen anderen Fernsehtürmen der Republik. Wo einst Familien zum Sonntagsausflug mit Panoramablick in die Höhe stiegen, herrscht seit Jahren Leerstand. Das will die Online-Seitensprungagentur AshleyMadison nun ändern.
AshleyMadison als neuer Eigentümer des Fernsehturms
Das kanadische Dating-Portal hat sich als Investor für die 10 Millionen teure Sanierung und Wiederbelebung des Hamburger Fernsehturms angeboten. 1969 wurde der Hamburger "Heinrich-Hertz-Turm" eingeweiht. Sein Namensparton Heinrich Hertz war ein Sohn der Stadt und zugleich der berühmteste Physiker des 19. Jahrhunderts.
Telemichel wird dann Onlinedating-Michel
Kommt das kanadische Online-Fremdgeh-Portal als Investor zum Zuge, würde mit der Übernahme der Sanierung durch AshleyMadison auch eine Umbenennung des Fernsehturms durch seinen neuen Besitzer erfolgen. Die Vorstellung beflügelt und beschäftigt bereits Hamburger Bürger und Medien, man hört erste Namensvorschläge: "Tower of Love", "Love-Stick" oder "The Dating-Spike".
Seitensprung-Agentur statt Telekom
Seit über 10 Jahren schon ist der Hamburger Fernsehturm im rosa-weißen Besitz der Telekom-Tochter "Deutsche Funkturm GmbH" (DFMG) und seitdem nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit der Sanierung für rund 10 Millionen Euro durch den kanadischen Investor ginge die die lang ersehnte Wiederbelebung des Publikumsverkehrs in 125 Metern Höhe einher. Und damit auch ein Ende der rosafarbenen Ära.
Hamburger begrüßen AshleyMadison als Turmretter
Die Hamburger Stadtrepräsentanten scheint eine mögliche Namensdemontage durch das Seitensprungportal AshleyMadison nicht weiter zu beunruhigen. Aus allen Parteien von CDU und FDP bis SPD ertönen Willkommensrufe. Der Gedanke, den Hamburger Fernsehturm für Touristen und Hamburger wiederbeleben zu können, ist anscheinend so verlockend, dass die Frage in den Hintergrund tritt, ob er nun Heinrich oder Ashley heißt. |