Singlebörsen-News vom 18. Juli 2011:
Online-Dating-Erfolg Kevin floppt, Felix toppt...
Sag mir, wie Du heißt und ich sag Dir, ob Du online eine Schnitte hast. Chantal und Kevin können sofort einpacken und nach Hause gehn. - Der Vorname hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Erfolg beim Online-Dating. Das hat eine Studie im Rahmen des wissenschaftlichen Forschernetzwerkes von eDarling.de jetzt festgestellt.
Namensflops beim Onlinedating und in der Schule
Die Ergebnisse der Namensforschung deuten darauf hin, dass bestimmte Namen mit negativen Assoziationen verknüpft sind. Der Effekt ist nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch in der Liebe messbar. Die Träger der Flop-Namen finden auch beim Online-Dating weniger Beachtung.
Namensfavoriten bei Lehrern und beim Online-Dating
Die Untersuchung knüpft an ein Forschungsprojekt der Uni Oldenburg über Vornamen und deren Image bei Lehrern an. Die Forscher wollten herausfinden, inwiefern die Konnotationen von Vornamen eine Rolle bei der Partnersuche im Internet spielen. „Wir haben die Klickraten von ausgewählten Namen verglichen, um die Attraktivität der Namen im Online-Dating Kontext herauszustellen“, so die promovierte Psychologin und Beziehungsforscherin Wiebke Neberich.
Top-Männernamen fürs Online-Dating: Felix (+11%) Paul (+11%) Lukas (+8%)
Flop-Männernamen Kevin (-20%) Uwe (-15%) Mike (-9%) Top-Frauennamen Online-Dating: Hannah (+24%) Lena (+14%) Katharina (+12%)
Flop-Frauennamen Chantal (-21%) Johanna (-18%) Sylvia (-16%)
Nenn Dich beim Online-Dating einfach Felix
Partnervorschläge bei eDarling enthalten grundsätzlich nur den Vornamen, das Alter und den Wohnort eines registrierten Nutzers. Basierend auf diesen grundlegenden Informationen klickt ein aktives, interessiertes Mitglied entweder auf den Namen, um das vollständige Profil zu sehen, oder es ignoriert einen Partnervorschlag. „Wenn wir keine näheren Informationen erhalten, bringen wir mit der Person Eigenschaften in Verbindung, die wir bewusst oder unbewusst mit dem Namen verbinden. Diese Assoziationen können auf persönlichen Erfahrungen mit bestimmen Namensträgern beruhen oder auf weit verbreitete Stereotypen zurückgeführt werden. Die Assoziationen, die ein bestimmter Name hervorruft, werden häufig vom aktuellen Zeitgeschehen beeinflusst.“, erläuterte Wiebke Neberich.
Amerikanische Schauspielernamen beim Online-Dating chancenlos
Die Ergebnisse ihrer Studie zeigen, dass Stigmatisierungen, die mit bestimmten Vornamen einhergehen, zwar nicht sonderlich ausgeprägt, aber dennoch wahrnehmbar sind. Im Vergleich zu positiv besetzten Vornamen erhalten Mitglieder mit „Kevinismus-Namen“ weniger Klicks auf ihren Profilen. Eine niedrige Klickrate kann als Ausdruck von Ignoranz seitens der sozialen Umwelt betrachtet werden und dazu führen, dass die eigene Wahrnehmung und das psychische Wohlempfinden negativ beeinträchtigt werden. So konnte durch die Studie auch festgestellt werden, dass die Personen mit negativ konnotierten Vornamen nach eigenen Angaben im Persönlichkeitstest durchschnittlich weniger selbstbewusst, eher Raucher und eher weniger gebildet waren.
Online-Dating im Namens-Ländervergleich
Für die Studie wurden die Angaben von mehr als 900 deutschsprachigen Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz untersucht. Unter anderem wurden Vornamen miteinander verglichen, die 2009 durch die Pädagogin Julia Kube an der Universität Oldenburg untersucht wurden. Sie hatte herausgefunden, dass Vornamen von Grundschülern positive bzw. negative Assoziationen bei Lehrern hervorrufen. Hier die größten Namensgewinner und -verlierer beim Online-Dating: |