Singlebörsen-News vom 31. August 2010:
Deutschland, 31. August 2010 - TheUglyBugBall.net - Gegenstück zu Beautifulpeople.com
Lyrisch schon des öfteren in der Musik verewigt, gibt es ihn nun auch im Bereich des Online-Datings: The Ugly Bug Ball (übersetzt: Der Tanzball der hässlichen Käfer)!
Würden wir nun nach den bereits vorhandenen musikalischen Interpretationen gehen, würde sich wohl kaum eine Person auf die Seite von TheUglyBugBall.net verirren.
(Eine muffige Turnhalle mit von Papiertischdecken bedeckten Garnituren, eine kleine Tanzfläche mit verklebten Böden und eine mühselig aus Sperrholz zusammengekleisterte Bühne, die entweder nicht in Benutzung ist und irgendwo eine CD die Halle beschallt oder eine Amateur-Band, die die komplette 90er-Jahre Disco Playlist runterspielt und vergeblich versucht die Leute anzuheitzen.)
Wenn man die Startseite von TUBB überfliegt, könnte man meinen, dass meine Umschreibung gar nicht so daneben ist. Hier wird an den Frust der Singles appelliert, die womöglich bei Beautifulpeople.com abgelehnt wurden oder sich selbst unattraktiv bzw. hässlich einstufen.
Im Grunde genommen muss man zwei Mal hingucken, um die eigentliche Botschaft zu erkennen, die dahinter steckt:
TheUglyBugBall.net verspricht eine verblendungsfreie Online-Dating Seite ohne Tricks wie z.B. Schönlings-Paare, die angeblich jede andere Startseite schmücken, um User anzulocken. Komisch ist allerdings, dass auf der Startseite von TheUglyBugBall.net ein großes Werbelogo für die Casual-Dating Tochterseite ForgetDinner vorgefunden wird, auf dem (wer hätte es gedacht?) zwei schöne Menschen umschlungen posieren.
Wer bis jetzt noch nicht überzeugt ist, trotz der grandiosen Anprangerung auf der Startseite, den dürfte das schicke Kreisdiagramm auf der rechten Seite vollends überzeugen.
Wir wollen nicht zu viel verraten, aber überlegen Sie sich doch ein Mal eigene Schätzungen, wieviel Prozent der Menschen schön, O.K. und nicht schön sind und schauen, wie nah Sie an den Zahlen von TheUglyBugBall.net dran waren.
Es bleibt also abzuwarten, ob es wirklich profitabel ist, wenn man seine User dazu bringt, sich selbst als hässlich einzustufen. |