Singlebörsen-News vom 05. Januar 2010:
Speed-Dating mal katholisch
Speed-Dating und katholische Kirche – passt das zusammen? Es passt. Zumindest in der neuen Veranstaltungsreihe „nAcht“ des Bistums Osnabrück, die am kommenden Freitag startet. Jeweils am achten Tag eines Monats gibt es um acht Uhr abends ein Angebot für junge Erwachsene zwischen 20 und 35 Jahren.
Es ist die Altersgruppe, die kaum in eine Kirchengemeinde eingebunden ist, sagte Diözesanjugendpfarrer Johannes Wübbe gestern bei der Vorstellung von „nAcht“. Diese Menschen befänden sich in einer Orientierungsphase, in der sie auf ihre Fragen Antworten suchten – jedoch nicht unbedingt bei der Kirche.
In einer „für Kirche ungewöhnlichen Art“ wolle das Bistum nun auf diese Gruppe zugehen. Ungewöhnlich nicht nur durch Angebote wie Speed-Dating, sondern auch ungewöhnlich in der Form der Werbung, wie der Jugendreferent im Bischöflichen Generalvikariat, Christian Adolf, sagte: Postkarten mit plakativen Motiven werden in Kneipen, Kinos und Bistros ausgelegt, um für die „nAcht“ zu werben.
„nAchtgeflüster – Eine Inszenierung“ heißt der Auftakt am kommenden Freitag im Kapitelhaus St. Johann. Mit Musik, Lesung und Film wird in die Veranstaltungsreihe eingeführt. Gast an diesem Abend ist der Münsteraner Schauspieler Christoph Tiemann.
Mit dem Thema „Helden der nAcht – Bibel und Film?!“ geht es am 8. Februar in der Caritas-Geschäftsstelle am Knappsbrink 58 in Osnabrück weiter. An diesem Abend werden verschiedene Filmsequenzen gezeigt, bei denen der Bezug zur Bibel erläutert wird.
Am 8. März, dem Weltfrauentag, wird in einer geselligen „nAcht der Geschlechter“ nach „typisch Mann“ und „typisch Frau“ gefragt. Der „nAchthimmel“ steht am 8. April im Mittelpunkt. Im Planetarium geht es mit einer Multivisionsschau auf eine Reise in den Sternenhimmel.
Im Wonnemonat Mai steht „nAchtflirt – Speed-Dating mal katholisch“ auf dem Programm. Dabei haben acht Männer und acht Frauen jeweils acht Minuten Zeit, um die Vertreter des anderen Geschlechts kennenzulernen. Die rasante Rendezvous-Form war 1998 von einem Rabbiner in Los Angeles ersonnen worden, um mehr jüdische Ehen zu stiften. Bei der katholischen Variante soll unter anderem erforscht werden, ob Fragen des Glaubens bei der Partnersuche wichtig sind. Sollte das Interesse die Teilnehmerzahl übersteigen, seien weitere Speed-Datings möglich, sagte Christian Adolf.
In der Prüfungszeit kurz vor den Sommerferien heißt es am 8. Juni beim „nAchtchillen: Komm mal runter“. Der Abend bietet Einblicke in Möglichkeiten der Stressbewältigung.
Weitere Themen für das zweite Halbjahr sind derzeit in Planung. Die Organisatoren seien jedoch auch offen für Vorschläge aus dem Teilnehmerkreis.
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