Singlebörsen-News vom 18. August 2009:
Wirtschaftskrise erhöht das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit
Hamburg, 18.08.2009 – In Zeiten der Krise wird das Geborgenheitsbedürfnis bei Singles geschürt. Gerade jetzt spielen bei der Partnerwahl Status und Geld verstärkt eine Rolle. Angst über die eigene Zukunft und emotionaler Stress plagen besonder weibliche Singles. Über diese und noch weitere Krisen-Auswirkungen erstellte ElitePartner.de eine Studie. Dabei wurden 10.000 Singles und 10.000 liierte Personen befragt.
Besonder bei Frauen wächst der Geborgenheitswunsch
54 Prozent der Singles verspüren aufgrund der Wirtschaftskrise ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. Mit 61 Prozent sind Frauen besonders betroffen, bei Männern sind es 47 Prozent. Der Einfluss steigt mit dem Alter: Jeder Zweite unter 29 Jahren hat ein größeres Sicherheitsbedürfnis, bei den über 55jährigen sind es 58 Prozent."In Krisenzeiten werden soziale Bindungen wichtiger“, konstatiert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.de. „Die ständigen, negativen Nachrichten lassen uns verstärkt reflektieren, welche Werte wirklich wichtig sind. Als Gegenpol nutzen wir die natürlichste Medizin: Nähe und körperlichen Kontakt, der das Wohlfühlhormon Oxytocin produziert und die Bindung wiederum verstärkt. Partnerschaft, ein Zuhause und enge Beziehungen gewinnen an Bedeutung, weil sie das gesteigerte Geborgenheitsbedürfnis auffangen.“
Je gebildeter, desto sicherer
Nur jeder vierte Akademiker, aber jeder dritte Single ohne akademische Bildung spürt verstärkten emotionalen Stress. Und nur 30 Prozent der Akademiker haben Zukunftsängste.
Babypläne: Singles skeptischer als Paare
Jeder dritte Single hat Bedenken, in dieser Zeit Kinder in die Welt zu setzen. Nur 23 Prozent der Paare sind ebenso pessimistisch. Bei Singles und Paaren mit akademischem Hintergrund sinken die Bedenken um fünf Prozent.
Krise beeinflusst Frauen emotional stärker
36 Prozent der Frauen und jeder vierte Mann fühlen sich von der Krise emotional gestresst. 40 Prozent der Singles haben Zukunftsängste. Auch hier sind Frauen stärker betroffen: Knapp jede Zweite, aber nur jeder dritte Mann sorgt sich um die Zukunft.
Neuer Trend: Cocooning
46 Prozent der Singles gehen jetzt seltener in Bars, Clubs oder Restaurants. Jeder Zweite gibt beim Shoppen weniger aus und jeder Vierte legt mehr Geld zurück. Psychologin Fischbach erklärt: „In der Krise geht der Trend zum Cocooning.“ Laut Wörterbuch eine Abwehr- oder Angstreaktion in Form des Rückzugs in den privaten Bereich. „Konkret heißt das: Mit Freunden kochen statt Restaurant, Videoabend statt Kino, Privatparty statt Nobeldisko.“
Liebesleben der Paare wenig betroffen
Nur 15 Prozent der Paare streiten sich öfter um finanzielle Dinge. Was ihre gemeinsame Zukunft angeht, sind Paare zuversichtlich: 87 Prozent sind überzeugt, dass sie am Jahresende noch mit ihrem Partner zusammen sein werden. Nur zwölf Prozent denken, dass die Krise ihr Liebesleben beeinträchtigt.
Jüngere sind krisenresistent
Je älter, desto sparsamer. Von den über 55jährigen spart knapp jeder Dritte verstärkt, bei den unter 29jährigen nur jeder Vierte. 31 Prozent der unter 30jährigen passen ihr Ausgehverhalten der Krise an, bei den über 55jährigen mehr als jeder Zweite.
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