Singlebörsen-News vom 20. August 2008:
Sehen und gesehen werden
Männer und Frauen unterscheiden sich deutlich im
Nutzungsverhalten beim Onlinedating
Jennifer Langner untersuchte in ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Motive und Verhalten beim Online-Dating.
Die Befragung von 123 Teilnehmern ergab große Unterschiede im Nutzungsverhalten zwischen männlichen und weiblichen
Befragten, die in diesem Ausmaß nicht erwartet wurden:
"Die männlichen Befragten machen ihrem Ruf als Jäger alle Ehre und
legen ein ausgeprägtes Suchverhalten an den Tag. Die weiblichen Befragten sind hingegen
eher unterhaltungsfixiert und scheinen sich zwar auch häufig mit der Suche, im Vergleich dazu
aber noch lieber mit Interaktion und Kommunikation zu beschäftigen.
Auch im Hinblick auf die Kontaktaufnahme werden die gängigen Klischees offensichtlich erfüllt. Männer sind im
Gegensatz zu den Frauen deutlich häufiger für den ersten Kontakt verantwortlich. Ob dieses
Verhalten nun aus dem traditionellen Rollenverständnis eines die Initiative ergreifenden
Mannes entspringt oder aus dem Versuch, durch breitere Streuung eine größere Zahl an
potentiellen Partnerinnen zu erreichen, kann nicht abschließend beurteilt werden. Bei den
weiblichen Befragten wäre hingegen denkbar, dass sie den ersten Schritt generell lieber den
Männern überlassen oder jedoch bei ihren Kontaktaufnahmen gezielter vorgehen und somit
weniger Versuche ausreichen."
Gewohnheit ist ein entscheidender Faktor für die Nutzung des Internet zur Partnersuche:
"Je mehr Online-Dating die Befragten nutzen, desto eher tun sie dies aus Gewohnheit. Dies
geschieht unabhängig davon, ob sich Einstellungen bzw. Erwartungen gegenüber Online-Dating
mit der bisherigen Nutzung verbessert oder verschlechtert haben."
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