| Wien, 18.09.2004.
Das Internet wird
von immer mehr Menschen zur ehelichen Untreue genutzt. Per Chat
oder Partnerbörsen suchen frustrierte Ehepartner all das, was
sie daheim nicht (mehr) bekommen. Vom Chat-Quicky über ein
Blind-Date bis zur echten Heirat ist alles möglich...
"Das Internet wird
bald zum beliebtesten Ort für eheliche Untreue, wenn es das
nicht jetzt schon ist!", fasst Beatriz Mileham ihre Studie
an der Universität von Florida zusammen. In mühevoller
Internet-Recherche interviewte sie mehr als 80 Männer und
Frauen, die Interesse an E-Flirts bekundeten.
"Noch nie war es so
einfach nach einem willigen Partner ganz zwanglos zu suchen.
Für Frauen noch viel einfacher als für Männer!"
Nicht nur, dass man in
einem Chat anonym und ohne jeden Zwang einen heißen Flirt
beginnen kann, per Mausklick ist das Abenteuer im Bruchteil
einer Sekunde wieder beendet.
Sex und Ehe-Probleme
"Viele treffen sich in Chat-Separées für den schnellen
Sex-Kick, aber die meisten möchten eigentlich nur über ihre
ehelichen Probleme sprechen", weiß Mileham von der
E-Flirtfront zu berichten. "Und natürlich findet man im
Internet auch jene, die auf der Suche nach einem Partner für
ihr echtes Leben sind!
Im Internet herrscht
Damenwahl Frauen, die Chat-Räume zum Flirten betreten, sollen
innerhalb weniger Minuten eine Flut an eindeutigen Angeboten
erhalten. Männer haben´s dagegen viel schwerer eine willige
Frau zu finden.
Betrug oder Spaß? 83%
der Befragten sahen in ihrem ausschweifenden
Internet-Liebesleben kein tatsächliches "Fremdgehen",
sondern eher ein harmloses, virtuelles Späßchen. Die übrigen
17% befanden die virtuelle Untreue bestenfalls als
"harmlos".
Andere Untersuchungen
wiedersprechen den E-Flirtern: Meist fühlen sich die so
hintergangenen Ehepartner sehr wohl betrogen, geistiges
Fremdgehen sei ebenso schlimm wie körperliches, werden mehrere
Studien zitiert.
|