| Karlsruhe,
12.01.2004. Das
von Prof. Hans Geser geleitete Forschungsteam am
Soziologischen Institut der Universität Zürich hat sich
der verantwortungsvollen Aufgabe angenommen,
Fragestellungen rund um das Online-Dating wissenschaftlich
anzugehen. Dazu wurden folgende Ausgangsthesen
aufgestellt:
» Online entstehende Beziehungen sind genuine
(=echte, authentische) interpersonale Beziehungen
» Als sozialer Raum ist Cyberspace für die Bildung
von
Paarbeziehungen besonders geeignet
» Internet wird neben den drei konventionellen
Gelegenheits-
strukturen der Partnersuche (Nachbarschaft und Arbeitsplatz -
Freizeitbereich - Heiratsinstitute) zur vierten
Institution
der Paarbildung
» Der virtuelle Raum erfüllt im Vergleich zu
traditionellen Institutionen
der Partnerwahl eine analoge Funktion, dessen Stärke bereits
jetzt mit
der von konventionellen Partnersuche-Strukturen
vergleichbar oder sogar größer ist.
In
einer groß angelegten empirischen Erhebung in Form einer
Webumfrage unter 4.110 Mitgliedern des größten Schweizer
Kontaktanzeigen-Portals www.partnerwinner.ch wurden
folgende zentrale Resultate ermittelt:
» Jeder vierte User fand eine feste
Liebesbeziehung.
(Vermutlich waren es noch mehr, da
viele Erfolgreiche sich
schon abgemeldet hatten.)
» Davon war die Hälfte zum Zeitpunkt der Befragung
noch intakt.
» 16% der Fündigen haben sich ineinander verliebt,
ohne sich im
Real Life je gesehen zu haben.
Das
Schöne an dieser Studie ist im Vergleich zu vielen
anderen übrigens die Unabhängigkeit der Initiatoren.
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