Frau Green-Kaiser,
herzlichen Glückwunsch: freenet-Singles ist bei unserem letzten Test
in die Reihe der Testsieger "Kontaktanzeigen-Portale"
vorgerückt!
Ja, vielen Dank. Darüber freuen wir uns sehr. Das zeigt, dass
unsere Bemühungen vom letzten Jahr, unseren Dienst sowohl technisch
als auch inhaltlich zu verbessern, positiv wahrgenommen werden und wir
auf dem richtigen Weg sind.
Der bevorstehende Relaunch
unserer Plattform Ende August 2006 wird unseren Nutzern ein qualitativ
noch hochwertigeres Online Dating ermöglichen. Damit positioniert
sich freenet-Singles unübersehbar in der Reihe der Top Anbieter am
Markt.
freenet-Singles existiert
schon seit 2001 und war lange Zeit eines der letzten großen Portale,
die sich kostenlos nutzen ließen. Seit Anfang 2005 werden Männer nun
zur Kasse gebeten. Warum ist freenet-Singles nicht kostenlos geblieben?
Der jetzige Online Dating Service "freenet-Singles"
hat seit 2001 einige Wandlungen "durchlebt". Gestartet ist
freenet-Singles als freenet-Singles Community, also wie der Name schon
sagt als Community ähnlich wie die heutige freenet Community.
Nach und nach wurde der
Schwerpunkt des Angebots auf "Online Dating" umgearbeitet.
Erforderlich war eine Abgrenzung zur parallel von freenet angebotenen
freenet Community. Nach der Umpositionierung von freenet Singles
Community in freenet-Singles folgten inhaltliches und technisches
Aufrüsten, das erforderlich war, um die Profilqualität und
Attraktivität in Sinne einer seriösen Online Partnerbörse zu
erhöhen und dauerhaft zu gewährleisten.
Die Einführung der
kostenpflichtigen Plus-Mitgliedschaft - erst einmal nur für Männer -
hat dazu beigetragen, die Plattform von den meisten Fakeprofilen, die
zu dem Zeitpunkt hauptsächlich von Männern angelegt wurden, zu
"reinigen". Es galt, die Nutzer zum richtigen Online
Dating-Verhalten zu erziehen und die Profilqualität im Dienst zu
verbessern. Das hat hervorragend geklappt und die Mitgliederzahl
konnte seither ständig erhöht werden. Das Angebot wird also gut
angenommen.
Im Zuge der
Qualitätssteigerung war eine Einführung der Kostenpflicht eine
weitere Maßnahme, die Seriosität des Dienstes zu unterstreichen. Der
boomende Markt und die Beobachtung des Wettbewerbs haben freenet
überzeugt, dass auch freenet-Singles mit seinem kostenpflichtigen
Zusatz-Angebot bestehen kann. Dazu sei aber noch bemerkt, dass
freenet-Singles das größte Angebot an kostenlosen Features für Basic-Mitglieder
gegenüber den bekannten großen Online Dating Betreibern anbietet.
Wie hat die
freenetSingle-Gemeinde damals reagiert? Um wie viel Prozent ist die
"Anzahl der versendeten Flirt Mails pro 1.000 Mitglieder"
seit damals zurückgegangen?
Das Forum bei freenet-Singles liefert uns immer direktes Feedback
unserer Nutzer zu jedweden Änderungen im Dienst. Wir erhalten aber
auch tolle kreative Vorschläge, die wir auf Umsetzbarkeit prüfen.
Natürlich gab es auch kritische Stimmen, besonders zu der
Entscheidung, die Plus-Mitgliedschaft nur für Männer kostenpflichtig
anzubieten.
Wir konnten unsere "Heavy
Nutzer" durch gezielte und offene Kommunikation von der
Notwendigkeit dieser Maßnahme hinsichtlich Qualitätsoptimierung des
Dienstes überzeugen. Mit Einführung der freenet-Singles Plus-Mitgliedschaft
haben wir unserem Bestand und den Heavy Nutzern ein Sonderangebot
unterbreitet, das sehr gut angenommen wurde. Im direkten Vergleich vom
Dezember 2004 zum Januar 2005 haben wir sogar an aktiven Nutzern
gewonnen.
Es hat sich gezeigt, dass im
Vergleich zu den Vormonaten einen Monat nach der Einführung nur 2000
Mails weniger verschickt wurden. Inzwischen haben wir so viele aktive
Nutzer wie nie zuvor und die Gesamtzahl an registrierten Mitgliedern
steigt kontinuierlich. Die Einführung der kostenpflichtigen Plus-Mitgliedschaft
hat also nicht geschadet, sondern den Erfolg der Plattform erhöht.
Für Frauen ist
freenet-Singles kostenlos - außer sie wollen andere Frauen
kontaktieren. Mögen Sie keine lesbischen Frauen?
Um Gottes Willen - sowohl lesbische Frauen als aus schwule Männer
sollen bei uns ihr Glück finden können. Für diese Maßnahme können
sich die lesbischen Frauen, die bei freenet-Singles Mitglied sind, bei
männlichen Nutzern bedanken, die sich, um die kostenpflichtige Plus-Mitgliedschaft
zu umgehen, ein weibliches Fakeprofil mit der Suchintention Frau
anlegen, um so kostenlos andere Frauen über das Nachrichtensystem zu
kontaktieren und meistens zu belästigen.
Frauen sollen sich bei uns
sicher fühlen, egal, ob sie nach Männern oder Frauen suchen. Daher
war das die einzig richtige Maßnahme, den Nachrichtenversand von
Frauen an Frauen kostenpflichtig anzubieten. Bis heute steigt unsere
Frauenquote konstant! Ein Zeichen, dass sich immer mehr Frauen, die
bei uns einen Partner suchen, bei freenet-Singles gut aufgehoben
fühlen.
Mit einem Einstiegspreis
von 8,90 Euro für einen Premium-Monat haben Sie freenet Singles
deutlich kostengünstiger gestaltet als die meisten Mitbewerber, bei
der man erst mit rund 20,- Euro dabei ist. Welche Strategie steckt
dahinter?
Nach genauer Betrachtung des Wettbewerbs und der entsprechenden
Preis-Leistungsverhältnisse haben wir unseren Dienst einer sehr
selbstkritischen Analyse unterzogen.
Unser Positionierungsziel war
von Anfang klar: Eine der Top-5-Player am Markt zu werden. Die
Überarbeitung unseres Dienstes inklusive der Einführung der
kostenpflichtigen Plus-Mitgliedschaft ist schrittweise erfolgt und
mündet nun in dem anstehenden Relaunch. Zum Zeitpunkt der
Paid-Einführung hatten wir noch einige funktionale Schwachstellen.
Das haben wir bei der Preisgestaltung berücksichtigt.
Der Preis entspricht der
freenet-Maxime, die Services und Dienste so günstig wie möglich
anzubieten, aber in der Wahrnehmung seriös zu bleiben. Wir waren uns
von Anfang an darüber einig, dass der Preis für ein Monats-Abo unter
10 Euro liegen und den Möglichkeiten der freenet-Zielgruppe angepasst
sein sollte. Abgesehen davon, dass freenet-Singles einer von diversen
Zusatzdiensten und nicht das Hauptgeschäftsfeld der freenet.de AG ist...
Im Jahr 2004 war
freenet-Singles noch unser Lieblingsbeispiel für "Kostenlose
Singlebörsen haben oft eine geringe Qualität." - insbesondere
aufgrund des geringen Frauenanteils, sehr vieler Fakes und insgesamt
einem leichten Wild-West-Verhalten der User, die ja auch nicht
kontrolliert wurden und machen konnten, was sie wollten. Mittlerweile
ist freenet-Singles in den genannten Punkten als absolut vorbildlich
einzuordnen. Wie haben Sie das geschafft?
Wir haben die Plattform schrittweise "aufgeräumt":
Nach der Umpositionierung von der Singles Community hin zu
freenet-Singles haben wir uns erst einmal die Suchintentionen in den
Profilangaben angepasst, um den Service eindeutig von der Community zu
trennen.
Des Weiteren haben wir uns um
die Profilbild-"Entfakung" gekümmert und die Nutzer über
die Einhaltung der "Fotoregeln" im Dienst aufgeklärt.
Parallel wurden die Block- und Sperrfunktionen überarbeitet. Die
Einführung der Plus-Mitgliedschaft, ersteinmal für Männer, hat uns
von einigen Profilen befreit, die in einer Community besser aufgehoben
sind, weil der Need zur "Online Partnersuche" einfach nicht
gegeben war.
Unser Service-Team kümmert
sich zudem laufend um die Einhaltung der freenet-Singles- Standards
durch die Nutzer: Jedes Profilbild und jeder Profiltextbeitrag werden
bei Neuregistrierungen und dann fortlaufend geprüft!
Die Einführung des
kostenpflichtigen Nachrichtenversandes von Frauen an Frauen hat dafür
gesorgt, dass die Plattform für eine weitere Klientel männliche
Nutzer, mit unseriösen Anliegen uninteressant geworden ist.
Beschwerden von Usern werden sehr Ernst genommen und geprüft. Nutzer,
die sich bei uns danebenbenehmen, fliegen raus - egal ob Basic oder
zahlendes Plus-Mitglied. Es ist auch nicht mehr möglich, dass sich
Nutzer, die bei uns gesperrt wurden, einen neuen Login anlegen
können, um dann unter anderem Loginnamen andere Mitglieder (weiter)
zu belästigen.
Im Zuge des anstehenden
Relaunches wurde die Registrierung bereits angepasst. Hier wird im
ersten Schritt die Plausibilität der angegebenen Adresse geprüft.
Bevor der Nutzer nach Eingabe der Registrierungsdaten sein Profil
anlegen kann, wird ihm per E-Mail ein Profilaktivierungscode an seine
E-Mail Adresse gesandt. So wird nicht nur die Validität der E-Mail-Adresse
geprüft, sondern sichergestellt, dass der Nutzer unter dieser Adresse
auch nur ein einziges Profil bei freenet-Singles anlegen kann.
Frauen können freenet-Singles
wie gesagt kostenlos nutzen. Da stehen natürlich unseriöse
Drittanbieter Schlange und versuchen, mit Fake-Profilen für ihre
0900- und SMS-Dienste zu werben. Im Gegensatz zu iLove und
insbesondere NEU.de, die diese Problematik nur recht mühsam in den
Griff bekamen, haben unsere Männer-Testprofile bei freenet-Singles in
den letzten 18 Monaten nicht eine einzige Spam-Zuschrift erhalten.
Welche Mechanismen setzen Sie hier ein, um die Abzocker gleich am
Eingang zu entlarven?
Das ist in der Tat ein Problem, das auch uns sehr beschäftigt. Über
den Einsatz von
"Bad word"-Listen und durch die ständige
"manuelle" Überprüfung der Profilbilder und Profiltexte
gelingt es, zumindest einen Großteil von werblich arbeitenden
Anbietern, die sich über Fakeprofil-Anmeldung in den Dienst mogeln,
herauszufiltern und zu sperren.
Wir sind aber zusätzlich auf
die Mithilfe unserer Nutzer angewiesen, die uns dabei unterstützen,
die schwarzen Schafe ausfindig zu machen und zu entfernen. Die Nutzer
nutzen selbstbewusst die Sperrfunktionen oder melden unserem Service-Team,
von welchen Anbietern Sie im Dienst unerwünschter Weise angesprochen
wurden. 100%ige Schutz gibt es nicht, aber es wird diesen Anbietern
sehr schwer gemacht, den Massenmailversand wie bei anderen Plattformen
zu betreiben. In besonderen Fällen gehen wir natürlich auch
rechtlich gegen solche Spammer vor.
freenet-Singles ist
Bestandteil der freenet.de AG ("Normal ist das nicht!").
Wie groß ist die Bedeutung von freenet-Singles innerhalb des
Gesamtunternehmens?
Im freenet-Portalgeschäft ist freenet-Singles der erfolgreichste
kostenpflichtige Dienst!
Frau Green-Kaiser, wie
würden Sie ein typisches freenet-Singles-Mitglied charakterisieren?
Wer ist bei Ihnen richtig aufgehoben?
Unsere Kernzielgruppe liegt zwischen 24 und 40 Jahren. Bei uns treffen
sich jüngere Menschen, die gern flirten und zusätzlich zum
"Ausgehen" gern online Kontakte pflegen. Nutzer ab 35 haben
meist schon langjährige Beziehungen hinter sich und versuchen online
einen Partner für eine feste, auf Dauer angelegte Beziehung zu
finden. Wahrscheinlich mangels Zeit regelmäßig auszugehen.
Das typische freenet-Singles-Mitglied
gibt es also nicht - dazu sind zu viele verschiedene Typen vertreten.
Wir bieten alles: Von lässig bis konservativ.
Bei unseren
Mitglieder-Analysen haben wir bei allen anderen Singlebörsen und
Internet-Partnervermittlungen festgestellt, dass Singles aus den Neuen
Bundesländern deutlich in der Unterzahl sind. freenet-Singles hingegen
ist "im Osten" deutlich am stärksten! Wie kommt's?
Bei den übrigen Geschäftsfeldern der freenet.de AG, speziell aus dem
Telefonie- und Internetzugangsgeschäft können wir den gleichen Trend
beobachten.
Da freenet-Singles den Großteil
seiner Mitglieder über die interne Reichweite am Portal bzw. am
Kundenstamm generiert, ist das Verhältnis zur Aufteilung so zu
erklären.
Wie viel Prozent Ihrer
Mitglieder finden über Werbung in anderen freenet-Bereichen zu Ihnen?
Und wie viele kommen "von außerhalb"?
"Außerhalb" bedeutet für uns: Die Vermarktung der
Plattform über unser Partnerprogramm. Externe Werbung schalten wir
zur Zeit gar nicht. Die kostenpflichtigen Mitgliedschaften aus diesem
Vertriebskanal machen ca. 10% der Gesamtverträge aus (Stand Juli 2006).
Über Suchmaschinenoptimierung
und Integrationen im freenet-Portal erreichen wir den größten Anteil
unserer Mitglieder. Um die 66% beträgt der Anteil der
Registrierungen, die über diese Vertriebskanäle generiert werden.
Und da ist noch großes Potenzial.
freenet ist eines der
reichweitenstärksten Portale in Deutschland. freenet-Singles schöpft
zur Zeit ca. nur 5% dieser Reichweite ab. Es lohnt sich für uns also,
verstärkt interne Vertriebsmaßnahmen auszubauen, statt in externe
Werbung zu investieren.
Einen ganz ähnlichen
Ansatz, nämlich primär die Werbemöglichkeiten des Hauptportals zu
nutzen, wurde von Yahoo! Dating praktiziert. Yahoo!Dating wurde vor
wenigen Tagen geschlossen, an der entsprechenden Stelle kooperiert
Yahoo! jetzt mit Match.com. Droht freenet-Singles ein ähnliches
Schicksal?
Nein, das können wir ausschließen. Unsere Mitgliederzahlen steigen
kontinuierlich und das freenet-Reichweitenpotenzial ist noch lange
nicht ausgeschöpft. Bei freenet hat der Dienst freenet-Singles einen
hohen Stellenwert.
Es ist schwer zu beurteilen,
welchen Stellenwert der Online Dating-Bereich für Yahoo! hat(te). Der
Service von Yahoo!Dating hat uns nicht wirklich überzeugt. Die
Features waren nicht wirklich ausgereift und insgesamt wirkte der
Dienst nicht "gut gewartet". Daher war es vielleicht die
richtige Entscheidung das Angebot gegen einen professionellen und
bereits etablierten Service "auszutauschen".
Wie viele Angestellte
arbeiten für freenet-Singles und was genau machen die?
Im Produktbereich arbeiten drei Mitarbeiter an der fortlaufenden
Entwicklung von freenet-Singles. Zusätzlich arbeiten noch bis zu 30
Kollegen aus den diversen technischen Bereichen und natürlich die
Kollegen des Kundenservices ausschließlich an freenet-Singles.
Was ist Ihr beruflicher
Hintergrund - und wie sind Sie eigentlich auf die nicht unbedingt
alltägliche Idee gekommen, für eine Singlebörse zu arbeiten?
Meine beruflichen Erfahrungen habe ich bisher im Entertainmentbereich,
in der Musik- und Computerspielindustrie gesammelt. Vorwiegend im
Bereich Produktmarketing und PR. Während eines Ausflugs in die Welt
der PR-Agenturen hatte ich zuletzt einen Kunden aus dem Online Dating-Bereich
betreut. Das war mit Sicherheit auch ein Grund für freenet, es vor 2
Jahren mit mir als Produktmanagerin für freenet-Singles zu versuchen.
Sind Sie selbst aktiv bei
freenet Singles auf der Suche?
Ich bin Single und eigentlich eher "Realist". Aber ich gebe
zu, dass ich mir interessante Profil schon mal genauer ansehe - wenn
man schon an der Quelle sitzt...
Abschließend unsere
Standardfrage: Wo sehen Sie freenet-Singles in fünf Jahren?
Als eine der Top-5-Player am Markt mit seriösem Angebot für
erfolgreiches Flirten und dabei immer noch günstig!
Frau Green-Kaiser, wir
danken Ihnen herzlich für das Gespräch!
Immer wieder gern ;-)
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