Herr Herwig, Sie betreiben
mit FirstAffair unseren Testsieger in der Kategorie
"Sexkontaktanzeigen-Portale". Herzlichen Glückwunsch!
Vielen Dank!
Sites mit
Sexkontaktanzeigen gibt es seit zig Jahren. Fast alle sind als
unseriös, pornolastig und schlicht unterirdisch schlecht einzuordnen.
Was macht FirstAffair anders, um eben nicht in dieser Schmuddelecke zu
landen?
Die meisten Sexkontakseiten sind animiert und auf das
"schnelle Geld" aus. Wir möchten uns mit First Affair
langfristig positionieren und sind daher von Anfang an auf Transparenz
für den Kunden aus. Wir prüfen z.B. jedes Inserat einzeln, bevor es
veröffentlicht wird, um schon im Vorfeld nicht ernst gemeinte Profile
oder Fakes herauszufiltern.
Neben FirstAffair zählen
wir "poppen.de" und den AdultFriendFinder zu den großen
brauchbaren Portalen für Sexkontaktanzeigen. Wo sehen Sie sich
gegenüber diesen beiden Anbietern im Vorteil und bieten Ihren Kunden
mehr?
Wir sehen uns im Gegensatz zu den beiden anderen Mitbewerbern im
Bereich der "High-Class-Sexkontaktanzeigen", das bekommen
wir auch durch unsere User bestätigt. Die meisten User sind sowieso
auf mehreren Portalen unterwegs. Der "O-Ton" unserer User-Feedbacks lautet, dass wir uns durch die Qualität der
Kontaktanzeigen deutlich abheben.
FirstAffair gelang es, in
rund 2 Jahren 150.000 Mitglieder einzusammeln, mit intensiven
Marketing-Aktivitäten und sogar einer größeren TV-Werbekampagne.
Der AdultFriendFinder gewann alleine im Jahr 2005 in Deutschland rund
800.000 neue Mitglieder. Wo ist der Unterschied bzw. wie machen die
das?
Wir denken, dass die von uns akquirierte Mitglieder-Datenbank ganz anders
zu bewerten ist als bei AdultFriendFinder, da wir durch unsere
manuelle Kontrolle der Profile eine ganz andere Qualität anbieten
können. Wir setzen eher aus Klasse statt Masse ;-)
Nicht jeder, der bei
FirstAffair inseriert, will erkannt werden. Schließlich geht es um
puren Sex... Wo funktioniert ein Sexkontaktanzeigen-Portal wie
FirstAffair anders als eine "normale Kontaktanzeigen-Seite"
wie FriendScout24 oder NEU.de, um die Anonymität seiner Mitglieder zu
wahren?
Wir haben ein Feature, das sich "Vertrauensleute" nennt, hier
können Sie z.B. einstellen, wer Ihr Foto sehen darf. Mitglieder,
die schon seit längerem in Kontakt zueinander stehen, können ein
sogenanntes Vertrauensverhältnis eingehen und können dann erst das
Foto des anderen sehen.
Des weiteren speichern bzw.
verlangen wir keinerlei personenbezogenen Daten bei der Anmeldung.
Lediglich die E-Mail-Adresse muss verifiziert sein.
Dass ein Portal für
Sexkontaktanzeigen niemals ein ausgeglichenes
Männlein-Weiblein-Verhältnis schaffen wird, liegt auf der Hand.
FirstAffair ist mit knapp 25% Frauen noch gut dabei...
Was macht
FirstAffair, damit die Frauen sich trauen?
Wir setzten in erster Linie auf Transparenz und Aufklärung, dies ist
z.B. ein Hauptgrund für unsere überdurchschnittliche Frauenquote in
diesem Bereich.
Führt Kostenlosigkeit
für Frauen nicht häufig auch zu sehr geringem Involvement, sprich
heute angemeldet und morgen schon Karteileiche? Und in der Folge zu
Frustration bei den zahlenden Männern?
Daher ist die Anmeldung für Frauen nicht ganz kostenlos. Um eine
gewisse Qualität bei den Frauenprofilen zu sichern, haben wir eine
Telefonverifizierung eingeführt. Frauen müssen sich bei uns entweder
telefonisch verifizieren oder eine Echtheitsgebühr in Höhe von 5
Euro bezahlen, um teilnehmen zu können.
Was schätzen Sie: Wie
viel Prozent der Männer, die bei FirstAffair für eine
Premium-Mitgliedschaft bezahlen, kommen a) in den Genuss eines
interessanten Online-Dialoges und b) eines sexuellen Erlebnisses?
Zu a) Die größte Teil der zahlenden User kommuniziert regelmäßig.
Das Userverhalten ist bei uns etwas anders als auf Singlebörsen. User
loggen sich bei uns täglich mehrmals ein, um Post zu lesen oder um zu
antworten. Unser Livechat wird auch sehr gut genutzt, dies geht aus
unseren Traffic-Statistiken hervor. Abends haben wir i.d.R über 750
Mitglieder gleichzeitig online.
Zu b) Hier haben wir keine
genaueren Statistiken, aber das liegt auch in der Natur der Sache,
dass User mit Ihrem "Seitensprung" kein öffentliches
Feedback geben...
Wir bekommen aber ab und zu
eine E-Mail, in der uns gedankt wird, dass es mit einem Abenteuer
geklappt hat.
Ich denke die hohe Zahl der
wiederkehrenden Kunden spricht am deutlichsten dafür, dass ein sexuelles Erlebnis
zustande kam. Wer verlängert schon freiwillig zwei oder drei Mal seine
Mitgliedschaft, wenn es schon beim ersten Mal nicht geklappt hat?
Und wie sieht es bei den
Frauen aus?
Da sieht es ähnlich wie bei den Männern aus. Bei den Frauen haben
wir auch schon zahlreiche positive Feedbacks bekommen.
Wie würden Sie ein
durchschnittliches FirstAffair-Mitglied beschreiben?
Das durchschnittliche männliche First Affair-Mitglied ist ca. 35
Jahre alt, verheiratet und berufstätig. Die durchschnittliche weibliche
Userin ist ca. 30 Jahre alt, ebenfalls verheiratet und nicht
berufstätig.
Abgesehen von
"normalen Männern" und "normalen Frauen", die
"normalen Sex" suchen, kann man bei FirstAffair auch nach
Ausgefallenerem fündig werden und sich als "Paar sucht..."
eintragen. Eine Frage, die sicher den ein oder anderen Sexualforscher
interessieren dürfte: Welche "sexuelle Besonderheit" wird
am häufigsten gesucht?
Bei den Paaren (Frau/Mann) ist es ziemlich eindeutig: sie suchen eine
Frau.
Ansonsten sind die sexuellen Wünsche unserer Mitglieder
ziemlich individuell.
Wie viel Prozent Ihrer
Mitglieder sind denn Paare? Klappt's bei denen auch mit dem
Verkuppeln, oder sollten die lieber auf Swinger-Seiten suchen?
Ca. 5% unserer User haben sich als Paar eingetragen. Wir haben von
einigen Paaren E-Mails bekommen, in denen uns gedankt wurde, dass Sie
entweder ein anderes Paar oder eine Frau gefunden haben.
Sicherlich melden sich
auch jede Menge Fakes an - insbesondere irgendwelche Geschäftemacher,
die sich als Frauen ausgeben, um Unterhöschen zu verkaufen oder teure
SMS-Dienste zu bewerben. Wie wehrt sich First Affair?
Ja, in der Tat haben wir dieses Problem in der Vergangenheit gehabt.
Die meisten Spammer melden sich als Frau an, um unter den zahlenden
Männern ihre "Werbebotschaften" zu verschicken.
Seitdem wir die telefonische
Verifizierung für Frauen eingeführt haben, haben wir dieses Problem
gut in den Griff bekommen. Es kommt hin und wieder vor, dass sich ein
SMS-Spammer bei uns anmeldet und verifiziert, aber unsere User melden
uns sehr schnell ein Fakeprofil, welches dann von uns geprüft und
sofort gelöscht wird.
Themenwechsel: Was hat
Sie dazu motiviert, sich für einen so wenig gesellschaftskompatiblen
Job wie "Chef eines Sexkontaktanzeigen-Portals" zu
begeistern? Was sagt denn Ihr Umfeld dazu? Und Ihre Frau oder
Freundin?
Da wir auch eine Singlebörse betreiben und wir dort die Rubrik "Abenteuer" haben, sind wir auf die Idee gekommen, eine
Sexkontaktanzeigenseite zu starten. Und als wir gesehen haben, dass es
kaum ernst zu nehmende Konkurrenz gibt, hat uns dies umso mehr
motiviert.
In meinem persönlichem Umfeld
hat keiner Probleme mit meinem Job, ich mache ja auch nicht
ausschließlich First Affair.
Wie viele Mitarbeiter
sind mittlerweile für FirstAffair im Dienst -
und was machen die?
Wir haben ein Team aus zwei festen Mitarbeitern, die First Affair
permanent betreuen. Wir haben einige Bereiche wie den Support oder
Buchhaltung "ge-outsourced", um unsere Struktur schlank zu
halten.
Gehen die auch alle bei
FirstAffair auf die Pirsch?
Zum Teil ja ;-)
Abschließend die
Standardfrage: Wo sehen Sie FirstAffair in fünf Jahren?
Wir werden unsere marktführende Position in Deutschland weiter
ausbauen und versuchen auch in anderen Ländern eine führende Rolle
im Sexkontaktanzeigenbereich zu erlangen.
Herr Herwig, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!
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