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be2 ist mit über 13
Millionen Mitgliedern aus über 30 Ländern die größte weltweit
aufgestellte Online-Partnervermittlung. In der Zentrale arbeiten über
250 Mitarbeiter.
Gründer ist Dr. Robert Wuttke. Er spricht hier über die
internationale Aufstellung von be2.
Herr Dr. Wuttke, erzählen
Sie uns was über ihren beruflichen Werdegang und die
Gründungsgeschichte von be2.de!
Ich habe in Soziologie und Geschichte promoviert. Mein Studium
absolvierte ich in Deutschland und Italien, verbrachte dann ein Jahr
am MIT in Boston. Ich konzentrierte mich auf Soziologie und machte
meine ersten beruflichen Erfahrungen in der Medien-Industrie bei der
Bertelsmann AG und bei Lycos Europe.
Zu dieser Zeit wurde ich
auf die ersten Online-Dating-Produkte aufmerksam, die mich vor allem
aus dem Grund faszinierten, dass Online-Dating Menschen
zusammenbringen kann, die sonst keine Chance gehabt hätten, sich
jemals zu begegnen.
Glückwunsch zur
finanziellen Förderung, die Sie kürzlich bekamen. Was werden Sie mit
den 15 Millionen Euro für be2.de tun?
Wir werden vor allem unseren Service weiter verbessern, der immer bei
uns Priorität hat. Weiterhin werden wir unser Produkt in weiteren
Ländern einführen. Insbesondere werden wir in den Ländern, in denen
wir bereits aktiv sind, weiter in den Markt eindringen, unsere
Position sichern und besonders unseren Marktanteil erhöhen.
Warum glauben Sie,
dass Persönlichkeitsprofile, wie be2.de sie verwendet, sich gut
für Dating-Seiten eignen?
Auf Dating-Seiten sind sehr verschieden Menschen mit unterschiedlichen
Bedürfnissen zu finden. Eins davon ist, die Suche nach einem Partner
für eine langfristige Beziehung. Typischerweise steht diese für
Leute ab 25 Jahren mehr im Vordergrund. So ist es für jemanden, der
eine Langzeitbeziehung wünscht sinnvoller, sofort passende
Vorschläge zu erhalten, als eine große Datenmenge durchzustöbern
und später herauszufinden, ob der Partner passt oder nicht.
Ganz allgemein: Was
glauben Sie, wie Persönlichkeitsprofile auf Dating-Seiten verbessert
werden können?
Sie werden nicht nur durch größere Verlässlichkeit bezüglich der
Psychologie besser, sondern auch durch andere Dinge, wie dem Ausdruck
von Haltungen, Vorlieben und Interessen mittels wissenschaftlicher
Algorithmen anstelle einfacher Fragebögen. Da
wird es in den nächsten Jahren eine Menge Dinge zu tun geben und ich
denke, wir sehen gerade erst den Beginn von dem, was passiert.
Was den be2.de-Test
so stark macht, ist, dass die Anzahl der Fragen sehr elegant reduziert
wurde. Wir verzichten auf irrelevante Fragen und ich glaube, das ist
etwas, das unsere User zu schätzen wissen. Wir werden den Test sogar
noch weiter verbessern.
Ich
habe gehört, dass be2 sehr aggressiv in einer Anzahl von Ländern
gestartet ist, mehr als 30 Länder zur Zeit. Was sind momentan Ihre
führenden Länder?
Wir lieben die spanischsprachigen Länder, sind aber auch davon
fasziniert, was derzeit in Gesamteuropa und Zentraleuropa vorgeht, wo
wir momentan etwas weniger präsent sind. Aber dies ist etwas, was
sich im nächsten Jahr auch ändern wird, da wir die Gelder nutzen
werden, um die Marktdurchdringung zu verbessern.
Herr Dr. Wuttke, wir
danken Ihnen herzlich für das Gespräch!
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