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foto interview JOYclub Swinger Simone (36) und Sven (42) von Experten im Swingerclub

Exklusiv-Interview mit:

JOYclub Swinger Simone (36) und Sven (42)
Ein Swingerclub Pärchen über seine Swinger Sex Erfahrungen

vom 09. Februar 2017

Weitere Infos rund um Experten im Swingerclub:

Interviews Singlebörse

Alle Interviews mit den Partnerbörsen-Machern


Wie Frauen und Männer ihre Sexualität erleben, ist immer auch eine Frage von Trends und Zeitgeist. In Deutschland geht es vor allem in den Großstädten heiß her in Sachen Fetisch- und Swingerclub. Das Angebot an Locations und Veranstaltungen rund um die Swinger Sex Szene hat sich in den urbanen Hotspots, aber auch auf dem Land kräftig ausdifferenziert. Im Swingerclub Verzeichnis von JOYclub.de sind weit über 100 namhafte Adressen im ganzen Bundesgebiet gelistet.


Wir vom Singlebörsen-Vergleich hatten das große Vergnügen, unsere Fragen direkt an zwei Experten aus Leidenschaft zu richten. Die Swinger Simone (36) und Sven (42) bilden ein Paar im Leben, und als Paar sind die attraktive Lady und ihr smarter Begleiter auch gemeinsam in der erotischen Ausgehszene unterwegs. Ihr ganz persönlicher Erfahrungsbericht über Swingerkultur und Swinger Sex hat etliche unserer Wissenslücken gefüllt!

In erster Linie suchen wir uns den Swingerclub oder eine frivole Bar nach dem angemeldeten Publikum aus. Wir lieben gemischtes Publikum.

Simone und Sven, seit wann seid ihr beiden im Swingerclub und in der Szene aktiv?

Simone: Wir sind seid knapp 6 Jahren in der Swingerszene aktiv. Zuerst nur in einem Swingerclub, in dem wir viele Veranstaltungen besucht haben und unsere ersten Erfahrungen sammeln konnten. Nach circa 2 Jahren haben wir uns entschlossen, auch andere Lokalitäten und andere Gesichter kennenzulernen und besuchen seitdem viele weitere Clubs. Für einen schönen Swingerclub mit gutem Publikum fahren wir mittlerweile sogar in andere Städte.


Seid ihr als Paar zum Swingen gekommen oder hat das jeder von Euch unabhängig für sich entdeckt?

Sven: Wir haben gemeinsam als Paar das Swingen für uns entdeckt und gehen auch nur gemeinsam in die Swingerszene.


Was genau hat euch in den Swingerclub gebracht, also was war das treibende Motiv: Neugierde, Wunsch nach Abwechslung, Lust an Öffentlichkeit beim Swinger Sex?

Sven: Simone hat mich irgendwann mal gefragt: „Was hältst Du eigentlich davon, eine zweite Frau mit in unser Sexualleben mit einzubeziehen?" Der treibende Part lag also zunächst bei ihr, ganz einfach dadurch, dass sie offen ihre sexuellen Wünsche gegenüber mir geäußert hat.

Wir beide empfinden den Swingerclub als „andere Welt“. Mich törnt es sehr an, wenn Sven mit einer fremden Dame sexuell ins Spiel kommt.

Simone: Zuerst war Sven etwas irritiert und die Vorstellung daran löste in ihm eher Schüchternheit aus. Dann aber siegte die Neugierde und der Wunsch, sich als Paar zu erweitern. Einige Zeit später haben wir die VENUS-Messe in Berlin besucht und uns hier und da informiert. Wir gelangten auch zum Stand vom INSOMNIA*, fragten nach den Basics, also zum Beispiel, was man anziehen muss und bekamen eine Freikarte. Damit war die Neugierde geweckt und die Tür zur Swingerszene geöffnet.

*Anm. d. Red.: bekannter Nachtclub in Berlin, Mischung aus Party-, Fetisch- und Swingerclub

Insomnia Swingerclub, Fetischclub, Partyclub
Das Insomnia in Berlin
(Bildquelle: JOYclub.de)

Ein großer Swingerclub bietet Raum für 60-120 Personen auf 300 bis 1.000 Quadratmetern - für alle Vergnügungen beim Swinger Sex…


Wie war das 1. Mal im Swingerclub, seid ihr aufgeregt in den Abend gestartet?

Sven: Das 1. Mal war ich mega aufgeregt, wobei es eigentlich gleich zwei erste Male gab... Unser allererster Besuch war im Club INSOMNIA, den kann man aber nicht zu 100% als Swingerclub einordnen. Wahrscheinlich haben wir die Aufregung oder vielleicht auch die Planlosigkeit nur so ausgestrahlt. Jedenfalls kam damals ein netter Mitarbeiter, Tim, auf uns zu und hat uns den Club und seine Möglichkeiten mit einem Rundgang vorgestellt. Ich war sehr überrascht, dass mich das "Treiben" dort nicht wirklich erregte, sondern dass das ganz "normal" auf mich wirkte. Das war der Moment des Loslassens und des Bewusstseins, dass alles völlig okay und schön ist.

Am aufgeregtesten war ich damals vor unserem Besuch im Swingerclub Tempeloase*. Da ist mir so mächtig die Pumpe gegangen, dass ich kurz davor nochmal umdrehen musste, um das stille Örtchen zu besuchen... (grinst von einem Ohr zum anderen) ... das werd ich im Leben nicht vergessen, wir lachen heute noch darüber!

*Anm. d. Red.: Die Tempeloase ist ein angesagter Swingerclub in Berlin.

Simone: Klar war ich auch aufgeregt, aber nicht im Sinne von ängstlich oder schüchtern. Ich fand es sehr aufregend und auch spaßig. Vor allem, da wir vorher ein passendes Outfit finden mussten. Mein erstes Outfit war sozusagen eine kleine Korsage „für Zuhause“  mit Strapse und passenden Strümpfen und recht normalen Pumps. Im Club staunte ich erstmal, egal in welche Ecke ich schaute und war auch erst etwas zurückhaltend. Ich wollte das Ganze erstmal auf mich wirken lassen. Gefallen hat es mir aber vom ersten Moment an. Aufregung gehört dazu, alles andere wäre aus meiner Sicht langweilig!


Nach welchen Kriterien sucht ihr euch einen Swingerclub aus?

Simone: In erster Linie suchen wir uns den Swingerclub oder eine frivole Bar nach dem angemeldeten Publikum aus. Wir lieben gemischtes Publikum. Sehr wichtig ist für uns natürlich auch die Sauberkeit. Gute Tipps bekommt man über Mundpropaganda von anderen Pärchen. Dann gucken wir auch immer auf die Events und Motto-Partys, die von einem Swingerclub ausgeschrieben werden: Ist das etwas für uns, können wir uns damit identifizieren? Und wenn alles passt, sind wir mit dabei und genießen den Abend.

Sven: Es gab aber auch schon ein paar Fehlgriffe in der Auswahl, das kann immer passieren. Wir lernen dabei oft auch noch etwas dazu über unsere eigenen Neigungen und Interessen. Die können sich durchaus mit der Zeit des Swingens verändern oder in unserem Fall erweitern. Auf diese weise ist noch ein neues Kriterium bei uns dazugekommen: das Bundesland. Nach knapp 6 Jahren haben wir viele Clubs mehrmals besucht. Jetzt möchten wir uns weitere Clubs anschauen. Man denkt das gar nicht, aber die Gäste im Swingerclub sind von Bundesland zu Bundesland verschieden in ihrer Persönlichkeit!

Das 1. Mal im Swingerclub : Drei Top-Adressen für Swinger Sex

Die Swingerclub Szene gestaltet sich natürlich vor allem in Hotspots wie Berlin vielseitig und niveauvoll. Neben kleinen, lokalen Angeboten sind für Swinger beim Online-Dating besonders die Anbieter angesagt, bei denen Online und Offline-Aktivitäten gut miteinander verzahnt sind:

  1. JOYclub Swinger (über 350.000 Mitglieder täglich online): Die Erotik-Community bietet für Swingerpaare und Swinger Interessierte zum einen eine vielseitige Online-Plattform, über die sie neue Leute suchen, finden, kennenlernen, sich in Gruppen austauschen und zu Swinger Sex Events verabreden können. Darüber hinaus finden Swinger auf dem Portal aber auch ein gut sortiertes Swingerclub Verzeichnis und einen breit gefächerten Eventkalender.
  2. SDC: Der "Swingers Date Club" ist ein überregionaler bzw. internationaler Anbieter mit rund 300.000 Mitgliedern aus Deutschland. Ein Fokus liegt bei SDC auf Swingerreisen. Der Anbieter ist bekannt für seine groß angelegten, professionell aufgezogenen Swinger-Camps und Swinger-Kreuzfahrten.
  3. Augenweide.com: Ein Anbieter mit rund 150.000 telefonisch überprüften Swingern ausschließlich für Paare, d.h. Solomänner sind hier als einzelne Swinger ausgeschlossen. Die Web-Community ist weniger brauchbar zur Suche nach empfehlenswerten Clubs für Swinger Sex, dafür aber punktet sie aber mit Ihren Specials in Sachen Webcam-Chat, Bilder- und Videogalerien.
Stand: Februar 2017


Simone und Sven, ihr betreibt einen eigenen Blog, Swingerflash.de, auf dem ihr regelmäßig über eure Erfahrungen mit dem Swingen und Swinger Sex schreibt, Swingerclubs testet, von Events und Erlebnissen berichtet - wie kam's zur Idee?

Sven: Die Idee dazu kam von mir schon im zweitem Jahr unserer Aktivität in der Szene. Eigentlich wollte ich anonym Clubs testen, denn ich bin der Meinung, dass der ein oder andere Swingerclub sich auf dem Ruhm ausruht, den er irgendwann mal erlangt hat... Wir wollten anfänglich also aufklären und über Missstände berichten. Aber dann kam es doch anders als gedacht und wir entschlossen uns, auf unserem Blog einfach über unsere Erlebnisse in der Szene zu berichten. Ziel ist es, anderen Swingern und Interessierten ein exakteres Bild der Szene zu geben als das, was man über die Medien bekommt.

Simone: Viele Paare in den Clubs kommen auf uns zu und befragen uns über unsere Erlebnisse, teilen uns ihre eigenen mit und stellen Fragen. Wir hoffen, dass wir anderen Männern, Frauen und Paaren auf diesem Weg einen Einblick verschaffen können ins Thema Swingen und Swinger Sex, damit sie vorhandene Scheu ablegen können und Lust darauf bekommen, dies auch mal auszuprobieren.


Durch den Blog habt ihr eine ganz ordentliche mediale Präsenz, das ist ja sicher auch in eurem familiären und sonstigen sozialen Umfeld bekannt. Wie waren denn da die Reaktionen außerhalb der Swingerclub Szene - also von Freunden, Familie, Arbeitskollegen?

Sven: Mir persönlich ist es nicht so wichtig, wer davon weiß oder nicht. Es ist mein Leben. Wenn mich jemand daraufhin degradiert, ist es vielleicht auch nicht die richtige Person in meinem Leben. Meine Eltern, Verwandten und Freunde sind der Sache gegenüber glücklicherweise entspannt. Und dann kommt es natürlich auch immer darauf an, wie man in den Medien auftaucht.

Simone: Meiner Mutter habe ich das recht schnell erzählt. Für sie war das völlig in Ordnung, sie stellte sogar die eine oder andere neugierige Frage dazu. Meine Mutter schaute auch ganz freudig, stolz und aufgeregt den Beiträgen im Fernsehen zu und kaufte sich die Zeitschriften, in denen über Sven und mich berichtet wurde.

Ich bin in dieser Sache ehrlich, aber nicht jeder in meinem Freundeskreis weiß davon. Bei den unterschiedlichen Freundschaften kann ich schon relativ gut einschätzen, wem ich das erzählen kann und bei wem ich auf Unverständnis und Schockiertheit stoßen würde. Bei allen Freunden, denen ich bisher davon berichtet habe, war die Reaktion positiv. Sogar diejenigen, die nur durch die Medien über unsere Swinger-Aktivitäten erfahren haben, sprachen mich verzückt darauf an. Negative Erfahrungen habe ich noch nicht gehabt.

„Joyclub
Das Joyclub Swingerclub Verzeichnis für Berlin


Wie können wir uns außerhalb der Welt der Swinger eurer Leben vorstellen? Seid ihr eine ganz normale Kleinfamilie mit Kind? Wie trennt und organisiert ihr das?

Simone: Wir führen ein ganz normales Familienleben und lieben es. Unsere kleine Tochter wird 8 Jahre alt, wir unternehmen viel mit ihr, haben ihre Freunde bei uns zu Besuch und machen gemeinsam Hausaufgaben. Die ganz normalen und schönen Dingen des Alltags. Wir mögen Geocaching, gehen zum Klettern oder schauen uns andere Städte an, besuchen regelmäßig unsere Eltern und pflegen unseren Freundeskreis, der uns sehr wichtig ist. Und ja, auch wir gehen noch in ganz "normale" Bars und Diskotheken (lacht). Jedes zweite Wochenende haben wir kinderfrei. Dann geniessen wir unsere freie Zeit, wo wir nur „Mann und Frau“ sein dürfen.


Und wie läuft euer Sexleben außerhalb des Swingerclubs ab?

Sven: Ganz normal.


Habt ihr auch schon einmal privat Treffen zum Swinger Sex vereinbart oder trefft ihr euch nur im Swingerclub?

Simone: Bis dato haben wir uns ausschließlich in Clubs mit anderen Swingern getroffen. Wir haben aber vor, uns irgendwann auch mal privat zu verabreden oder auf private Veranstaltungen zu gehen. So wird es nie langweilig und wir erleben immer wieder etwas Neues!


Hat sich eure Beziehung durch Swingerclub und Swinger Sex verändert?

Sven: Ich bin offener im Umgang mit den Menschen und der eigenen Sexualität geworden. Das Swingen ist jedoch nicht das Ausschlaggebende, sondern der Umgang mit den Menschen in der Swingerszene.

Simone: Ich bin selbstbewusster geworden im Umgang mit meinen Partner durch die Gewissheit, ihm gegenüber all meine Wünsche äußern zu können, auch im Hinblick auf  Dinge oder Situationen, die ich nicht mag. Typisch für die Swingerszene ist die Offenheit aller. Da kann ich mich als aufgeweckter und kommunikativer Mensch voll ausleben!


Haltet ihr es auch für möglich, dass das Swingen irgendwann einmal die Partnerschaft belastet, zum Beispiel, wenn Eifersucht ins Spiel kommt?

Sven: Das kann durchaus passieren, muss aber gar nicht die Eifersucht betreffen. Vielmehr kam es bei uns schon vor, dass es einfach zu viel wurde mit den Clubbesuchen. Schließlich gibt es ja noch ein Leben außerhalb der Szene. Wir haben damals erstmal einen Gang zurück geschaltet und zum Beispiel beim JOYclub fast ein Jahr pausiert, um alles wieder attraktiv zu finden. Seitdem haben wir eine gute Basis gefunden und sehen das Swingen jetzt als schöne Nebensache an.

Simone: Durch Gespräche in der Swingerszene und Beobachtungen kann ich mit Gewissheit sagen, dass Eifersucht, falsche Absprachen oder unterschiedliche Neigungen eine Partnerschaft belasten können. Wir beide empfinden den Swingerclub als eine „andere Welt“. Mich törnt es sehr an, wenn Sven mit einer fremden Dame sexuell ins Spiel kommt, ob ich nun mit einbezogen werde oder ich passiv daneben liege. Wichtig für mich ist, dass ich immer dabei bin und niemand von uns Alleingänge macht.

Bei allem, was im Club passiert oder über die JOYclub-Community, bin ich überhaupt nicht eifersüchtig. Wichtig ist mir, dass wir uns die Damen und Paare zusammen aussuchen. Es gab auch schon Momente, wo ich mit einer Swingerfrau nicht einverstanden war, da kam schon ein Gefühl von Eifersucht hoch. Aber es reicht ein kurzer Wink, dann ist dies zwischen uns geklärt.

„Swinger
Swinger Simone und Sven: Unabhängig von Swingerclub und Swinger Sex ein ganz „normales“ süßes Pärchen...


Wie ist das generell mit Partnertausch und Eifersucht, sollte man als Swinger erst gar nicht solche Gefühle haben?

Sven: Wir praktizieren keinen klassischen Partnertausch mit Geschlechtsverkehr. Simone ist eine Cuckquean in der Kategorie C1*. Würde sie selbst einen Partnertausch mit Geschlechtsverkehr probieren wollen, wär es für mich gedanklich bestimmt erst befremdlich. Ich würde es aber akzeptieren und respektieren. Das Gedankenspiel habe ich jedenfalls schon verinnerlicht und es würde mich schon anmachen, wenn wir es auf MFMF-Basis* tun würden.

*Anm. d. Red. 2 Männer, 2 Frauen

Würde Simone mich jedoch außen vorlassen, wäre ich mit Sicherheit eifersüchtig. Eine 100% eifersuchtsfreie Beziehung kann ich nicht führen, denn dann wäre meine Partnerin mir gefühlsmäßig stellenweise egal - und das ist sie nicht. Wir machen in der Szene alles zusammen und das schafft für mich das Gefühl der Vertrautheit.

Generell ist es für mich so, dass wir eine andere Welt betreten, wenn wir in einen Swingerclub gehen. In der ist prinzipiell alles möglich, und Eifersucht kommt bei mir so gut wie nie auf. Sobald wir den Club jedoch verlassen, ist es eine ganz andere Situation. Da bin ich schon in manchen Angelegenheiten der Eifersucht verfallen.

*Anm.d.Red.: Als Cuckquean bezeichnet man eine Frau, die in einer festen Partnerschaft oder Liebesbeziehung steht und die den intimen Kontakt ihres Partners mit anderen Frauen als lustvoll empfindet. Cuckqueans sind das weibliche Pendant zu Cockolds. Je nach „Intensität“ unterscheidet man drei Stufen C1-3, „Cuckquean Light" (C1) ist die softeste Ausprägung dieser Vorliebe.

Simone: Wir haben eine gesunde Eifersucht, die auch gut ist und sein muss! Was wir im Swingerclub erleben, sind kurzweilige Begegnungen. Wir unterhalten uns und flirten viel, wir haben gemeinsam Sex dann geht man wieder seines Weges. Dadurch entstehen eher sexuelle Freundschaften in den Clubs. Für einen Partnertausch mit Geschlechtsverkehr bin ich noch nicht bereit. Sollte ich eines Tages den Wunsch hegen, würde ich darüber erst mit Sven sprechen und ihn nicht ins kalte Wasser werfen.

Für uns beide gilt: Wir sind der Ansicht, dass Paare, bei denen ein Part extrem eifersüchtig ist, einen Swingerclub meiden sollten. Oder beide Partner haben ausschließlich miteinander Sex, ohne weitere Personen einzubeziehen. Sie können sich beobachten lassen, das ist für viele schon "Kick" genug. Wir haben in der Swingerszene ausschließlich die Erfahrung gemacht, dass alle Personen, egal welche Neigungen sie haben, höflich und diskret miteinander umgehen. Ein Nein ist ein Nein“ und wird immer akzeptiert!

Warum sind Swingerclub und Swinger Sex so angesagt? Vier Gründe:
  1. Swingerclubs werden häufig auch als "Erlebnisclub für Erwachsene" bezeichnet. Hier geht es darum, als festes Paar die gemeinsame Sexualität zu pflegen, mit dem Ziel, sexueller Langeweile in Ehe und Beziehung vorzubeugen.
  2. Swingen richtet sich an Paare ebenso wie Singlefrauen und Singlemänner. Hier findet man aber andere Rahmenbedingungen als zum Beispiel auf Sexkontakt-Portalen, wo noch immer eine eher klassische Rollenverteilung herrscht: Der Mann jagd, die Frau lässt sich erobern. Das ist in der Szene der Swinger anders, die Atmosphäre hier ist für beide Geschlechter gleich entspannt.
  3. Für Swinger spielt der Community-Gedanke eine wichtige Rolle: Paare finden hier ein Forum, um sich miteinander auszutauschen, beim Swinger Sex an Neuland heranzutasten, andere Leute kennenzulernen.
  4. In den letzten Jahren sind einige Portale - etwa das auf Seitensprünge fokussierte Ashley Madison - in Verruf geraten. Manch ein User hat in der Folgezeit beim Swinger Sex eine neue Heimat gefunden.


Könnte es nicht passieren, dass beim Swinger Sex im Swingerclub ein Mensch auftaucht, der einem von euch mehr als nur im Rahmen des Sexuellen gefällt und in den sich einer von euch verliebt?

Sollte dieser Moment auftauchen, ist die Beziehung außerhalb der Szene eh schon kaputt und es machr keinen Sinn mehr, an einem Fortbestand festzuhalten. Klar gibt es Männer und Frauen, die uns optisch gefallen, aber wir wissen was wir aneinander haben und ergänzen uns in fast allen Lebenslagen.


Welches war die schönste, welches die komischste und welches die blödeste Story als Swinger, die euch im Gedächtnis geblieben sind?

Sven: Die Schönste, das war im INSOMNIA Club: Ein gemeinsamer Freund, der dort arbeitet und uns mittlerweile sehr gut kennt, stellte uns eine kleine süße Dame vor. Er nahm uns alle Drei an die Hand, führte uns auf die Spielewiese und zog die Vorhänge zu. Wir schauten uns ziemlich verdattert an, schmunzelten und verspürten aber auch alle zu dritt solch eine Lust, dass es zu einem sehr erotischen und heißen Dreier kam. Das haben wir immer in bester Erinnerung behalten.

Simone: Das Komischste: Wir waren in der Tempeloase und hatten uns ein sehr attraktives Paar mit ins Separée genommen, wo wir alle wild miteinander spielten. Die Luft war aber derart drückend, dass beide Männer keine standhafte Erektion bekamen. Wir Damen bemühten uns nach allen Regeln der Kunst, doch es half alles nichts. Wir lachten herzhaft darüber und gingen dann zu viert doch zur Bar auf einen gemeinsamen Drink.

Sven: Das Blödeste haben wir mal in unserer Anfangszeit erlebt. Wir waren im Club auf der Spielwiese mit einer anderen Dame wild am Spielen, als Simone plötzlich und unerwartet aufstand und sich entfernte. Ich war sehr irritiert und folgte einen Moment später, um nach dem Grund zu fragen. Der war sichtlich einfach, aber für mich im Anfangsstadium unserer Swingeraktivität nicht wirklich ersichtlich: Ich hatte Simone nicht genügend Aufmerksamkeit entgegengebracht und mich zu sehr mit der anderen Dame befasst! Das ist mir seither nie mehr passiert.


Wenn man nach einem passenden Swingerclub sucht, worauf sollte man achten?

Sven: Den passenden Club sucht man sich am besten auf einem seriösen Erotikportal, bei dem Clubs ihre Veranstaltungen bekanntgeben und sich die Mitglieder des Portals dort anmelden können. Wir haben uns damals für den JOYclub entschieden und es bis heute nicht bereut.


Und ganz zum noch diese Bitte: Welche Goldenen Regeln könnt ihr Anfängern für gelungenen Swinger Sex geben?

Simone: Erstens: Gegenseitiges Vertrauen ist Grundvoraussetzung.

Sven: Zweitens Ehrlichkeit: dem anderen die eigenen Fantasien offen mitteilen, selbst wenn die sich nicht mit denen des Partners decken

Simone: Drittens: Reden ist ganz wichtig, vor und nach dem Clubbesuch.

Sven: Und nie dem anderen Partner einen Gefallen tun, obwohl man es eigentlich nicht möchte!

 

Liebe Simone, lieber Sven, das war ein großartiges Gespräch! Vielen Dank für eure Offenheit. Wir haben wirklich noch eine Menge lernen können über die Lust des Swingens und das Abenteuer Swingerclub. Wir wünschen Euch alles Gute und viel Spaß und Glück, nicht nur bei Euren weiteren Erkundungen in Sachen Swinger Sex :-)


Wer hat das Interview durchgeführt?

Pamela Moucha arbeitet seit vielen Jahren als Redakteurin und Singlebörsen-Testerin und ist unsere Ansprechpartnerin für die Medien sowie Interviews mit den Machern der Branche.

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