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Allerdings führte der Worttarif bei den sparsamen Deutschen dazu, bei
einer Chiffre-Anzeige auch wortkarg zu werden. Das kam dann bei einer Chiffre-Anzeige z.B. auf „Nette Mittdreißigerin sucht passenden Herrn mit gutem Beruf“ hinaus – und kostete bei einem Worttarif von 3
DM plus Mehrwertsteuer plus doppeltem Wortpreis für die Chiffregebühr ungefähr 1970 schon 30
DM.
Lange Texte in überregionalen Zeitungen, wie etwa in der WAZ, der
Süddeutschen oder der ZEIT waren teurer – je nach Textlänge konnte man zwischen 100 und 500
DM hinlegen. Drenk und Drenk zeigten 1985 eine Anzeige für 185 DM, die nicht besonders aussagefähig war.
Generell galt (und gilt) mit etwa 20 Wörtern kann man sich selbst, die Art der Beziehung und den Partnerwunsch ausreichend beschreiben – eine wirklich aussagefähige Anpreisung
in einem Chiffre-Inserat beginnt dann bei etwa 30 Wörtern.
Die Kosten von Chiffreanzeigen heute
Die meisten deutschen Zeitungen rechnen heute auch die privaten Chiffre- bzw.
Kontaktanzeigen nicht mehr nach dem Worttarif ab, sondern, wie die geschäftlichen Anzeigen schon immer, nach dem
so genannten Millimetertarif, der zwischen 3 und 8 Euro liegt, je nach Auflage. Dazu kommt noch die Chiffregebühr, die sehr unterschiedlich ist, in Deutschland aber human bei etwa 5 Euro liegt.
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