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Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, dass es "immer schon" drei
ganz grundsätzliche Arten von "Märkten" gab, auf denen sich
Partnersuchende und Unternehmen trafen, um die Dienstleistung "Ich
unterstütze Dich bei der Partnersuche" anzubieten bzw. in Anspruch zu
nehmen:
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Partnervermittlungen
Seit den biblischen Zeiten werden Menschen (und heute Maschinen) eingesetzt,
um ganz gezielt Partnersuchende zu vermitteln. Mehr dazu in unserem Dossier
"Partnervermittlung".
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Kontaktanzeigen-Märkte
Hier stellt der Dienstleister lediglich eine "virtuelle Plattform"
zur Verfügung, über die Singles selbstständig einen Partner suchen
können.
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Single-Veranstaltungen
Der Dienstleister stellt keine "virtuelle", sondern eine
"echte" Plattform für Singles zur Verfügung
("Fisch-sucht-Fahrrad"-Party, Speeddate,...). Mehr Infos finden
Sie in unserem Test
Blinddate-/Speeddate-Agenturen.
In diesem Artikel geht's natürlich um den Kontaktanzeigen-Markt. Wir
unterscheiden hier entlang der Dimension "Art des Mediums" v.a.
"Print" und "Internet", aber es gab durchaus auch andere
Versuche, z.B. über "Ticker" im Fernsehen oder neuerdings als
"Mobile Dating" per Handy. Diese Formen decken jedoch kaum 5% des
Gesamtmarktes ab.
Der Kontaktanzeigen-Markt in Print-Medien
Im Vergleich zum heutigen Volkssport Online-Dating eilte der klassischen
Zeitungs-Kontaktanzeige immer der Ruf voraus, etwas für
"Verzweifelte" zu sein. Zudem leidet diese Branche seit dem Jahr 2000
extrem unter der flexibleren Internet-Partnersuche.
Wir sind bei unseren Recherchen zum Kontaktanzeigenmarkt
bisher über zwei relativ ungesicherte
Aussagen zur Größe des Kontaktanzeigen-Markt "Print" gestolpert:
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1997 sollen bundesweit insgesamt 5 Millionen Kontaktanzeigen aufgegeben
worden sein - wobei wir annehmen, dass diese Angabe auch gewerbliche
Inserate ("Heiratsinstitut Sonnenschein", "FKK-Club
Aphrodite", "Ramona (21), 90-60-90, neu in der Stadt",... )
beinhaltet, die quantitativ gesehen den größten Teil ausmachen dürften.
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Eine Internet-Quelle nennt für das Jahr 2003 insgesamt 100.000 Singles,
die in Zeitungen und Zeitschriften inseriert haben sollen.
Am aussagekräftigsten dürfte das Zahlenmaterial des BDZV
(Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger) sein - wir melden uns, sobald wir
Antwort bekommen haben.
Im Print-Bereich dominiert seit Jahren ein geschickt agierendes Unternehmen,
das unter der Marke "AMIO" für eine Vielzahl kleiner Verlage das
Geschäft mit den Kontaktanzeigen outsourcet und zentralisiert:
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Der Kontaktanzeigen-Markt im Internet
Das
erste, was es für die Internet-Partnersuche gab, war die Kontaktanzeige und der
Kontaktmarkt. Erst
später folgten andere Formen wie die Internet-Partnervermittlung.
Schätzungen zufolge waren im Jahr 2000 einige 10.000 Singles in Internet auf
der Suche. Seit 2006 hat sich dieses Niveau auf ungefähr 7 Millionen Nutzer pro
Monat eingependelt. Davon entfallen rund 5 Millionen auf den Bereich
"Kontaktanzeigen". Die wichtigsten Player wie FriendScout
24 oder NEU.de bringen es auf ungefähr eine Million
unterschiedliche Nutzer pro Monat.
Die Grafik auf der linken Seite zeigt die Umsatz-Entwicklung seit dem Jahr
2003 ("Singlebörsen" steht dabei für
"Kontaktanzeigen-Markt"). Demnach wurden im Jahre 2007 insgesamt 66,5
Mio. Euro in Deutschland verdient. Das ist im europäischen Vergleich ein
absoluter Spitzenwert - nur England und Frankreich spielen auch auf diesem
Niveau mit.
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